hi,
schön, dass hier die studien von den mouwens noch einmal vorgekramt wurden. da kann man sehen, was im highspeed-agility mit den hunden abgeht. ich glaube zwar nicht, dass so extreme belastungen beim just-for-fun-agi entstehen - einfach weil die geschwindigkeiten fehlen durch falsches antrainieren der geräte und durch die verzögerte führtechnik. aber aus den studien sollte jedem klar sein, dass agi kein sport für jeden tag und für jeden hund ist. mal abgesehen davon sollte mehr als deutlich werden, dass der hund eine gute grundkondition haben sollte (nicht nur was die ausdauer angeht sondern auch hinsichtlich der muskulatur).
als mein altes weimiweib noch aktiv war, sind wir täglich einige stunden im wald unterwegs gewesen, waren schwimmen etc. fahrrad fahren habe ich nicht für optimal als training gehalten - zumindest nicht, wenn der hund dabei an der leine mitlaufen muss. da ist mir dann zuviel statik in der bewegung drin und zu wenig "beweglichkeit". als ergänzung ok, weil es kondition macht, aber nicht ausschließlich.
sie ist knapp 7 saisons auf a3-niveau gelaufen mit 2x wöchentlichem training (ich habe immer nur sequenzen und sehr selten parcours trainiert). wir hatten ca. 2 - 3 wettkampfwochenenden im monat über die saison hinweg, im winter 1 wochenende. führtechniken am boden ohne geräte habe ich unterwegs immer mal wieder so eingeschoben.
sie ist mit 10 jahren ihren letzten wettkampf gelaufen im a3, den haben wir gewonnen, dann habe ich sie aus dem sport genommen. gelegentlich darf sie heute noch an geräte, wenn wir mal gelegenheit haben. sie hat noch nichts verlernt. ich führe sie dann aber sehr passiv, damit die belastung sich in grenzen hält. sie bebt heute noch vor freude, wenn sie mal darf. ihre gelenke sind für 14 1/2 noch verdammt gut - auf deutsch, sie hat keine probleme.
im großen und ganzen wird die belastung im agi aber glaube ich immer noch unterschätzt. ende der 90ger jahre haben wir in unserer trainingsgruppe mal selber ein video aufgenommen und einigen tierärzten, die unsere hunde behandelt haben, zur verfügung gestellt, weil die allesamt keine ahnung hatten, welche belastungen sich daraus ergeben. wir hatten zwar keine verletzungen aus dem sport, aber wenn sich ein hund mal so vertreten hatte, wollte man ja auch wissen, wann man wieder ins training einsteigen kann. zumindest von 2 tierärzten weiß ich, dass sie ziemlich verblüfft und erschreckt waren, was da für kräfte wirken.
man kann auch einen leistungssport natürlich immer als breitensport und mit angezogener handbremse betreiben (das kennen wir menschen ja auch - nicht jeder, der sport macht, macht einen leistungssport daraus), aber wenn man einen sehr spritzigen hund hat, wird das schon schwierig.
deshalb kann ich nur immer wieder raten, sich einen verein mit kompetenten trainern zu suchen und nicht alleine vor sich hinzuwurschteln.
gruß cjal





