Hallo.
Ich glaube, da hast Du etwas falsch verstanden.
Viele Leute, auch ich, bringen ihrem Hund üblicherweise das NEIN als ein Abbruchkommando bei.
Das heißt dann also übersetzt "Das, was du jetzt tust, will ich nicht, also höre auf damit!"
Wenn man dann so ein Abbruchkommando beim Clickern benutzt, wo der Hund in so eine Art "Mach was - Modus" befindet, sprich, er darf alles ausprobieren, dann ist ein NEIN tatsächlich kontraproduktiv.
Ein Hund, der das NEIN sicher kennt, wird komplett aufhören und gar nichts mehr anzeigen. So wie es ihm auch beigebracht wurde.
Dieses "Fehler", oder auch "Schade" Wort ist kein Abbruchkommando.
Es zeigt dem Hund nur an, daß das, was grad gezeigt wurde, nicht das Ziel war und er einen anderen Weg ausprobieren sollte.
Von mir aus könnte man es auch sagen, daß es eine Art "Keep going" Signal ist. Aber eben dafür, mit etwas
anderem weiter zu machen, als mit dem, was gezeigt wurde.
Welches Wort man dafür am Ende nimmt, ist egal.
Es ist halt nur ein "Probier mal was anderes aus - Wort", und eben kein Abbruchsignal.
Stell Dir mal folgende Situation vor. Du willst, daß Dein Hund etwas macht. Gibst ihm die übliche Hilfestellung, schaust ihn erwartungsvoll an, damit er etwas anbietet, etwas ausprobiert. Und dann wird bei jeder Aktion vom Hund immer wieder NEIN gesagt, also grob übersetzt "hör auf". Das kann dann ganz schön frusten, weil Hund ja nicht weiß, was er nun soll. Etwas anbieten, oder doch lieber nichts tun.
Cafedelmar hat geschrieben: In beiden Fällen, bleibt die Belohnung aus. Ist es nicht das, was der Hund registriert und nicht, das was ich wörtlich sage?
Wenn die Belohnung ausfällt, dann wissen viele fortgeschrittende Hunde tatsächlich, daß sie etwas anderes ausprobieren sollten. Es gibt halt eben Hunde, die diese kleine "Hilfe" von "Probier was anderes aus" vom Menschen brauchen.
Dann wissen sie, daß sie immer noch arbeiten und etwas anbieten dürfen, nur eben das Gezeigte nicht das erwünschte Verhalten war.
Das hilft tatsächlich, Frust zu vermeiden.
Der Hund weiß, er darf immer noch arbeiten, er kann immer noch etwas ausprobieren, nur sollte es etwas anderes sein.
Und das hält dann auch wieder die Motivation aufrecht, und ein Hund kann dann etwas besser "verschmerzen", wenn er "plötzlich" nicht mehr so viele Belohnungen hintereinander bekommt.
Ich verstehe nicht ganz, warum ich die beiden Markerworte trainieren soll. kann jemand helfen?
Ich hoffe, ich habe etwas Licht ins Dunkel bringen können?
Sonst frag einfach nach.
Schöne Grüße noch
SheltiePower
Soll ich diesen Thread noch in die Clicker Rubrik verschieben?