Und genau das ist der Punkt: die Leute machen einfach, klären aber nichts ab. Am Ende wird gejammert, dass der Hund nicht mehr mit darf.
Ich habe letzten Monat eine Klasse beobachtet, die einen Hund drinnen hatten. Das hatte nichts mit seriöser tiergestützter Arbeit zu tun, sondern mit Selbstdarstellung. Das Belohnungssystem für die Kinder war ungerecht und die Lehrerin einfach nur fies gegenüber den Kindern. Hätte ich welche - bei dieser Person würden sie keine Sekunde bleiben müssen.
Nicht jeder Hund ist geeignet, auch wenn das immer noch nicht in allen Köpfen angekommen ist. Genauso wie die Tatsache, dass es Kinder gibt, die Hund nicht mögen. Und auch das muss man akzeptieren. Vor allem wenn man mit Menschen mit Migrationshintergrund arbeitet, kann man nicht erwarten, dass sie sich über einen Hund ein Loch in den Bauch freuen.
Ständig dabei sein sollte der Hund eh nicht. Einerseits weil es Stress ist. Andererseits weil so ein geregelter Unterricht schwierig wird.
Das es eine positive Wirkung auf MANCHE Kinder hat, möchte ich aber nicht abstreiten. Aber es muss ein Konzept dahinter stehen. (Ja, ich wiederhole mich

)
*Wilma Wolf*
Ich möchte ja auch Lehrerin werden, unter anderem für das Fach Biologie. Was passt besser in den Biosaal als ein echtes Tier?
Biologen beschäftigen sich nicht wirklich mit Tieren. Im Grundstudium hast du Physik, Chemie (anorganisch, organisch), Mathe (obwohl das mit dem BA wohl geändert wurde). Mit Tieren an sich hast du eigentlich nichts zu tun - es sei denn du spickst sie auf eine Nadel, forschst an ihnen (z.B. weil du ihre DNA veränderst) oder schneidest sie auf. Und ja, das gibt es noch an manchen Unis.