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Kreta der Himmel auf Erden - nicht für alle

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Moderator: DF-Mods

Beitragvon Dania2009 » 02.02.2010 12:15

Ja, warum sollen wir uns um fremde Sorgen kümmern?

Was interessieren mich die Leiden der Tiere in vielen Ländern, wo es doch
auch in Deutschland Tiere in Tierheimen gibt.

Was interessieren mich die Obdachlosen in Haiti, wo es doch auch in Deutschland Obdachlose gibt?

Was interessieren mich verhungernde Kinder in Afrika, wo es doch auch
Kinderarmut in Deutschland gibt?

Oder vor etwas mehr als zwanzig Jahren: Was interessieren mich die Menschen hinter der Mauer, die kommen doch prima klar?

Menschen die so denken, sind der Kern des Problems. Die Unfähigkeit über
den eigenen Tellerand hinausschauen zu können. Solche Menschen
verachte ich aus tiefstem Herzen.

Dann gibt es ja noch die Neunmalklugen, die gegen die Adoption von Auslandshunden sind, und laut: "Kastriert lieber" schreien. Woher das Geld dafür kommen soll interessiert niemanden. Es ist ja auch viel einfacher, nur den Zeigefinger zu heben, als selbst etwas zu tun.

Aber Spenden für Tiere/Menschen im Ausland??? Wir haben doch auch Armut in Deutschland, rinse repeat.

Traurige Grüße
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Dania2009
 
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Beitragvon Audrey II » 02.02.2010 12:18

Hi,
da hätte ich noch ein Buchtipp zu diesem Thema:

"Das unnötige Leiden der Tiere" von Marc Bekoff

Ohne moralischen Zeigefinger ist der Grundtenor des Buches:
Jeder Einzelne kann etwas bewirken und für eine Verhaltensänderung ist es nie zu spät :smile:

LG
Audrey mit Sonnenhündin Ashley
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Audrey II
 
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Beitragvon Trillian » 02.02.2010 13:20

Was mich ein wenig traurig macht: Bei diesem Thema entbrennt immer so ein 2-Seiten-Krieg... Inlands-Tierschützer gegen Auslands-Tierschützer...

.....sollten wir nicht lieber gegen Tierquäler kämfpen, statt miteinander? Sollten wir nicht Respekt vor jedem einzelnen haben, der die Augen nicht vor leid verschließt, sondern sich davon berühren lässt und dagegen angeht, unabhängig davon, wo dieses Leid geschieht?

Mein Respekt gilt auf jeden Fall jedem, der etwas tut, es gibt so viele, die untätig bleiben... würde jeder Mensch sich bemühen, das unrecht, das ihn am meisten berührt zu bekämpfen, ich bin überzeugt, wir hätten eine bessere Welt.
Trillian,

mit Lotte Lotterleben, Dr. Dibs, dem kleinen Chinesen und den Katern Moses und Nathan

Meine Tiere sind nicht verwöhnt, ich bin nur gut trainiert!!!
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Trillian
 
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Beitragvon Jimmy Jazz » 02.02.2010 13:37

Trillian hat geschrieben:Was mich ein wenig traurig macht: Bei diesem Thema entbrennt immer so ein 2-Seiten-Krieg... Inlands-Tierschützer gegen Auslands-Tierschützer...


Da hast Du so etwas von Recht!

Wer die Augen aufmacht und Interesse an Tieren hat, der trennt diese
Begriffe nicht.
Tierschutz kann überall betrieben werden und ist überall gefordert.

Der Igel, der im Gartenzaun feststeckt, der Spatz mit dem Faden ums
Bein, der an einem Ast festhängt, der gestrandete Basstölpel, die aus-
gesetzten trächtigen Katzen... hatten wir hier alles schon.

Es liegt an jedem selbst etwas beizutragen.

Wo und wie, sollte jedem selbst überlassen werden.

Wer sich für sein Handeln ständig rechtfertigen muss, verliert mit der
Zeit die Lust an der ganzen Sache.

Wir können nicht jedem helfen, alle retten, aber wir müssen uns nicht
auch noch gegenseitig das Leben schwer machen.

Trillian hat geschrieben:.....sollten wir nicht lieber gegen Tierquäler kämfpen, statt miteinander?


Dem gibt es nichts mehr hinzuzufügen!

liebe Grüsse ... Patrick
Tom O'Toole says: 'Don't complicate your life!'
----------
No ahorcad Galgos!
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Jimmy Jazz
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Beitragvon finchenphoebe » 02.02.2010 15:48

Im Sommer 2008 verstarb meine Seelenhündin Fienchen.
Erst wollte ich niiiieee wieder einen Hund haben. Aber nach einiger Zeit merkte ich, es geht nicht ohne.

Da ich den Hund Hund mit ins Büro nehmen wollte, mußte es eine Hündin sein, da bereits ein Rüde da war, der nur mit Hündinnen klar kam. Rasse, Alter, Größe und Herkunft waren uns schnuppe!

Tierheim 1: ich habe mich in eine Hündin verguckt. Auf unsere Anfrage kam: "ich glaube, die Hündin ist vermittelt!" Wir fragten, ob er denn mal nachsehen könnte, kam "ja, rufen Sie nächste Woche Montag noch mal an, dann kann ich Ihnen genaueres sagen! :zensur:

Tierheim 2: wieder ne süße Maus! Ich bin zum hin "Mitarbeiter" und wollte näheres erfahren. Antwort. "Ich habe jetzt Mittagspause! Entweder sie warten halbe Stunde, oder kommen zur nächsten Besuchszeit!"
Wir haben uns in der Wartezeit umgesehen. Es gab für je 2 Hunde einen relativ großen Auslauf mit Sandecken, gefüllten Pools und volle, saubere Futterstellen.
Nach einer Stunde habe ich den "Mitarbeiter" gesucht und gefunden. Er hatte wieder keine Zeit.

Tierheim 3: ich wollte einige Dinge von Finchen nicht einfach so entsorgen. Bin mit dem Bürokörbchen und ner vollen Futtertonne (Arden Grange) ins benachbarte Tierheim. Das Körbchen wurde auf einen Riesenhaufen bereits vorhandener Körbchen geschmissen, das Futter wollte man ohne Deklaration nicht annehmen!

So!

Und dann habe ich Phoebe (ehemals "Atina") auf einer Auslandsorga-Seite gesehen!!! Sie saß in einer Tötungsstation und hatte nur noch wenige Tage!

Eine Woche später haben wir unsere Maus vom Flughafen abgeholt.
Es war die beste Entscheidung und ich würde es immer wieder so machen!


Wir haben einige Baustellen, an denen wir gerne arbeiten (Fremde Menschen, laute Geräusche, andere Hunde...!

Aber wenn ich meine Muckel sehe, wie sie mit allen vieren in der Luft entspannt auf der Couch liegt, sie sich in brenzligen Situationen an mir orientiert, das Leben genießt, dann weiß ich, ich habe es richtig gemacht.

Und ich habe auch kein schlechtes Gwissen, wenn ich regelmäßig Sach- u. Futterspenden ins Ausland schicke, nachdem man es "hier" nicht haben wollte!

Und wenn jemand argumentiert, er hätte kein Verständnis dafür Auslandshunde "heranzukarren", dem zeige ich gerne mal meine aufgeblühte, dankbare Maus.

Gar keine Frage - es bedarf auch hier bei uns ne Menge Hilfe, aber ich denke, es steht in keiner Relation!

LG

Melanie mit Phoebe
finchenphoebe
 
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