Kastration/Chip - danach eigentlich das 'bessere' Leben?

  • Die Fellstruktur hat sich bei meinem nicht verändert. Nur der Rüdenkragen ist kleiner geworden, dafür wächst der Pobehang mehr. :hust:


    Er war ein Mäkler vor der Kastration und ist es geblieben.


    Er hat kurzfristig etwas zugenommen, aber das konnten wir gut regulieren. Ein Kastrat muss nach meiner Meinung nicht fett werden.

  • Bei meinem Rüde kann ich nicht sagen ob er sich verändert hat, er war schon kastriert. Trotzdem ist er ganz Rüde :D
    Meine Hündin ist nach der Kastration entspannter geworden. Sie hat wohl Kastratenfell, aber ihr steht das . Sie ist weiterhin aktiv, verspielt und fröhlich, ist das auch heute noch mit 14 Jahren.
    Dick war hier noch kein kastrierter Hund, im Gegenteil.
    Durch den Tierschutz kenne ich relativ viel kastrierte Hunde bzw oder auch viele Hunde die erst einen Chip hatten und später kastriert worden. Keiner hat es bereut.
    Heisst jetzt nicht das ich jeden Hund sofort kastrieren würde, ich finde das kommt immer auf den Hund an. Aber ich kann keine negativen Sachen berichten :???:

  • Ich habe meinen langhaarigen Schäfi mit 9 Monaten bekommen.
    Ungefähr ab 2 Jahren began durch einen Vorfall seine Artgenossenunverträglichkeit. In dieser Zeit fing er stark mit Pipilecken an, wurde deswegen einmal fast von nem Trecker überfahren, er war nicht mehr ansprechbar und ziemlich Aggro.
    Wir haben ihn mit 3 Jahren gechipt. Die ersten 2 Wochen waren sehr krass, danach wurde es besser, er wurde entspannter, ansprechbarer aber war immer noch ein aktiver Hund.
    Mit 3 1/2 Jahren wurde er dann kastriert.
    Mittlerweile kommt er mit Hündinnen und kastrierten Rüden wieder super klar, bei unkastrierten ist das meist nicht so. Ein gestresster Hund war er schon immer, das ist weder besser noch schlimmer geworden.
    Er ist wesentlich ansprechbarer, nicht mehr so kopflos.
    Er frisst nun normal, ist aber nicht dauerhungrig. Angesetzt hat er tatsächlich aber das könnte auch durch weniger Bewegung kommen.
    Der einzige Punkt, der mich wirklich stört ist, dass er grausames Fell bekommen hat. Extrem viel Fell, extrem dicht und dünn. Es verfilzt wahnsinnig schnell und sieht grausig aus.


    Edit: Ganz vergessen. Er wird nicht von anderen Rüden drangsaliert/gemobbt oder berammelt. Im Gegenteil, jeder kuscht vor ihm.
    Bei meinem intakten Rüden ist das anders, der wird gemobbt und gerammelt.
    Ich denke, das ist ne Charakterfrage.

  • Edit: Ganz vergessen. Er wird nicht von anderen Rüden drangsaliert/gemobbt oder berammelt. Im Gegenteil, jeder kuscht vor ihm.
    Bei meinem intakten Rüden ist das anders, der wird gemobbt und gerammelt.
    Ich denke, das ist ne Charakterfrage.

    Denke ich auch. Ich kann das auch nicht bestätigen.


    Hardy war bereits kastriert als er zu uns kam, das ist hier leider so üblich im TS. Ich kann daher nicht sagen, ob und wie er sich verändert hat.


    Auch ist es schwierig, bei ihm zu beurteilen was bezüglich Unsicherheit von der Kastra bedingt wäre oder von seiner eher schlecht als rechten Sozialisierung und Prägung.


    Er war anfangs sehr umweltunsicher als er kam, hat da aber inzwischen sehr viel aufgeholt, und Unsicherheitsphasen, die er ab un and hat sind im absolut normalem Rahmen seiner Altersentwicklung, unter der Berücksichtigung, daß er da etwas hinten dran hängt, bedingt durch den Mangel in den ersten Monaten.
    (er ist aber sehr sicher nicht depriviert)


    Er ist nicht bewegungsfaul sondern eher Tendenz Rennsemmel, sein Appetit ist gut und er frisst (wieder) gerne (hat wegen Magen und Darmproblemen ne Weile sehr schlecht und mäklig gefressen), aber ist kein solcher extremer Fressraffsack, der über Leichen geht für fressen, und alles, was nicht niet und nagelfest ist aufsammelt.


    Er ist kein Opfertyp der gemobbt wird. Er weiß sich durchzusetzen, und lässt sich da auch nicht die Butter vom Brot nehmen.
    Insgesamt ist er bis jetzt noch gút verträglich mit anderen und macht keinen Unterschied bei den Geschlechtern und dem Sexualstatus. Er unterschiedet mehr nach Alter und Auftreten.


    Kleinhunde sind grundsätzlich ok, Senioren auch, Welpen auch, bei gleich großen Junghunden (so Aussigröße fängts an) und erwachsenen Hunden scheint er aber trotz Kastra eine Art Konkurrenzdenken zu haben. Die werden anders wahr genommen, da wird durchaus mal stark imponiert und einen auf starken Max gemacht.



    Einmal hab ich es erlebt daß ein anderer Rüde ihn wohl mit ner Hündin verwechselt hatte und aufsteigen wollte, das war aber gleich vom Tisch. Es wir doffenbar erst gar nicht versucht bei ihm.


    Sein Fell entspricht ganz normal dem seiner Rassen.


    Unaufmerksamkeitsphasen draussen haben wir auch, die nehmen aber immer mehr ab und waren sienfach Entwicklungsbedingt, sehr testosterontypisches Verhalten wie Pipi lecken, zittern, völliges daneben sein usw aber nicht.


    Gisi hab ich nach der 2. Läufigkeit wegen Gebärmuttervereiterung kastrieren lassen. Sie hat sich nicht verändert. Sie wurde halt nicht mehr läufig, und das wars. Für Rüden blieb sie allerdings weiterhin interessant. Mobopfer war Gisi auch nie.


    Im Alter, das letzte halbe Jahr war sie inkontinent, ob das aber an der Kastra lag ist spekulativ.


    Im Bekanntenkreis lebt beides, ich hab nirgend negative Auswirkungen von der Kastra bisher mitbekommen. Eine Freundin hatte einen intakten Labbi vom Züchter und einen kastrierten vom TS, und der Pöbler und eher unnette war der Kastrat, der intakte war tendentiell auch mehr das Mobopfer.

  • Bei meinem Rüde kann ich nicht sagen ob er sich verändert hat, er war schon kastriert. Trotzdem ist er ganz Rüde :D

    Trotz Kastra ein ganzer Kerl :D ja, so empfind ich Hardy auch :D

  • Wir hatten in der Familie sowohl Kastraten als auch Intakte und ich muss zugeben das ich kastriert deutlich angenehmer finde.
    Bis heute kann ich nichts negatives nach der Kastration berichten außer das eine Hündin verändertes Fell hatte.


    Unser jetzt wurde mit 11 Monaten gechippt und mit 18 Monaten kastriert. Er ist kein Opfer und auch nicht mehr oder weniger ängstlich als vorher. Er ist nicht fett und entwickelt sich ganz normal.
    Wird nun 2 Jahre alt.

  • "Kastration/Chip - danach eigentlich das 'bessere' Leben?"


    Bei Chucky, die eh stressanfällig war, war das definitiv so. Mit den vielen Läufigkeiten in so kurzer Zeit, den heftigen Scheinschwanger- und Scheinmutterschaften und den paar "normal sein" dazwischen, bevor die nächste Läufigkeit kam, war die sowas von durch den Wind und gestresst, dass sie nicht mehr ansprechbar war.


    Der Hund reagierte am Ende auf alles, was sich schneller als Zeitlupentempo bewegte, Höhepunkt war in ihrer letzten Scheinmutterschaft eine beleuchtete Straßenbahn einige hundert Meter entfernt, der sie nachjagen wollte. Nach der Kastra entspannte sie sich, sie wurde wieder ansprechbar, man konnte sie endlich trainieren. Kontaktaufnahme mit anderen Hunden war wieder normal möglich (Hündinnentypisch je nach Sympathie), ohne Jagen, Gepöbel, Scheinangriffe. Erhalten blieb ersteinmal die Leinenpöbelei und Probleme mit Bewegungsreizen (nur noch Radfahrer, Jogger, Skater), das war mit Training aber sehr gut in den Griff zu bekommen. Wir konnten dann auch Tricks einstudieren, sowas war vorher unmöglich, weil sie sich gar nicht konzentrieren konnte. Da war sie bis ins hohe Alter mit Begeisterung dabei, lernte sehr schnell und gerne Neues.


    Bei der Hündin meines Mitbewohners änderte die Kastra am Verhalten gar nichts. Negativfolgen waren 3 Mal leichte Blasenentzündung und im letzten Lebensjahr ein leichtes Urintröpfeln, beim Aufstehen, nachdem sie geruht hatte.


    Stark gehaart haben sie beide seit der Kastra, Futter mussten wir bei beiden leicht reduzieren, sie wurden verfressener und setzten schneller an, wobei sie sich genauso viel bewegten wie vorher. Verspielter wurden sie beide nicht.


    -------


    Bei Hündinnen gibt es zwar die Möglichkeit die Läufigkeit wegzuspritzen, doch das wird kaum ein TA machen, da es so viele Risiken und Nebenwirkungen geben kann, ähnlich wie bei der Sterilisation. Ich kenne bisher nur eine einzige Hündin, bei der das gemacht wurde. Das war vor 20 Jahren, sie bekam sie über Jahre hinweg, weil sie mit einem Rüden zusammenlebte und nicht getrennt werden konnte. Bei ihr hatte es zum Glück keine negativen Folgen. Mein TA lehnte es aber damals schon strikt ab.

  • Lupo kam schon kastriert zu mir, keine Ahnung warum er "entmannt" wurde. Nachteile kann ich keine feststellen, er wird auch nicht gemobbt von anderen Rüden. Interesse an läufigen Damen ist gering, bisschen vermehrt schnuppern ab und zu mal bisschen Piesel lecken. Fell ist normal, Verhalten
    anderen Hunden gegenüber bisher durchweg freundlich.


    Hündin meiner Eltern wurde nach der 2ten Läufigkeit kastriert, war vorher bekloppt, ist es jetzt auch noch. Keine Veränderung im Verhalten, weder allgemein noch anderen Hunden gegenüber, durchweg freundlich.


    Pascha, mein verstobener Pflegi, wurde mit 14 noch kastriert wg. Hodentumor. Er hat 14 Jahre lang sehr heftig auf Hündinnen reagiert, war sehr nervös, fiepte, lag vor der Tür, draußen nur noch auf der Suche. Pipi lecken, Geschäfte darüber vergessen, Erbrechen & Durchfall waren dann auch nette Begleiterscheinungen. Er hat kaum etwas gefressen und ist sehr abgemagert wenn rundherum alles heiß war, kommt nicht gut bei 4kg Hund. Er war eigentlich sehr verträglich & hat gerne Kontakt mit anderen Hunden gehabt, in den Hochphasen wurde er zunehmend aggressiv. Freilauf konnte man auch eher haken in der Zeit, sonst ohne Probleme möglich. Bei ihm hatte die Kastra eigentlich nur positive Wirkung, alle Probleme weg, Hund endlich mal entspannt trotz 4 läufiger Damen in den Nachbarhäusern.
    Fell hat sich nicht verändert, sein sonstiger Charakter auch nicht, blieb selbstbewusst & (altersgemäß) munter.


    Hündin von einer Bekannten wurde kastriert mit der Hoffnung auf "ruhiger werden". War vorher schon nicht ohne, besonders mit anderen Hündinnen. Nach der Kastra war´s ganz vorbei - auch mit den meisten Rüden. Bei ihr gab es auch negative Auswirkungen auf´s Fell, sie sieht aus wie mottenzerfressen.

  • Auja, das Fell war hier super fies zu Zeiten der Chipwirkung. Es war stumpf, weich, sah matt aus (gänzlich ohne Glanz) und zog den Staub nur so an, der dann vom Flauschefell auch noch so schön festgehalten wurde.


    Was auch super blöd war, das Fell hatte so auch seine Schutzwirkung verloren. Das Fell sog das Wasser nur so auf, obwohl der Regen vorher immer einfach abperlte.

  • Unser jetzt wurde mit 11 Monaten gechippt und mit 18 Monaten kastriert. Er ist kein Opfer und auch nicht mehr oder weniger ängstlich als vorher. Er ist nicht fett und entwickelt sich ganz normal.
    Wird nun 2 Jahre alt.

    Das kannst du aber so gar nicht sagen, weil Hunde erst mit 2-3 Jahren vom Charakter und sozial komplett gefestigt sind. Du hast also keinen Vergleich, weil dein Hund nicht mal annähernd fertig war. Das ist meiner Meinung nach viel zu früh, mit 11 Monaten waren meine Hunde noch voll in der Pubertät. Fett werden und schlechtes Fell etc. kann auch alles noch kommen.


    Ich finde das auch überhaupt nicht aussagekräftig wenn man seinen Junghund (Frühkastration) kastrieren lässt und dann sagt: Ja ist alles toll. Da kommt ja noch das ganze Leben und vieles merkt man eben auch nicht direkt danach.



    Meiner war auch wie @flying-paws Spitz. Erst war es mehrere Monate ganz cool, dann habe ich den Chip noch mal setzen lassen und dann ging es bergab. An sich war es angenehm ohne Trieb, allerdings hatte er keine Freude mehr im Leben und wurde ängstlich und von anderen Hunden angegangen. Der 2. Chip hielt bei uns dann so 1 Jahr, aber war nur für 1/2 Jahr. Insgesamt war er 1 1/2 - 2 Jahre chemisch kastriert.

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