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Alles rund um Welpen & Junghunde.

Moderator: DF-Mods

Beitragvon naijra » 26.12.2009 14:47

muecke hat geschrieben:Was mach ich mit nem Hund, der sich draussen weder für Spielen, für Futter, für Säuseln, für Toben, für Rennen, für sonstwas interessiert ?
Der einfach nur den Kontakt zum anderen Hund will ? Der einfach nur DA VORNE gucken will, wer da grad lang gelaufen ist ?

Den muss ich zwangläufig hungern lassen, oder ?
Oder wie würdest du diesen Hund motivieren, bei dir zu bleiben ? Wie würdest du diesen Hund motivieren, Fuss zu laufen, weils grad angebracht ist ?

Was der Hund als Belohnung empfindet, bestimmt der Hund! Man kann zwar etwas nachhelfen (wie mit dem Hunger) und bestimmte Belohnungen auftrainieren, aber das braucht Zeit. Wenn der Hund zu andern Hunden will, oder DA gucken/schnüffeln, dann motivier ihn damit. So lernt er, dass er die Dinge, die er tun möchte, durch Kooperation erreichen kann.
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Beitragvon muecke » 26.12.2009 15:15

Das habe ich bereits getan, sonst könnte ich Mücke nicht 100 %ig offline laufen lassen :gut:

Mücke weiss bereits, dass er durch gute Mitarbeit genau das bekommt, was er will.
Aber mit Futter hat das recht wenig zu tun :D
Meine Frage bezog sich auch auf das Thema mit der Futterbelohnung.
Und auch mein Kleiner lernt nicht ausschließlich über Futter. Er bekommt klare Vorgaben und Grenzen, drinnen und draussen.
Und wenn der partout nicht auf mich achtet, kommt er an die Leine :hust:
LG
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Beitragvon naijra » 26.12.2009 15:46

Ach so, es ging eher darum, ob der Hund lernen kann, Futter als Belohnung erstrebenswert zu finden?

Kann er, das ist bei meiner so gegangen. Aber es wird sicher nicht bei allen gleich schnell oder nach dem gleichen "Rezept" funktionieren. Etwas Hunger ist sicher hilfreich, aber bei Rhian war der Futterbeutel wichtiger. Daraus hat sie eher gefressen als aus der Hand. Dann war und ist es noch immer wichtig, die Ablenkung langsam aufzubauen. Anfangs so gering, dass Putenwurst oder Käse grad noch genommen wurde, dann hat sich das langsam gesteigert. Inzwischen nimmt sie sogar in Gegenwart von Katzen was. Bei Fasanen nicht.

Auch Belohnungsranglisten können sich verändern. Denn was passiert bei einer Belohnung? Es kann sein, dass der Hund einfach ein primäres Bedürfnis befriedigt. Aber darüber hinaus verbessert er auch sein emotionales Befinden - und das ist oft trainierbar.
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Beitragvon Fräuleinwolle » 26.12.2009 16:40

Korrektur ist immer Meideverhalten.

Der Hund tut dies, weil sonst jenes passiert. Ist jenes was positives, nennt man es Motivation. Ist jenes was negatives, nennt man es Meideverhalten, weil er dies nur tut, um jenes zu vermeiden.

Bestimmte Dinge "sichere" ich durch Meideverhalten ab, aber erziehen oder ausbilden möchte ich einen Hund so nie. Und wenn er hungern muß, muß er hungern. Es ist ja nicht, um ihn zu quälen, sondern weil ich ihm dann wenn er auf die Motivation anspricht erst deutlich machen kann, daß es sich lohnt mit mir zusammen zu arbeiten.

Wie Rhian schrieb: Die Belohnung bestimmt der Hund. Hat man jedoch nen Hund, den nix interessiert, weil er einfach selber bestimmen will, muß ich über Meideverhalten gehen oder halt wirklich übers Fressen, denn fressen muß nun mal jeder Hund.
Zumal ich gerade auch übers Futter viele Spiele, viele Sozialkontakte einbauen und aufbauen kann. Ganz sicher nicht nur über Futter, aber ich höre so oft: Den interessiert draußen gaaaar nix...
Und wie gesagt, bevor ich so nen Hund über Meideverhalten erziehe/ausbilde, hat er Hunger und lernt mit Futter. Ein Hund rafft ja super schnell, um was es geht und wird dann innerhalb kürzester Zeit satt, aber eben mit und bei mir...
Fräuleinwolle
 

Beitragvon muecke » 26.12.2009 17:03

Du meinst allen ernstes, einen Hund wie Mücke würdest du tagelang hungern lassen, bis der wirklich für Futter "weich" wird ? Wenn du ausschließlich über positive Bestärkung arbeiten willst ( ich red jetzt mal von MÜcke ), dann müsstest du ihn mind. 2 Tage hungern lassen.

Ich setzt natürlich nicht erst draussen an, wo der Hund mich nicht mehr wahrnimmt, natürlich lernt der Hund schon drinnen Grenzen und er lernt, auf mich zu achten.

Und ganz ehrlich, bevor ich Mücke hungern lasse, sag ich ihm ein ordentliches "Bursche !!!!!!!" und dann ist gut. Wenn du das bereits so schlimm findest, dann mach ich jeden Tag ganz viele schlimme Dinge mit meinen Hunden.
LG
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Beitragvon Fräuleinwolle » 26.12.2009 17:06

Die Balance muß stimmen. Dann paßt es...

Meine kriegen auch Ansagen, aber sie werden damit nicht erzogen und nicht ausgebildet. Das ist mehr oder weniger nur ne Erinnerung. Basis ist immer ne Ausbildung/Erziehung über die Motivation. Und klar gibt es Situationen, wo ich sie mal erinnere, daß da was war. Wenn ein Hund weiß, was zu tun ist, dann verlange ich das auch von ihm. Aber ich muß mir sicher sein, daß er es sicher weiß. Ansonsten tue ich ihm Unrecht. Kann nichts verlangen, was er nicht gelernt hat. Lernen tut er über Motivation.
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Beitragvon muecke » 26.12.2009 17:56

Ne, Bandit hat die Küche als Tabuzone nicht über Motivation kennengelernt, sondern durch Korrektur.
Ich hab ihm auch kein Leckerchen gegeben, wenn er vor der Schwelle sitzen blieb. Ich hab ihn verbal mal bestätigt, aber auch nicht überschwenglich.

Heute bleibt er sicher aus der Küche raus, egal wer an ihm vorbei rein läuft, egal, welches Futter dort rum liegt, egal, ob ich anwesend bin oder nicht.

Von daher würd ich sagen, dass ich meine nicht ausschließlich über Motivation erziehe.
LG
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Beitragvon Fräuleinwolle » 26.12.2009 18:07

ja, stimmt. Da muß ich Dir wohl recht geben. Auch bei mir gibt es Dinge, die ich nicht über Motivation mache. Küchenanrichte anspringen z.B. Da darf er auch ruhig Respekt vor mir haben. Aber draußen möchte ich schon, daß der Hund mit mir zusammen gehen MÖCHTE, nicht nur muß.
Aber im Grunde kommen wir damit doch wieder zum selben: Die Balance muß stimmen. Und dann gibt es auch schon noch nen feinen Unterschied zwischen Erziehung und Ausbildung. Erziehung ist das, was sitzen MUSS. Das ist im Grunde das Zusammenleben. Tabus und eben Privilegien sozusagen. Ausbildung ist alles andere: Kommandos befolgen, Kunststückchen wie Sitz oder Platz machen, usw...
Ach, es ist schwierig zu beschreiben... Für jeden ist ja auch etwas anderes wichtig, was er somit mehr oder minder durch setzt oder bestätigt.. Kommt auch auf den Hund an usw...
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