von La_Bella » 12.12.2011 15:52
Also meine Hunde kommunizieren mit allem, was du genannt hast.
Wenn meine Große mal gaanz dringend muss und Durchfall hat, fängt sie an, mich ganz penetrant zu belästigen, d.h., sie legt sich z.B. im Bett quer übers Kopfkissen, legt sich auf oder über mich und schlabbert mir sehr wild durchs Gesicht ... d.h., sie macht irgendwas, was mich absolut stört und mir nicht passt.
Dann weiß ich: Mia hat Durchfall und muss raus.
Wenn sie beim Gassigehen ungeduldig wird und weiter laufen will, während ich kurz stehen geblieben bin, dann fiept sie herzzerreißend, was heißen soll: "Frauuuchen schnell, ich will weeeiiiiterrr."
Auch wenn sie auf dem Sofa gestreichelt werden will, ich ihrem (ständigen) Bedürfnis nach Wellness und Massagen aber nicht nachkomme, dann stöhnt sie gequält, als wolle sie sagen: "Iiiccch aaarmer Huuund, iiicchh aaarmer Huuund".
Aber sie stöhnt auch vor Wonne, WENN sie dann endlich gestreichelt wird. Hier ist es aber ein hingebungsvolles, zufriedenes Stöhnen, das andere ist ein forderndes, daher höher in der Tonart.
Ansonsten kommuniziert sie auch mit ihrem ganzen Körper. Werde ich sauer, duckt sie sich und zieht den Schwanz ein, beobachtet mich genau, wedelt dabei aber im Zeitlupentempo mit dem Schwanz auf Halbmast, um beim kleinsten Anzeichen von Freundlichkeit in meinen Gesten auf mich zuzustürmen und "in mich reinzukriechen" mit einem "ist-alles-wieder-gut?-Kuschelanfall" ....
Wenn sie keine Lust hat, ein Kommando auszuführen aber trotzdem ans Leckerchen will, wedelt sie mit der Pfote, was heißt: "Rück schon raus, Frauchen".
Stinkt ihr etwas, z.B. wenn ich sie draußen vom Mauseloch wegziehe, dann schnaubt sie genervt und empört.
Ich könnte noch viel aufzählen ...
Meine Kleine kommunziert auch über Laute, allerdings nur, wenn es ihr zu langsam geht, wenn ich ihren Futternapf fülle. Dann reagiert sie mit gequältem gequängeltem Gejaule .... das heißen soll "och menno, ich habe Hunger, oooocccchhhh menno, das dauert sooo lang". Man hat dann das Gefühl, der arme Mops steht kurz vor dem Hungertod und bekommt ein megaschlechtes Gewissen, wenn man auch noch eine Karotte dazu raspelt und dadurch die Wartezeit verlängert.
Und wenn ich dann ENDLICH nach gefühlten Stunden ein paar Minuten später den Napf hinstelle, dreht sie sich mehrfach im Galopp im Kreis und bellt empört dazu, was heißen soll: "Na endlich, so ne Frechheit, hat das lang gedauert."
Sie kommuniziert auch mit dem Körper, zeigt aber auch viele der typischen Beschwichtigungssignale.
Wenn sie keine Aufmerksamkeit bekommt, aber gerne welche hätte, grunzt sie dezent aber unüberhörbar. Klappt fast immer und jeder wendet sich ihr amüsiert zu.
Wenn sie z.B. auf ihren Platz geschickt wurde und nicht aufstehen soll, aber doch zu jemandem oder etwas hingehen möchte, schleicht sie sich "auf leisen Sohlen" davon, wie eine Katze, die dabei ist, sich an ein Mauseloch anzupirschen ... so als könne man sie dabei nicht sehen .... Entdecke ich sie, zieht sie den Schwanz ein und duckt sich und trollt sich wieder auf ihren Platz zurück.
Auch sie hat das halbe Schwanzwedeln im Zeitlupentempo gut drauf, für den Fall, dass es doch eine Belohnung gibt für irgendwas ...