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Jäger = Hundehasser?

Was sonst nirgendwo reingehört.

Moderator: DF-Mods

Beitragvon unforgettable » 14.02.2007 15:35

Andy hat geschrieben:Hallo.
Also die Story hat mir geade mein Kollege erzählt. Eltern gehen mit zwei Kindern und Hund von der Alm in Richtung Tal. Kinder und Hund ca. 500m vor den eltern. kommt Jäger, nimmt Kindern den Hund weg, bindet den an den Baum und erschießt ihn, vor den Augen der Kinder. Ist doch wahnsinn, oder?
LG Ina


Ob das so stimmt? Erzählt wird ja viel...
Franziska und Drama-Queen Jette.

Kinder sind ein schlechter Hundeersatz.
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Beitragvon Andy » 14.02.2007 15:40

Jäpp, das stimmt. Habe es auch schon eher von jemand anderem gehört und erst auch gedacht, das stimmt ni,. aber woher sollen das zwei Leute wissen, die weit entfern von einander wohnen und sich überhaupt ni kennen?! Die Eltern haben den Jäger danach sofort angezeigt.
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Beitragvon RiotheRat » 14.02.2007 15:59

Das schöne an den Treibjagden ist wenn die Treiber (hübsch orange gewandet) klappernd durch's Unterholz tappern und nichts mehr finden was Sie aufscheuchen könnten.

Vorher hat jemand mit dem RC-Hubschrauber das Gebiet überflogen und mit der Kiste richtig Rabbatz gemacht. Wer zu spät kommt, ähm "treibt", wird vom Leben betraft.

Nächste Saison wird für die Aktion aber ein RC-Flugzeug herhalten müssen, der Hubi ist in der dänischen Nordsee abgesoffen.

RtR
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Re: Jäger = Hundehasser?

Beitragvon Do Khyi » 14.02.2007 16:16

Bob hat geschrieben:Ich bin auf dem Land aufgewachsen, da gab es auch einige Jäger, ich habe mich zwar nie groß damit beschäftigt, hate den Beruf Jäger aber schon eher positiv belegt.



Hi Bob,
soweit ich unterrichtet bin, gibt es leider den Beruf "Jäger" nicht!
Es würde wohl einiges anders (besser) aussehen, wenn ein Jäger die gleiche Ausbildung wie ein Förster durchlaufen müßte.
Weiß evtl. jemand ob jeder Förster einen Jagdschein haben muß :?: Das würde mich mal interessieren.

LG
Doris
Frage: Ist es ungesund, wenn der Hund beim Menschen im Bett schläft??
Antwort: Nein..., es sei denn, der Mensch ist krank, dann könnte er den Hund anstecken!

[frei nach Gert Haucke]
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Re: Jäger = Hundehasser?

Beitragvon Mischlinge » 14.02.2007 16:19

Do Khyi hat geschrieben:
Bob hat geschrieben:Ich bin auf dem Land aufgewachsen, da gab es auch einige Jäger, ich habe mich zwar nie groß damit beschäftigt, hate den Beruf Jäger aber schon eher positiv belegt.



Hi Bob,
soweit ich unterrichtet bin, gibt es leider den Beruf "Jäger" nicht!
Es würde wohl einiges anders (besser) aussehen, wenn ein Jäger die gleiche Ausbildung wie ein Förster durchlaufen müßte.
Weiß evtl. jemand ob jeder Förster einen Jagdschein haben muß :?: Das würde mich mal interessieren.

LG
Doris


Also mein Sohn wollte ja Förster werden und soweit ich weiß, muss sollte man diese Jagdausbildung mitmachen, muss aber nicht. Weil eben mein Sohnemann nicht auf Tiere schiessen wollte.
Allerdings hat der Beruf Förster leider keine Zukunft mehr, bzw. wissen viele nicht, wie es da weiter geht.
Daher fehlt meinem Sohn, jegliche Zukunftsorientierung mit Beruf :shock:
Tine

PS. kann mich aber auch irren
Was uns so fest mit Hunden verbindet, ist nicht ihre Treue, ihr Charme oder was es sonst noch so sein mag, sondern die Tatsache, daß sie nichts an uns auszusetzen haben.
Mischlinge
 
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Beitragvon unforgettable » 14.02.2007 16:22

Andy hat geschrieben:Jäpp, das stimmt. Habe es auch schon eher von jemand anderem gehört und erst auch gedacht, das stimmt ni,. aber woher sollen das zwei Leute wissen, die weit entfern von einander wohnen und sich überhaupt ni kennen?! Die Eltern haben den Jäger danach sofort angezeigt.


Mhm. Ich stell mir so vor, mir wäre das passiert: Ich gehe mit meiner 11jährigen Schwester mit dem Hund spazieren, sie mit Hund 500m vor mir. Aber halt halt, da wird's schon unrealistisch: Nie und nimmer lasse ich ein Kind mit dem Hund so weit vorlaufen, das ist nämlich fahrlässig und führt zu nichts Gutem.

Natürlich rechtfertigt das noch lange nicht die überzogene Reaktion des Jägers. Wahrscheinlich wäre ich im Affekt total ausgerastet und hätte den Typen mit der Leine stranguliert. Kann da überbordernd aufbrausen...
Franziska und Drama-Queen Jette.

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Beitragvon RiotheRat » 14.02.2007 16:28

Och - die Purschen schiessen gerne. Zitat: "Wenn ich diesen fuchsähnlichen Hund noch einmal hier im Wald sehe war's das für den Hund".

Stimmt schon, ein roter Shiba hat enfernte Ähnlichkeit mit einem Fuchs. Nur hat ein Fuchs seltenst eine orangene Warnweste an, und läuft auch meistens nicht an der Schleppleine durch die Pampas.

Die Buben schiessen halt gern. Warnweste und Leine kann man ggfls. dann auch diskret entsorgen. Etikettenschwindel mal anders rum - so wird aus einem gut erzogenen "Begleithund" ein "Wilderer".

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Re: Jäger = Hundehasser?

Beitragvon yane » 14.02.2007 16:55

Hi Bob,

Bob hat geschrieben:ich habe hier schon öfter ziemlich üble Beiträge über Jäger gelesen und muß sagen, daß ich überrascht bin. Ich wußte nicht, daß Jäger anscheinend keine Hunde mögen.


Es gibt bei Hundehaltern solche und solche, und ebenso gibt es bei Jägern solche und solche. Genauso wie die vielen verantwortungsbewussten Hundehalter, die ihre Hunde gut erziehen, sie nicht streunen lassen, den Kot wegmachen usw. gegenüber den Idioten unter den Hundehaltern nicht weiter auffallen, ist es mit den Jägern.

Seien wir ehrlich. Ein Posting mit "Heute wieder mal eine nette Begegnung mit dem hiesigen Jagdpächter gehabt" lockt doch keinen Hundehalter an den Computer. Das macht keine Stimmung, oder wenn, dann nur gute. Und wie das nun mal so ist, gutes, positives, nettes, .... Verhalten wird ignoriert.

Genauso wie der Grossteil der Hundehalter ihre Hunde so lange ignorieren, wie sie lieb und brav neben einem sitzen bleiben, herlaufen, .... und sofort mit Strafen kommen, wenn Hund nur einmal einen anderen Hund angrummelt, genauso ist es mit den Jägern. Die Jäger, die sich nett, freundlich, .... verhalten, werden ignoriert.

Aber wehe, ein Jäger benimmt sich daneben. Dann sind ALLE Jäger geldgeile, machtgeile, schießwütige Vollidioten.

Interessant dabei ist, dass der grösste Teil derjenigen, die sich hier jetzt über die bösen Jäger im Allgemeinen auslassen, sich richtig aufregen, wenn genauso verallgemeinernd alle Hundehalter als ignorante Deppen, die ihre Hunde permanent unbeaufsichtigt in der Gegend rumrennen, Joggern und Radfahrern hinterherrennen, Spaziergänger anspringen, .... lassen, bezeichnet werden.

Merkst Du was?

Verallgemeinerungen sind immer gut. Solange es nicht einen selbst trifft.

Im übrigen. Ich habe weder einen Jagdschein, noch habe ich jemals vor, irgendwas in der Richtung zu tun, noch habe ich im näheren Verwandten- und Bekanntenkreis Jäger.

Dafür habe ich bisher auch noch nie schlechte Erfahrungen mit Jägern machen müssen. Und die Jäger, die ich persönlich kenne, sind alle recht nette Leute, die ihre Hunde mögen und zuerst fragen bevor sie schiessen.

Viele Grüße
Cindy
yane
 
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Beitragvon Pandora » 14.02.2007 18:15

:hallo:

ich kann Pepples nur zustimmen, es gibt egoistische,ignorante Hundehalter (Und eben auch das Gegenteil davon) und es gibt ignorante schießwütige Jäger (Und auch davon gibt es wieder gegenteile)

In gewisserweise kann ich manche Föster bzw. Jäger gut verstehen, wenn es gerade um die Pflege von Wild angeht. Gerade Dammwild ist z. B. sehr sensibel und wenn diese Tiere unter extremen Stress leiden, kann es passieren, dass sie an Herzversagen verenden. Ständige Störungen können das Verhalten dieser Tiere enorm beeinträchtigen. Die Jäger hierzulande sind grundätzlich zur Wildpflege zuständig (meist tun sie dies aus Liebe zu den Tieren und dem Wald wie gesagt es gibt leider auch Ausnahmen) Jäger halten genau fest wieviele Geburten im Jahr verzeichnet werden, egal ob es sich um Wildschweine oder Dammwild handelt und da die Wälder nunmal begrenzt sind und die Tiere ansonsten ihren Lebensraum ausweiten würden (wie es bereits in manchen Orten geschehen ist dass Wildschweine sogar in der Stadt zum grunzen) muss ein gewisser Pronzentsatz jedes Jahr geschossen werden. Es gibt auch Jahre wo die Population so gering angestiegen ist, dass man das Wild ruhen lässt.

Ebenso sind sie in ihren Gebieten dafür zuständig eine Ausbreitung von Tollwut zu minimieren indem sie Tollwütige Tiere erlegen.

Jäger unterliegen in einem Fostgebiet sehr strengen Auflagen und Gesetzen. Beispielsweise dürfen Jäger nur im äußersten Notfall einen freilaufenden Hund im Wald schießen. Ist beispielsweise eine Hundemarke am Halsband ersichtlich darf er den Hund praktisch nur auf frischer Tat ( also wenn er Wild erlegt hat) schießen.

Sicher gibt es Jäger die der Jagd auf Tiere wegen gern Jäger sind, keine Frage. Sah man ja an der enormen Euforie als Bruno zum Abschuss freigegeben wurde und aus Jagdvereinen plötzlich Großwildjäger wurden.

Es gibt leider genug Beispiele wo schießwütige Möchtegernjäger rumlaufen, ein Onkel von mir hat leider einen Hund durch einen dieser Gattung verloren. Allerdings kann ich auch Jäger verstehen, die es nicht gern sehen, wenn Hunde im Wald von der Leine gelassen werden. Denn der Jäger kann nicht wissen ob der Hund tatsächlich jederzeit abrufbar ist.

Ich denke die meisten Jäger haben selbst Hunde, sicher variiert die Ansicht ob Nutzhund oder Gefährte extrem, aber das ist bei Bauern und Landwirtschaftlichen Betrieben auch nicht anders. Aber ich würde sie nicht potentiell als Hundehasser bezeichenen. Es gibt auch genug, die sich einfach nur durch so belämmerte Aussagen wie hier gefallen " seh ich dieses Fuchsähnliche Ding noch mal frei rumlaufen, dann wars das". nur profilieren.

Es gibt eben solche und solche und ich muss sagen, bisher habe ich nur sehr verantwortungsbewusste Fösterjäger kennengelernt.

Liebe Grüsse
Pandora
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