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Spieltrieb und Aufmerksamkeit fördern

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      flying-paws schrieb:

      ThorstenD schrieb:

      Im Rahmen der BH Vorbereitung bemerkte ich nun die Schattenseite dieses Verhaltens. Sie zeigt ein gutes Grundgehorsam, auch unter Ablenkung, wenn es ans Begegnungstraining, Sitz, Platz, Bleib etc. geht. Jedoch bekomme ich sie nicht in den "Arbeitsmodus" mit entsprechender Aufmerksamkeit.
      Mir stellt sich die Frage, wozu die BH? Um dem Hund Spaß zu bereiten? Weil sie für irgendwas notwendig ist? Einfach so?
      Der Grund für die Fragen: Lohnt der ganze Aufwand überhaupt?
      Ich wollte einen Hund der mich im Rahmen meiner Möglichkeiten fordert, nicht nur still begleitet und durch ein bisl Gassi und Kuscheln ausgelastet ist. Ich habe keinen Selbstläufer erwartet als dritter Halter bei nem 1,5 Jahre alten BBS der sich als ungeeignet für die Blindenführhundausbildung herausgestellt hat (zu schreckhaft).
      Auslasten könnte ich sie auch ohne Hundesport. Jeden Tag ne Runde mitm Rad und der Hund ist "fertig".
      Ich habe direkt ne HuSchu gesucht und mir dort mit ihr nen Beschäftigungskurs angesehen. Dort wird in ner bunten Gruppe jede Woche was anderes gemacht. UO, Agility, Longieren, Tricks, Trailing etc. und es hat ihr und mir gefallen. Aus dem verschüchterten Mäuschen mit Problemen bei Bewegungsreizen wurde ein aufgeschlossener, anhänglicher und fröhlicher Hund. Bei den verbliebenen Baustellen bin ich sehr entspannt, schließlich ist sie erst seit 5 Monaten bei mir und wir sind schon auf nem sehr guten Weg.
      Logische Konsequenz für mich war demnach: Hundesport und dafür brauchts die BH. Positiver Nebeneffekt für mich: Ich steh auf Vereinsleben und fühle mich dort sehr wohl.
    • Zu spät fürn Edit: Hätte ich den Eindruck Luna ist komplett ungeeignet, überfordert oder fühlt sich unwohl, dann wären wir nicht dort. Sie braucht bei neuen Dingen ein wenig Anlauf. Beispiel Tunnel/Schlauch ausm Agility. Fand sie total gruselig. Wir haben das in aller Ruhe versucht mit Futter und gutem Zureden bis es Click gemacht hat, jetzt rast sie durch beides durch und hat offenkundig richtig Spaß daran.
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    • Versuchs mal so, befestige eine Schnur am Dummy, wirf ihn auf den Boden, zieh ihn ruckartig zu dir. Vllt. auch mal mit dem Ding hinter dir her ziehend quer durch den Garten laufen und dich jagen lassen.
      LG
      Maja

      und tasmanischer Teufel/Gremlin-Mix Fili *05/06/2015 :D

      Wir treffen uns wieder auf der großen Hundewiese:
      Langzungenfellfrosch Chucky *ca. 8/2000, + 13/11/2014
      Minirobbe Frisky *4/1996, +17/09/1999

      Black is beautiful!
    • Je nachdem wie ambitioniert du bist, kann ich dir den Onlinekurs von Polona Bonac namens "Let's Play" empfehlen, echt Wahnsinn, was damit möglich ist. Momentan gibts allerdings nur Auditor-Plätze, ich hab selbst mal teilgenommen und kann es jedem empfehlen :) zum Ende hin auch viel auf Agi gepolt, aber die ersten lessons sind fernab von Agi.

      Hier mal ein Graduationvideo, was man damit im Zusammenhang findet:
      Liebe Grüße von Aleks

      FINN *31032011

      PEA *16032012

      EEVEE *24112016


      ohana means family.
    • ThorstenD schrieb:

      Man sieht förmlich wie sehr der Hund Bock darauf hat was mit dem HuHa auf dem Platz zu machen.
      Da ist doch sicher ein Trainer dabei.
      Was rät Dir der?

      ThorstenD schrieb:

      Der HuHa mit Aussie geht ruhig auf den Platz, holts Tau raus, zergelt ne Minute und der Hund ist die nächsten 10 Minuten gedanklich komplett bei ihm
      Das funktioniert genau für diesen Hund, ist aber kein allgemeingültiges Rezept.

      Eine Bekannte war kürzlich zum Anti-Jagd-Training mit ihrem Hund.
      Da wurde Kraulen (bis kein Fell mehr drauf ist) empfohlen, nicht als Belohnung, sondern als Bindungsherstellung in der Aufwärmphase.

      Hat gut geklappt.
      Johanna mit
      Crazy (*2004) Terrier-Mix aus dem TH Lübbecke
      Betsey (*2002) Kurzhaar-Border-Collie aus der Tieroase Birkenschold (ursprünglich aus Irland)
      und Ingo, Boy, Paula, Willi, Karlheinz und Tapsi (in den ewigen Jagdgründen)
    • Sie findet es also geil, wenn du was wirfst und sie es holen darf? Wenn ja, waere genau das meine Art der Bestaetigung fuer diesen Hund. Klar ist koerpernahes Spiel was tolles. Wenn der Hund das aber nicht will/nicht als super empfindet, ist es mAn eben nicht DIE Bestaetigung.
      Ich kenne z.B. Hunde, deren groesste Bestaetigung ist es, eine Runde zu duesen ;)
      Wir sind zusammen an Grenzen gegangen nur um diese um ein unendliches zu erweitern.
      (©Lockenwolf)



      The next generation
    • Meines Wissens gibt es überhaupt keinen Spieltrieb. Wir Hundehalter nennen das nur so....

      Was wir als Spieltrieb bezeichnen und durch balgen und kaspern mit anderen Hunden, oder Bällchen bzw. Stöckchenwerfen ausgelöst wird, ist der Hetz- oder Jagdtrieb.

      "Spielt" der Hund mit einem anderen Hund bedeutet das eben eine Abfolge von niedlich und süß anzusehenden körperlichen Aktionen, die die Hunde aber für den "Ernstfall" üben muß und in der Wirklichkeit dann genauso ablaufen wird, nur eben mit Blutvergießen und sogar mit Tot.

      Wenn ein Hundehalter diese Triebe (Hetzen und Jagen) durch Ballwerfen oder ähnliches fördert, kann es nicht verwundern, das der Hundehalter dann zur Nebensache wird, oder?

      Für mich ist es sowieso völlig unverständlich, wie ich durch werfen eines Balles, eines Futterdummys, eines Bällchens, oder sonstigen Gegenstandes die Aufmerksamkeit auf mich lenken kann, indem ich meine Hund von mir weg schicke.

      Das muß mir mal einer erklären, echt!
    • :winken: Hallo !

      Ich habe hier auch ein Exemplar, dass nicht klassisch spielt, so wie man das häufiger auf Hundesport-Videos sieht.

      Bei mir liegt es wohl nicht zuletzt daran, dass ich ganz am Anfang viel zu viel reglementiert habe im Spiel. Denn ich wollte auf keinen Fall, dass mein Riesenschnauzer die Weltherrschaft übernimmt (vor Jahren hieß es ja auch noch, dass nur der Hundehalter das Spiel beginnen und beenden soll usw). Damit habe ich mir die klassische Freude meiner Maus am objektbezogenen Spiel verdorben.

      Mit den Jahren ist das gegenseitige Vertrauen gewachsen und wir spielen auch körpernah. Und mit Dingen, die Bertha toll findet: getragene Halstücher, plastikflaschen. Oder einfach nur mit den Händen, Körper, Stimme.

      Aus uns sind also nie Hundesport-Cracks geworden, obwohl meine Rasse dafür prädestiniert ist... einfach weil ich es nicht richtig aufgebaut habe. Dafür kann meine Bertha heute Schweineohren und Pansensticks apportieren- das muss ihr erstmal einer nachmachen.

      Mein Tipp: arbeite mit dem, was du an Charakter und Wesen bei deinem Hund vorfindest, orientiere dich nicht zu sehr nach außen (Stichwort Aussie) und freue dich von Herzen, dass du eine freundliche Begleitung durch deinen Alltag gefunden hast. :bindafür:
      Viele Grüße,

      Doro mit Riesenschnauzerhündin Bertha, pfeffer-salz (Calluna von der Eilenriede, geboren am 31.03.2010)

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Kamille ()

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