Danke,ich hab jetzt verstanden,was du meinst.
Mein Hund ist ein "Hundehasser",d.h. er bellt andere Hunde an und schnappt auch zu,wenn er Gelegenheit dazu hat.Dabei ist es egal,ob er an der Leine ist,oder nicht.Diese Verhalten zeigt er überwiegend nur,wenn wir spazieren gehen und uns ein Hund entgegenkommt.Dabei spult er sein Verhalten schon fast reflexartig ab.
Wenn er sich ohne Leine in einer größeren Hundgruppe befindet,ist es zwar besser,aber er sucht auch dort gerne Streit.Das heißt,im günstigsten Fall provoziert er den anderen Hund nur und der andere Hund hat keine Lust auf eine Schlägerei und verdrückt sich oder beschwichtigt ohne Ende.Es gibt aber auch Hunde,die es drauf ankommen lassen.Manchmal spart sich mein Hund auch das "Vorspiel" zum Kampf und greift den Hund sofort an.Nachdem seine bevorzugten Opfer große Hunde sind und meiner nur 15kg wiegt,ist das für ihn nicht ganz ungefährlich.Mal ganz abgesehen davon,daß er den anderen Hund auch verletzten kann.
Deshalb haben wir erst mal ein paar (ich glaube 6 waren`s) Einzelstunden bei einer Verhaltenstherapeutin genommen.Jetzt klappt es ganz gut mit Halti und Leine,an anderen Hunden vorbei zu kommen und manchmal auch ohne Halti.
Weil es nun schon so gut geht,haben wir ganz normale Gruppenstunden.Dort soll er sich daran gewöhnen auch in Anwesenheit vieler Hunde mit mir zu arbeiten.Außerdem darf er auch mit den Hunden zusammen frei laufen,die die Verhaltenstherapeutin für geeignet hält.Deshalb bin ich im Hundeführerscheinkurs.
In einem Verein hätte ich diesen "Service" nicht,d.h. der Hundetrainer dort kennt mich und meinen Hund nicht und kann nicht so gut auf unser Problem eingehen.Viele normale Hundetrainer auf Hundeplätzen kennen sich mit Problemverhalten auch nicht so gut aus oder unterschätzen es einfach.
Deshalb ist das mit dem Verein noch Zukunftsmusik.Erst mal bleiben wir in dieser Hundeschule und üben brav das "Steh"
Liebe Grüße,Christiane