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Moderator: DF-Mods

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Beitragvon oldsfarm » 14.02.2005 01:06

Das habe ich im Neufundlaender Forum gelesen. Das finde ich wirklich interessant


Tierliebe auf Irrwegen +++ Blühender Handel mit Hunden aus Mittelmeerländern (10.02.2005)

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Darmstadt (aho) - Das Veterinäramt des Landkreises Darmstadt-Dieburg warnt dringend davor, Hunde aus Mittelmeerländern nach Deutschland zu bringen. In wachsender Zahl würden die "armen Geschöpfe" inzwischen von gut meinenden Reisenden und Tierschutzvereinen vor allem aus Spanien, Griechenland und der Türkei eingeführt - an allen gesetzlichen Regeln vorbei und mit ernst zu nehmenden gesundheitlichen Risiken. "Es ist ein Wahnsinn, was da läuft", sagt Amtstierärztin Christa Wilczek. "Der Hundehandel unter dem Deckmantel des Tierschutzes blüht, auch im Internet." Allein im Landkreis besteht der Verdacht von mehr als 150 Tier-Importen im vorigen Jahr. Viele der herrenlosen Vierbeiner litten an typischen südländischen Infektionskrankheiten, beispielsweise der Leishmaniose. Dabei handelt es sich um eine unheilbare Krankheit, die nach jüngeren Erkenntnissen auf Menschen übertragen werden kann, innere Organe schädigt oder die Haut verändert. Befallene Hunde sind unter anderem an ausgefransten Ohren und einer "Brillenbildung" rund um die Augen zu erkennen.
Das Risiko werde weitgehend unterschätzt und von organisierten Tierschützern bagatellisiert. Nach Schätzungen gibt es in Deutschland rund 20.000 infizierte Tiere [1]. Ihre Behandlung ist kostspielig. Käufer - und insofern Geschädigte - schließen sich mittlerweile zunehmend zu Selbsthilfegruppen zusammen. Wilczek unterstellt den selbsternannten Rettern nicht unbedingt unlautere und rein kommerzielle Absichten. Sicher handelten die meisten aus Mitgefühl und - falsch verstandener - Tierliebe. "Sie bewegen sich jedoch jenseits der Legalität und bedenken nicht, dass Tierschutz aus 90 Prozent Sachkompetenz und zehn Prozent Emotionalität bestehen sollte", so die Amtstierärztin. Hilfe vor Ort zu leisten, sei für alle Beteiligten die bessere Alternative. Um das wachsende Problemfeld ins Bewusstsein zu rücken, bereitet das Veterinäramt Darmstadt-Dieburg jetzt erstmals Informationsveranstaltungen für Mitarbeiter von Tierheimen vor.



Links
[1] http://ticker-kleintiere.animal-health- ... 315-00000/
Weiterfuehrender Link zum Thema Leishmaniose
Viele liebe Gruesse
Annette
mit Mira
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oldsfarm
(Themenstarter)
 
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Beitragvon Kayety » 14.02.2005 08:55

Sehr interessanter Bericht. :!:
Kayety
 
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Beitragvon flying-paws » 14.02.2005 14:39

Auch, wenn ich mich jetzt unbeliebt mache... Ich sehe auch keinen wirklichen Sinn darin Hunde aus dem Süden hierherzubringen. Man sollte doch lieber in Aktionen vor Ort investieren, die dann auch langfristig das Problem dezimieren.

Wie es mit den Krankheiten aussieht - könnte ich mir schon vorstellen, dass die Gefahr dadurch steigt. Gibt es darüber eigentlich Studien oder sowas?

Gruß Corinna
Freundschaft macht das Schwere einfach, das Trübe klar und das Alltägliche wundervoll.

Du bist unvergessen.
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flying-paws
 
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Beitragvon Claudia » 14.02.2005 20:34

Hallo!

Das ist ein Thema, das mich innerlich immer wieder "entzweit". Auf der einen Seite find ich es wichtig, den Hunden zu helfen und nachdem vor Ort da wirklich große Schwierigkeiten bestehen, find ich es schon gut, dass die Hunde teilweise ausgeflogen werden.

Andererseits seh ich das Problem der Krankheiten auch als recht groß an, auch, dass dann natürlich auch Hunde in deutschen Tierheimen sitzen bleiben (wobei es in deutschen Tierheimen doch wesentlich besser zugeht als im Süden (gerade bei den städtischen Tierheimen).

Ist ein schwieriges Thema, zu dem ich mir meine endgültige Meinung noch nicht bilden konnte.

Hilfe vor Ort wäre natürlich der Idealfall, ist schon klar, aber ich glaub, da hakt es hinten und vorne......
Claudia
 
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