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Leichtfüßig wie Windhunde und klug wie Border Collies - seit Jahrtausenden verlassen wir uns auf ihre Fähigkeiten, züchten und formen Hunde. Der Film beleuchtet die Beziehung von Mensch und Hund.
Vom Chihuahua bis zur Deutschen Dogge - was Form und Größe betrifft, ist der Hund das vielgestaltigste Landwirbeltier. Etwa 400 Rassen gibt es weltweit, doch die Methoden einiger Züchter werden für viele Hunde zur Qual. Dieser Film beleuchtet die Beziehung von Mensch und Hund über die Jahrhunderte: Macht es Sinn, die Nachfahren des Wolfes heute als Schoßhündchen zu halten?
Im Orient wurden die grazilen Windhunde, wie wir sie bis heute kennen, schon vor über 6000 Jahren gezüchtet. Der persische Windhund, der Saluki, ist ein perfekter Jagdhund in der Wüste: Mit seinen langen Beinen und schmalem Körper hetzt er seine Beute bis zur Erschöpfung. Einst teilten die Nomaden mit den edlen Hunden sogar die Zelte, bis heute werden die Salukis im Nahen Osten hoch geachtet - und inzwischen weltweit gezüchtet.
Der einstige Zweck der Salukis - nämlich den Nomaden bei der Jagd zu helfen und somit ihr Überleben zu sichern - spielt bei der modernen Hundezucht kaum noch eine Rolle. Bei den meisten Rassehunden geht es heute darum, Tiere mit bestimmtem Aussehen zu züchten: Exakte Kopf- und Körperform sowie die Fellfarbe erscheinen wichtiger als ihre Fähigkeiten zur Hasenjagd. Hunde dienen heute vor allem als Statussymbol oder Freizeitbeschäftigung, ihre Talente als Helfer und Beschützer treten immer weiter in den Hintergund.
Vor etwa 150 Jahren löste ein Bild von Queen Victoria mit einem Pekinesen im Arm in England die kollektive Sehnsucht nach Schoßhündchen aus. Seitdem beschäftigen sich Hundezüchter weltweit damit, Hunde für jeden Geschmack des Menschen zu formen. Ob groß wie die Deutsche Dogge oder klein wie der Chihuahua, mit spitzer Schnauze oder Unterbiss wie bei der Bulldogge: Gezüchtet wird, was gefällt. Dass die Zucht extremer Formen - wie kurze Vorderbeine und übermäßig großer Kopf bei Bulldoggen - viele Rassehunde krank macht, trat lange in den Hintergund. Erst allmählich scheinen Züchter und Halter zu erkennen, dass sie mehr Verantwortung für Gesundheit und Zukunft ihrer Tiere übernehmen müssen, um die einzigartige Beziehung zwischen Mensch und Hunde dauerhaft zu bewahren.
Auch wenn die ursprüngliche Bedeutung von Hunden als Wächter und Jagdhelfer immer geringer wird - es gibt noch viel zu lernen über die untentdeckten Talente unserer treuesten Weggefährten auf vier Pfoten.




