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Problem mit dem neuen Hund

    • Problem mit dem neuen Hund

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      Guten Abend,
      wie der Titel schon sagt, wende ich mich an das Forum, weil ich (wir gerade etwas verzweifelt sind). Aber dafür muss ich etwas weiter ausholen. Ich wohne noch zuhause, wir sind vier Personen im Haus. Zu uns gehört Lenny, ein 15 jähriger Dackelmann. Meine Eltern waren schon länger auf der Suche nach einem "großen" zweiten Hund, da der Garten dafür auf jeden Fall vorhanden ist und in letzter Zeit waren wir öfters mal im Tierheim und ja aus Groß wurde dann Klein und im Endeffekt haben wir uns in eine kleine Jack Russelhündin verguckt.

      Waren mehrmals lange mit den beiden zusammen spazieren, was auch sehr gut funktioniert. Wenn man mal davon absieht, dass die kleine einfach überall mit ihrem Kopf ist nur nicht am anderen Ende der Leine. Auch Lennys Versuche sie zu besteigen hat sie zwar bestimmt abgewehrt und gezeigt, dass sie das nicht mag, war dabei aber immer noch freundlich.
      Also haben wir sie gestern mit nach Hause genommen, und damit fing das ganze Desaster auch an. Uns ist ziemlich schnell klar geworden, die gute braucht klare Ansprechpartner, Sofas/Tische/ Fensterbänke sind absolut tabu und zum wild sein geht es in den Garten, wenn sie bei uns bleiben sollte, soll das Haus für sie auch ein Ort der Ruhe sein. Sie ist unglaublich unruhig, und unerzogen, und kaum zu bändigen, ihre Aufmerksamkeit springt von einem Punkt zum nächsten. Ich habe sie dann irgendwann mit in meine Wohnung genommen und dort ist sie dann tatsächlich auch erstmal etwas runtergekommen und ich hatte mit beiden Hunden eine recht ruhige Nacht, auch wenn sie oft aufgestanden ist und mal durchs Zimmer getapert ist verbracht. Ja heute morgen fing es dann damit an, dass sie Lenny versucht hat zurück zu weisen wenn sich jemand zu ihm gebeugt hat oder er mir/ meiner Mutter zu nah kam und hat versucht ihn abzuschirmen, sich dazwischen zu drängeln, und jedesmal etwas geknurrt, nicht wirklich aggressiv aber schon recht brummelig. Das knurren haben wir mit einem "nein" auch einfach unterbinden können, auch dass sie dann erstmal Sendepause hat schien sie zu verstehen. Bis wir dann Besuch bekommen haben und sie die Tasche wohl sehr interessant fand und Lenny aber zu unserem Besuch wollte und es zur ersten wirklich Auseinandersetzung zwischen den beiden kam, bei der sie Lenny auch schon ordentlich erwischt hat. Er hat sich dann daraufhin total verschreckt verzogen und die Welt nicht mehr verstanden. Seit diesem Moment lässt sie ihn nicht mehr aus den Augen und sobald er sich auch nur bewegt, rast sie auf ihn zu und versucht ihn zu attackieren, sie lässt sich auch hiervon durch ein "Nein" oder "Stop" abhalten, aber sie lässt ihn auch dann nicht aus den Augen und lauert richtig darauf. Lenny ist natürlich super unglücklich, weil er das so überhaupt nicht versteht. Er wehrt sich aber auch nicht.
      Und nun sind wir da angelangt, was uns so durch den Kopf geht. Ihre ungezogene Art ist nicht schön, aber das ist nichts, was wir nicht in den Griff bekommen würden. Wir hatten schon mehrere mehr oder weniger schlecht erzogene Hunde aus dem Tierheim. Aber keinen der sich so sehr auf etwas fixiert, und man sieht es ihr förmlich an, das hört sich vielleicht doof an aber sie scheint einen sehr gespaltenen Charakter zu haben. Denn wenn man sie schärfer anspricht, tut sie gleich so als würde man ihr sonst was tun und windet sich fast auf dem Boden, aber dennoch ist ihre Aufmerksamkeit bei Lenny.

      Tja und wir wissen nicht genau wie dieses Verhalten einzuordnen ist. Ich vermute das sie sehr eifersüchtig ist bzw. die Ressourcen für sich beanspruchen möchte? Zeigt sie das Verhalten einfach aus Überforderung? Ist das Unsicherheit? (Ich glaube es nicht, ich denke sie weiß ganz genau was sie da tut)
      Wir würden sie eigentlich nur ungerne zurück bringen, müssen aber natürlich auch abwiegen, wie viel wir unserem alten Hund zu muten können oder ob wir vielleicht einfach die falsche Familienform mit zu vielen Personen sind?

      Ich suche eigentlich nach Denkanstößen, bzw. Erklärungen für ihr Verhalten und Ideen, wie man das ganze in den Griff bekommen kann. Ich persönlich schätze dieses Verhalten aber schon ehr als ernst ein und suche neben bei nach Trainern in der Umgebung, denn wenn wir sie behalten ist bei diesem Querkopf Hilfe sicher nicht verkehrt. Dennoch würde ich mich wirklich über hilfreiche Ratschläge freuen. :ka:

      Wenn der Text etwas durcheinander ist, tut es mir sehr leid. Ich bin gerade ziemlich Unglücklich über die Situation und es ist schon sehr spät. Damit eine gute Nacht. :/
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      Coliflor schrieb:

      Zeigt sie das Verhalten einfach aus Überforderung? Ist das Unsicherheit? (Ich glaube es nicht, ich denke sie weiß ganz genau was sie da tut)
      Ich glaube, doch!
      Überforderung - durch den Wechsel ihrer Lebenssituation
      Unsicherheit - Ein souveräner Hund hat solche Attacken nicht nötig! Wenn ein solcher Hund etwas will, zieht er maximal die Lefzen etwas hoch und der "untergebene" kuscht.

      Ich würde sie, besonders jetzt zu Beginn, engmaschig führen und schon das fixieren des Dackels unterbinden.
      Jedem Hund einen festen Platz zuweisen und wenn sich Situationen ergeben, wo das Verhalten kippen könnte, Besuch, Fressen etc., wird sie auf ihren Platz geschickt.
      Gruß
      Hanne

      Erfolg ist die Fähigkeit,von einem Misserfolg zum anderen zu gehen, ohne seine Begeisterung zu verlieren. Winston Churchill
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      Erstmal guten tag und willkommen =)

      Ich denke, mit einem Trainer seid ihr am besten beraten, im Internet zu sagen, an was es liegt, ist einfach sehr gewagt.

      Ich finde es lobenswert, dass ihr die kleine behalten wollt. Aber ich frage mich: will man das einem 15 jährigen Dackel wirklich antun?!
      Die engmaschige Führung wie @QuoVadis beschreibt wird unter Umständen sehr viel Zeit, Geld und Nerven kosten.
      Wo bleibt da die Zeit, die euer Dackelopa eigentlich erhalten soll?

      Ganz ehrlich, ich würde die Kleine mit gutem Gewissen zurückgeben. :ops:
      Wer glaubt, dass Diamanten die besten Freunde einer Frau sind, hat nie einen Hund gehabt....
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      Ich glaube auch, dass die Hündin in Moment noch überfordert ist. Erst ein Tag in der neuen Umgebung, der Umzugsstress, neue Hausregeln, fremde Gerüche (!), etc...

      Wegen der Vergesellschaftung mit eurem Dackel-Opa müsst ihr anfangs sicherlich noch viel mehr Management betreiben. Habt ihr die Möglichkeit die Hunde vorerst noch oft getrennt zu halten? Durch ein Türschutzgitter zB. Kontakt würde ich nur zum gemeinsamen Spazieren gehen ermöglichen. Ich denke alleine der Geruch der "Neuen" im Zuhause ist für euren Dackel schon erstmal genug. Und die Hündin braucht noch Zeit zum Runterfahren und Ankommen.

      Ausserdem könntet ihr der JR Hündin eine Hausleine dran hängen. Dann könnt ihr sie im Falle von unerwünschtem Verhalten einfach kommentarlos auf ihren Platz führen.
      Viele Grüsse von Anne

      ______________________
      Carlos - Spaniel-Mix * 03/2016
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      Knurren unterbinden ist der direkte Weg in die Katastrophe.

      Jack Russel sind vielleicht klein, aber weit weg von einfach (es gibt auch wirklich nette!).

      Entweder würde ich einen guten Trainer holen und viele Regeln (vor allem keine eigenen Entscheidungen bezüglich der Hündin)einführen oder ihn zurück bringen.

      15 Jahre ist auch ein stolzes Alter, da würde ich der Hündin einen ruhigen Lebensabend gönnen.

      Edit: habe glaube ich Hündin und rüde verwechselt. Bei mir ist der Dackel die Hündin.
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      Mein erster Gedanke war auch "warum tut man das einem Hund in dem Alter noch an?".
      Stell dir vor, du bist 90 und die setzen dir einen 15jährigen Teenager vor, der dich dauernd anmotzt, dir Schläge androht und dir Ohrfeigen gibt. ;)
      Naja , nun ist es mal so, ich würde mal einen guten Trainer draufschauen lassen.
      Wäre evtl zu überlegen, die Kleine wieder abzugeben, jetzt fällt es noch "einfacher" als in einem halben Jahr oder Jahr.
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      Meiner Erfahrung nach spielt da bei vielen Terriern eine große genetische Komponente mit. Heißt: Ressourcen zu verteidigen und sich da massiv reinszuspinnen, ist bei denen sehr häufig ein großes Problem.

      Hier ist es anscheinend so, dass Eure neue Hündin alle Gelegenheiten dafür nutzt, die es zu nutzen gibt. Ressource Mensch, Ressource Gegenstände, Ressource Raum (also der Boden, auf dem sich Euer Dackel bewegen möchte). Das ist schon eine sehr ausgeprägte Form. Es ist sicher so, dass sie durch den Stress des Umzugs da ihren Dampf ablassen kann - das tun Terrier ja häufig gerne in aggressiver Form.

      Allerdings steht zu befürchten, dass sie das Verhalten noch mehr ausbaut, je heimischer sie sich fühlt.

      Wenn Ihr die Herausforderung annehmen wollte, dann ist es wichtig dafür zu sorgen, dass sie den Gedanken gar nicht hat. Wenn sie es schon tut und abgebrochen wird, ist es eigentlich zu spät. Ich würde daher - vor allem für Euren alten Herrn - mit getrennten Bereichen arbeiten, wenn die Aufmerksamkeit nicht zu hundert Prozent auf ihr liegen kann.
      Freundschaft macht das Schwere einfach, das Trübe klar und das Alltägliche wundervoll.
      Du bist unvergessen.


      Fotos und Videos meiner Tiere: Meine Wauzens und die Wolligen
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      Ich muss ehrlich sagen, ich würde das meinem 15-jährigen Dackelopa nicht antun und die Hündin ins Tierheim zurückbringen, damit Lenny seinen Lebensabend genießen und in Ruhe verbringen kann.
      Stress ist für so einen alten Hund überhaupt nicht gut.
      Liebe Grüße von mir und Dackelmädchen Sina ☆07.09.2016☆

      Hier geht`s zu unserem Thread:
      Mein Schicksalshund Sina

      Im Herzen:
      Rauhaardackel Tamy, Langhaardackel Benny, DSH Una, DSH Falko, DSH Eyka, DSH Dorli

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