Hi
Ich würde es auch mit festen Fütterunsgzeiten versuchen und den Napf dann nach 10 Minuten wegstellen. Aber das ganze bitte nur mal 24 Stunden versuchen.
Mäkeln ist immer (meine Meinung) anerzogen. Deshalb: hart bleiben. Keine Katze verhungert vor dem vollen Napf.
Eigentlich schade, dass man solche Sätze immer noch von Leuten (und auch noch offensichtlich Katzenbesitzern) hört.
Eine Katze kann man nicht mit einem Hund vergleichen. Einem Hund macht es nichts aus, wenn er mal ein paar Tage hungert. Für eine Katze können ein paar Tage tödlich sein.
Katzen haben einen extrem hohen Einweißbedarf. Wenn sie, aus welchen Gründen auch immer, über einen gewissen Zeitraum nichts fressen, fangen sie an, körpereigenes Eiweiß abzubauen. Dabei wird Körperfett abgebaut und flutet sozusagen die Leber. Die Fettsäuren können nicht abgebaut werden und sammeln sich, womit die Leber überfordert ist. Dadurch wird die Leber geschwächt und kann den Körper nicht mehr ausreichend entgiften. Die Giftstoffe reichern sich an, die Leberwerte steigen und (und damit fängt ein Teufelskreis an), der Katze wird übel und sie verliert ihren Appetit.
Das ganze kann dann innerhalb kürzester Zeit zu einem Leberversagen führen (und damit zum Tod der Katze).
Das ist leider ein sehr häufiges Krankheitsbild bei Katzen und wird hepatische Lipidose genannt.
Und das Krankheitsbild sieht man leider auch häufig bei Katzen, deren Besitzer auch der Meinung waren, dass eine Katze vor einem vollen Napf schon nicht verhungert, oder die glaubten, eine übergewichtige Katze mal eben durch ein paar Tage Nulldiät abzuspecken, nach dem Motto "so schnell verhungert die nicht, die hat ja noch Reserven".
Klar, verhungern tun die Katzen nicht, sie sterben vorher am Leberversagen.
Deswegen sollte man eine Katze niemals länger als 24 Stunden hungern lassen! Wenn sie bis dahin das Futter nicht angerührt hat, dann muss man eben wieder auf das zurückgreifen, das sie frißt.
Nicht umsonst ist eine Futterumstellung bei Katzen eine sehr sehr langwierige und schwierige Prozedur.
liebe Grüße
Steffi