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Moderator: DF-Mods



Die Beißhemmung haben wir so geübt: zum einen das "Nein" mit dem Leckerli in geschlossener Hand, dann auf dem Knie, dann auf dem Boden. Er rührt es nicht mehr an, sobald ich "Nein" sage. "Nein" in anderen Situationen klappt, wenn er etwas von der Straße liegenlassen soll, wenn er irgendwo nicht hingehen soll etc., nicht aber beim Beißen, da ist er wie im Wahn. Wenn ich ihn dann wegnehme geht er selber auf seinen Platz. Er weiß es also irgendwie.
Und heute hat er mich zu guter Letzt auch noch gebissen und nach mir geschnappt. Ich bin nicht ausgewichen, sondern habe einen Schritt auf ihn zugemacht, ihm Platz genommen, da hat er dann aufgehört.
krahkrah hat geschrieben:Mir kommt das wirklich wie Stress vor, oder täusche ich mich da?
Was kann ich denn tun, damit er sich an Besuch gewöhnt? Ich weiß, es dauert, aber wieso vergisst er dann im entscheidenden Augenblick immer zu gehorchen, wenn's sonst schon so gut klappt?
Klar weiß ich, dass ein Appenzeller ein ziemlich misstrauischer Hund ist, das kommt bei ihm klar durch (überhaupt mehr als der Labrador), aber sooo misstrausich muss es nun doch nicht sein.
dieschweizer hat geschrieben:krahkrah,
dein Hund ist fünf Monate, den brauchst du noch nicht großartig auszulasten.
Bei deinem ersten Thread diesbezüglich waren wir uns alle einig, dass eher zu viel gemacht wurde.
Wichtiger ist, dass dein Hund Ruhephasen hat.
Da er aber noch so jung ist, neigt er dazu, voll aufzudrehen, das machen Hunde in dem Alter einfach.
Sie reagieren auf "wilde" Kinder, der Hund wird animiert.
Meine Hunde sind 8 1/2 und 9 Jahre alt, wenn ich renne und wild aufdrehe, machen sie einfach mit.
Da ich erwachsen bin, kann ich ein Abbruchkommando anwenden und die Hundis stoppen.
Du sagst, der Hund muss lernen, dass er darauf nicht so reagieren darf.
Das funkioniert nicht per Knopfdruck und verschwindet nicht von alleine, da es normales Hundeverhalten ist (mitspielen).
An der Beißhemmung müsst ihr intensiver und konsequenter arbeiten.
Dazu hatte ich dir im Januar einen Link geschickt.
Die Beißhemmung haben wir so geübt: zum einen das "Nein" mit dem Leckerli in geschlossener Hand, dann auf dem Knie, dann auf dem Boden. Er rührt es nicht mehr an, sobald ich "Nein" sage. "Nein" in anderen Situationen klappt, wenn er etwas von der Straße liegenlassen soll, wenn er irgendwo nicht hingehen soll etc., nicht aber beim Beißen, da ist er wie im Wahn. Wenn ich ihn dann wegnehme geht er selber auf seinen Platz. Er weiß es also irgendwie.
Das ist in etwa die Konditionierung des Wortes "Nein".
Wenn er sowieso schon schnappt, ist das Kommano überflüssig, da zu spät.
Seid ihr nicht wie im Link von Januar vorgegangen?
Und heute hat er mich zu guter Letzt auch noch gebissen und nach mir geschnappt. Ich bin nicht ausgewichen, sondern habe einen Schritt auf ihn zugemacht, ihm Platz genommen, da hat er dann aufgehört.
Was ging denn da ab?
Erzähle mal bitte genauer, wie es dazu kam.
Du hast oben schon irgendwo im Zusammenhang "Besuch" geschrieben: "habe ihm Platz genommen"...
Bedeutet es, dass du ihn in solchen "Aufdrehphasen" Platz machen lässt?
Damit ist so ein junger Hund überfodert und lernt eigentlich nichts daraus, zumindest bringt er es nicht mit seinem vorherigen Verhalten in Verbindung.
Und dieses Pinkeln, wenn er ansonsten wirklich stubenrein ist, stimmt mich nachdenklich.
Es deutet auf großen Stress hin.
Spontanpinklen kann auch Angst bedeuten.
Es ist ein wichtiges Beschwichtigungssignal.
Noch einmal:
Ein Trainer muss kommen und sehen, was bei euch los ist.

flying-paws hat geschrieben:Tja. Das, was Du gern hättest, hast Du in dem Hund aber nicht. Dafür hast Du Dir die falsche Mischung ausgesucht. Oftmals ist das Misstrauen gegenüber Fremden bei Mischlingen, die aus einem Anteil "Menschenfreundlich" und einem Anteil "Menschenmisstrauisch" bestehen, fast höher ausgeprägt als bei rassereinen, misstrauischen Hunden. Das Problem ist nämlich, dass die dauernd schwanken - einerseits Kontakt haben möchte, dann aber wieder nicht.
Du wirst Dich damit wohl anfreunden und es akzeptieren müssen - und zeitlebens damit leben müssen, dass man einen solchen Hund nie unbeaufsichtigt im eigenen Haus lassen kann, sobald irgendwo fremde Menschen sind.
Trainer wäre auf jeden Fall ratsam, damit ihr wenigsten einigermaßen die Kontrolle darüber bekommt.
Viele Grüße
Corinna

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