JudithD hat geschrieben:Wakan hat geschrieben:
Es kommt darauf an ob der Trieb hormonell bedingt ist, oder ob der Auslöser im Gehirn selbst verankert ist.
Würdest Du uns das bitte mal genauer erklären?

Das lässt sich anhand dem Verhalten von Hündinnen bzw. Alkoholismus und Placebo erklären.
Der normale Weg bei unkastrierten Hunde ist der, das Hormone der läufigen Hündin wahrgenommen werden. Diese sorgen beim Rüden für die Ausschüttung sexuell stimulierender Hormone.
Diese Stimulanzen sind aber nach einer gewissen Zeit nach der Kastration, in der Form nicht mehr vorhanden.
Ähnlich wie beim Alkoholismus reicht schon die Erwartung einer Wirkung aus, um Glückshormone zu produzieren. Ebenso bei Placebos. Es wird eine Wirkung erwartet, die zur Ausschüttung bestimmter Hormone führt.
Im Standard ist der Trieb also von der Wirkung der Stimulanzen abhängig. Dieser Weg wird einfach umgangen, in dem schon vorher Glückshormone produziert werden, die dann instnktiv mit dem Akt in Verbindung gebracht werden und schließlich erst zum Akt führen.
Ich bin überzeugt, das dies bei Hunden, ebenso wie beim Menschen, zu einer regelrechten Sucht führen kann.
Wie bei einer Hündin. Der Hormonspiegel einer läufigen Hündin sinkt nach dem Deckakt, sobald die Hündin glaubt aufgenommen zu haben. Es ist dabei unerheblich, ob der Rüde intakt oder kastriert ist. Bei manchen kastrierten Rüden ist es umgekehrt. Der Hormonspiegel bleibt konstant bzw. erhöht sich sogar. In etwa vergleichbar mit Sexsucht oder der Befriedigung bestimmter sexueller Praktiken. Ausschlaggebend sind nicht die Sexualhormone selbst, sondern bestimmte Endorphine( körpereigene Opiate).