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Korrektur und Lob beim Mantrailing

Alles rund um Nasenarbeit.

Moderator: DF-Mods

Beitragvon naijra » 26.08.2010 19:16

Solange ich Dog Training mache, wird auch gelobt und korrigiert - schliesslich muss der Hund erst lernen, was er tun soll, und was er beim trailen lassen soll. Ich kann ihm nicht am Schluss das Bewertungsblatt vorlesen, er braucht das Feedback sofort. Hat der Hund also ein schwieriges Problem sauber gelöst, gibt es ein ruhiges verbales Lob. Auch wenn der Hund abgelenkt ist, und dann doch an die Spur andockt, wird diese Entscheidung als gewünscht bestätigt.

Umgekehrt gibt es eine Korrektur, wenn der Hund sich intensiv einer Nebenbeschäftigung widmet und darob die Spur vergisst. Katzen jagen und Mäuse buddeln sind nicht erwünschte Tätigkeiten beim trailen, und das muss ich dem Hund ja irgendwie mitteilen.

Bei sehr kurzen Trails ist dies nicht nötig, da liegt die Bestätigung im Finden der gesuchten Person (das ist natürlich auch bei langen Trails das ultimative Highlight).
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Beitragvon Trash83 » 26.08.2010 19:23

naijra hat geschrieben:Solange ich Dog Training mache, wird auch gelobt und korrigiert - schliesslich muss der Hund erst lernen, was er tun soll, und was er beim trailen lassen soll. Ich kann ihm nicht am Schluss das Bewertungsblatt vorlesen, er braucht das Feedback sofort. Hat der Hund also ein schwieriges Problem sauber gelöst, gibt es ein ruhiges verbales Lob. Auch wenn der Hund abgelenkt ist, und dann doch an die Spur andockt, wird diese Entscheidung als gewünscht bestätigt.

Umgekehrt gibt es eine Korrektur, wenn der Hund sich intensiv einer Nebenbeschäftigung widmet und darob die Spur vergisst. Katzen jagen und Mäuse buddeln sind nicht erwünschte Tätigkeiten beim trailen, und das muss ich dem Hund ja irgendwie mitteilen.

Bei sehr kurzen Trails ist dies nicht nötig, da liegt die Bestätigung im Finden der gesuchten Person (das ist natürlich auch bei langen Trails das ultimative Highlight).


Klar, muss ich zu Anfang dem Hund erst vermitteln was er da überhaupt tun soll! Und das mache ich ganz klar über die Motivation und auch über vielll Belohnung und Lob!

Aber meinst du da in der Phase nachdem den Hund wirklich verstanden hat um was es geht, soll ich ihn loben während dem Trail??
Sehe das nicht so, da ich beim trailen ja eigentlich (außer am Anfang bei der Motivationsarbeit) nicht weiß wohin sich die Person versteckt hat. Ich denke halt wenn ich den Hund dann zu viel lobe, wenn er auf der Spur ist, dann erwartet er dieses Lob später zu Bestätigung. Verstehst du was ich meine?? Ich will ja das der Hund so gut es geht selbstständig arbeitet beim trailen und sich nicht auf mich verlässt.

Bei dem Rest gebe ich dir aber komplett Recht! Klar, korrigiere ich, wenn Kanninchen gejagt werden, Freizeitbeschäftigungen usw. nachgegangen werden. Er soll sich ja auf trailen konzentrieren und nicht abgelenkt sein. Auch lobe ich sie natürlich, wenn sie nach dem Kanninchen schaut, aber dann sich doch dazu entschließt weiter zu arbeiten, das ist auch klar.
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Beitragvon naijra » 26.08.2010 22:34

Trash83 hat geschrieben:Aber meinst du da in der Phase nachdem den Hund wirklich verstanden hat um was es geht, soll ich ihn loben während dem Trail??
Sehe das nicht so, da ich beim trailen ja eigentlich (außer am Anfang bei der Motivationsarbeit) nicht weiß wohin sich die Person versteckt hat. Ich denke halt wenn ich den Hund dann zu viel lobe, wenn er auf der Spur ist, dann erwartet er dieses Lob später zu Bestätigung. Verstehst du was ich meine?? Ich will ja das der Hund so gut es geht selbstständig arbeitet beim trailen und sich nicht auf mich verlässt.

Nein - wenn der Hund wirklich verstanden hat, ist der Trail selbst Bestätigung genug! Aber woher willst du wissen, wann der Hund alle Spielregeln des MT wirklich verinnerlicht hat? Rhian weiss, worum es letztlich geht - an den Spielregeln schraubt und testet sie aber noch des öftern. Genau deshalb verlange ich, dass ich bei entsprechenden Trainings entweder selber den Trailverlauf kenne, oder vom Flanker sehr präzise richtig-falsch-Informationen erhalte.. Denn lieber lobe ich gar nicht, ans dass ich den Hund auf die falsche Spur lobe....
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Beitragvon Trash83 » 26.08.2010 22:39

naijra hat geschrieben:
Trash83 hat geschrieben:Aber meinst du da in der Phase nachdem den Hund wirklich verstanden hat um was es geht, soll ich ihn loben während dem Trail??
Sehe das nicht so, da ich beim trailen ja eigentlich (außer am Anfang bei der Motivationsarbeit) nicht weiß wohin sich die Person versteckt hat. Ich denke halt wenn ich den Hund dann zu viel lobe, wenn er auf der Spur ist, dann erwartet er dieses Lob später zu Bestätigung. Verstehst du was ich meine?? Ich will ja das der Hund so gut es geht selbstständig arbeitet beim trailen und sich nicht auf mich verlässt.

Nein - wenn der Hund wirklich verstanden hat, ist der Trail selbst Bestätigung genug! Aber woher willst du wissen, wann der Hund alle Spielregeln des MT wirklich verinnerlicht hat? Rhian weiss, worum es letztlich geht - an den Spielregeln schraubt und testet sie aber noch des öftern. Genau deshalb verlange ich, dass ich bei entsprechenden Trainings entweder selber den Trailverlauf kenne, oder vom Flanker sehr präzise richtig-falsch-Informationen erhalte.. Denn lieber lobe ich gar nicht, ans dass ich den Hund auf die falsche Spur lobe....


Ok, dann hatte ich dich zu Anfang falsch verstanden! Das sehe ich auch so! Klar, muss der Hund neue Dinge erstmal verstehen und erlernen! Da lobe ich auch auch, klar.
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Beitragvon Maanu » 27.08.2010 06:24

Azalee hat geschrieben:Wenn unser Hund lange in die falsche Richtung läuft, also definitiv nicht mehr als Kontrollgang, dann gehe ich langsam rückwärts. Dadurch ist mein Hund immer noch vor mir und führt quasi selbst, die Einwirkung ist also nicht so groß, wie wenn ich mich umdrehen würde. Ich laufe dann rückwärts bis zur Stelle, wo die Spur noch stimmte, und gebe dann die Gelegenheit richtig abzubiegen.


und woher weißt du im Normalfall, wo derjenige, den ihr sucht, her gegangen ist? :???:
Liebe Grüße
Manu mit Knuddeltier Kira und Energiemonster Luna


Die "Macken" deines Hundes sind nur seine Eigenschaften, die du nicht zu schätzen weißt !
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Beitragvon Azalee » 27.08.2010 06:46

Maanu hat geschrieben:
Azalee hat geschrieben:Wenn unser Hund lange in die falsche Richtung läuft, also definitiv nicht mehr als Kontrollgang, dann gehe ich langsam rückwärts. Dadurch ist mein Hund immer noch vor mir und führt quasi selbst, die Einwirkung ist also nicht so groß, wie wenn ich mich umdrehen würde. Ich laufe dann rückwärts bis zur Stelle, wo die Spur noch stimmte, und gebe dann die Gelegenheit richtig abzubiegen.


und woher weißt du im Normalfall, wo derjenige, den ihr sucht, her gegangen ist? :???:

Der "Normalfall" ist bei uns, dass unsere Trainerin mitläuft, die den Trail kennt. Unser Hund befindet sich ja auch in der Ausbildung, sie ist noch kein Profi.

Es ist z.B. auch eine wichtige Aufgabe des HFs, den Hund richtig lesen zu können. Z.B. muss ich erkennen können, wenn mein Hund von der Spur abgekommen ist (Kreisen etc.). Das erläutert unsere Trainerin u.a. während der Suche, sie kann durch ihre Erfahrungen z.B. kurze Blicke meines Hundes oder andere geringe Tendenzen besser deuten und gibt mir entsprechende Tipps.
Viele Grüße,
Christiane
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Beitragvon Fräuleinwolle » 27.08.2010 08:00

Ich mache ja kein Mantrailing, sondern "nur" Fährte. Da ist es einfach:

Tadeln ist unnötig, weil ja lange lange Leckerlis/Futter auf der Fährte liegen und das für den Hund die Bestätigung ist, daß er richtig ist und es gut macht.
Kommt der Hund von der Fährte ab, wartet man einfach, bis er selbst wieder drauf findet und er holt sich seine Belohnung durch das nächste gefundene Leckerlis selbst. Großartige Belohnung am Ende gibt es da nicht, damit der Hund die Fährte sauber läuft und die Fährte selbst die Bestätigung ist.

Mantrailing stelle ich mir irgendwie komplizierter für das Hund-Mensch-Team vor, weil ich mich auf den Hund verlassen wollen würde, also er sollte selber suchen und ich würde ihm nicht helfen wollen, aber wer weiß dann, zumindest am Anfang, was genau der Hund sucht? Das ist bei der Fährte einfacher, weil da die Leckerli-Spur dem Hund zu Anfang sagt, was richtig ist, er also von vorneherein lernt, sich nur auf seine eigene Nase zu verlassen...

Hat wer nen Hund, der erst Fährte und dann Mantrailing gelernt hat?

Würde mich mal interessieren....
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Hab Bluey Lieb

Jabba auch....
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Beitragvon arnie » 28.08.2010 16:40

@FrlWolle

Ja meine Schäferhündin. Ich habe sie mit gut 4 Jahren übernommen und vor meiner Zeit hat sie im Rahmen des VPG (SCHH 1 und 2 hat sie) Fährte gemacht und auch irgendeine gesonderte Fährtenprüfung.

Wir versuchen uns seit einiger Zeit am MT.
VG

Arnie
Hera DSH 03.07.2002
Atze Großpudel 11.06.2009
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Beitragvon Fräuleinwolle » 28.08.2010 18:45

Und? Hast Du das Gefühl, daß sie es eher schneller versteht oder es eher schwieriger für sie ist mit ihrem "Vorwissen"??
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Beitragvon carinajoy » 28.08.2010 19:09

Bei uns in der Gruppe haben wir einen Hund der vorher schon bei der Bergrettung war(ich werd nochmal nachfragen welche Art von Suche das war).
Auf jeden Fall laeuft er jetzt schon Mantrailing Einsaetze...im Fruehling haben sie mit Mantrailing angefangen...Das ist aber nicht die Regel dass das so schnell geht...
carinajoy
 

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