Auch ich kann dir nur nochmal viel Kraft wünschen.
Schön, dass du bereits deinen Weg findest damit umzugehen, dass du offen bist für kleine Zeichen deines Himmelshundes

Weil du gefragt hast noch kurz meine wichtigste Erinnerung an die letzten Stunden. Müsste auch in seinem Thread stehen, aber ich schreibe es dir gerne noch einmal auf, du hast gerade auch anderes im Kopf als rum zu suchen.
Miko hatte ja die letzte Nacht ziemliche Schmerzen, kam höchstens kurz vor Erschöpfung zur Ruhe, stand dann vor Wänden, völlig orientierungslos. Und mein Hund, der nie offen litt, weinte ganz bitterlich. Aber er fraß, für mich doch eigentlich immer so ein eindeutiges Zeichen? Trotzdem, irgendwann war ich so weit "gegen" ihn zu entscheiden, gegen das Fressen und den scheinbaren Lebenswillen darin. In dem Moment praktisch, als ich die Entscheidung getroffen hatte (ich wollte nur die kurze Zeit noch warten bis es seine Ärztin machen konnte und kein Fremder), habe ich ihm noch Leckerchen angeboten - und er hat es nicht angenommen.
Auf einmal wurde er ruhig. Als wir im Auto saßen, lag er eingemümmelt neben mir auf der Decke, völlig ruhig und entspannt, scheinbar ohne Schmerzen. Ich dachte mehrfach, er stirbt jetzt von alleine, weil er sooo ruhig wurde. Er schlief, er ruhte aus. Aber es war für mich kein "Okay, die Schmerzen sind vorbei, es geht wieder." Es war als ob er wüsste, was passiert und dass er endlich entspannen konnte, weil er bald nicht mehr leiden muss. Er schien seinen Frieden damit gemacht zu haben. Diese letzte Autofahrt (und wir blieben sogar noch eine Weile im Auto sitzen, weil er nicht mehr litt) war eine ganz besonders intime letzte Abschiedszeit für uns. Und ich war glücklich, dass ich alleine gefahren bin und diese Momente mit ihm noch haben durfte. Auch wenn aktiv nichts passierte und er einfach da lag wie eh und je, wenn er entspannt und zufrieden war, wir verabschiedeten uns einfach.
Der Rückweg war skurrilerweise gar nicht so viel anders. Er lag wieder an derselben Stelle, eingerollt, und eingewickelt in seine Decke. Irgendwie hat mir das geholfen. Es hat irgendwie alles gestimmt und war sehr friedlich, so traurig und schrecklich das Ganze auch war - und selbst die Erinnerung auch immer noch ist.