Ein fescher Spanier zieht ein

  • Dieser Hund hat nicht umsonst einen "Würger" um den Hals.

  • Unabhängig von der Situation, würde ich mich als Anfänger für einen anderen Hundetypen entscheiden.


    Sehr wahrscheinlich wird Liebe und Geduld nicht alles sein, sondern es ist Wissen gefragt, WIE man mit so einem Hund umgeht.
    Dazu gehört klare Führung, dass man sich selbst sehr sicher ist bei dem, was man tut, klare Regeln, sehr viel Struktur, sehr viele Rituale.
    Dann KANN ein sicherer Hund daraus werden.
    Für einen Anfänger wirklich schwierig in der Umsetzung, denn es gehört einiges an Wissen dazu.


    Such dir doch lieber einen lustigen Hundetypen aus, der mit sich selbst viel sicherer ist und am besten einen, der sich schon auf einer deutschen Pflegestelle befindet. Da kann man dann genau sehen, wie er sich HIER verhält und wie er mit dem Leben im Haushalt zurecht kommt.

  • Ich schließe mich den anderen an. Das hört sich wirklich nach sehr vielen Umgebungswechseln an, die einen selbstbewussten Hund doch bestimmt schon ziemlich verunsichern. Hast du nicht die Möglichkeit, ihn später kommen zu lassen?


    Ich kann dir gerne meine persönlichen Erfahrungen schildern :smile: Ich habe auch eine Hündin aus dem Tierschutz, sie war von Anfang an sehr freundlich, aufgeschlossen und neugierig und trotzdem verbrachten wir die erste Zeit damit, sie in Ruhe ankommen zu lassen und vor allem möglichst viele Rituale einzuhalten, um ihr Sicherheit zu geben. Dazu galt es, ihren Durchfall in den Griff zu bekommen und ihr die vollkommen unbekannte Welt zu zeigen. Dazu kam noch die Stubenreinheit, Leinenführigkeit, die Angst vor dem Autofahren und das Parasitenproblem - unsere Wohnung war nach ein paar Tagen voller Flöhe :muede: Alleine lassen klappte auch nicht, noch nichtmal die stressfreie Trennung von mir als Hauptbezugsperson. Das solltest du auch bedenken, bei uns wäre eine Fremdbetreuung nach bereits über 2 Monaten nicht drin :( : Wie gesagt, dass sind meine persönlichen Erfahrungen.


    Ich möchte da jetzt nicht irgendwie pessimistisch sein und dir die Freude auf deinen Hund vermiesen, aber das sind mögliche Dinge, die leider passieren können. Ich kann deine Vorfreude total verstehen, finde es aber total gut, dass du dich damit kritisch auseinandersetzt und scheinbar nach einer möglichen Lösung suchst. :smile:

  • Also ich würde mir als Ersthund diesen Hund nicht holen.


    Er geht ein paar Schritte liegt wieder, der Blick, Rutenhaltung etc. zeigt einen nicht nur ein bisschen traumatisierten Hund.
    Die Frage ist auch wie wohnt ihr? Stadt, Land - wie viel wird um ihn herum los sein. Wie viel Menschen wird er täglich begegnen.


    So hart es klingen mag und so sehr ihr euch in diesen Hund verguckt hat, ich würde dem Tierschutzverein absagen! Ich würde für das was ihr vorhabt, einen unbefangenen glücklichen fröhlichen Welpen vorziehen!

  • Und wieder einmal Frage ich mich, warum so ein Hund an Anfänger vermittelt wird, die Vollzeit arbeiten und vermutlich in der Stadt wohnen?
    Nur um des Vermittelns Willen?
    Dieser Hund wird ein Vollzeitjob- er wird sich nicht so einfügen, wie ihr das erwartet/erhofft.
    Da hilft es nix, ihm "helfen" zu wollen.
    Der Hund wird auch nicht dankbar sein und innerhalb von vier Wochen aufblühen und ein Menschenfreund werden.


    Überlegt, was ihr diesem Hund antut und wie egoistisch es ist, ihn nur wegen seines Aussehens in ein Leben zu zwingen, in das er nicht passt.

  • Ich bin mir zu 99,9% sicher, dass es für einen Hundeanfänger extremst schwer ist, einem so ängstlichen Hund aus seinem Elend herauszuhelfen, denn mit viel Liebe und Geduld kann der Schuss komplett nach hinten losgehen und man bestätigt einen ängstlichen Hund noch in seiner Angst, sodass man irgendwann nur noch ein zitterndes Nervenbündel hat, das sich immer und überall verkriechen möchte, wobei es auch Hunde gibt, die dann irgendwann zu Angstbeissern werden können, wenn sie sich nicht mehr anders zu helfen wissen.
    Bei so einem Hund kann man mit seiner eigenen Körpersprache so viel "vermurksen", das traue ich persönlich keinem Hundeanfänger zu.

  • Ich schließe mich der Meinung der anderen hier an.Aufgrund des Videos würde ich sagen der Hund braucht erst mal eine ruhige stabile Umgebung,dein Pensum ist viel zu viel für den Anfang.


    Und einen Hütehund-Mix ins Büro?Zumal seine Vorgeschichte ja unbekannt ist,er kann ja noch später unpassende Eigenschaften auspacken.Ich kann dir nur raten abzusagen.Bei deinen Anforderungen an einen Hund,Büro ist meiner Meinung nach nicht ohne,meine eine Hündin wäre zB auch völlig ungeeignet und würde das Büro bewachen,rate ich ab einen Hund direkt aus dem Ausland zu importieren.Es wäre besser du würdest dich hier auf Pflegestellen umgucken,dort sitzen immer mal wieder einfache unkomplizierte Anfängerhunde.Und du kannst den Hund erst mal unverbindlich kennenlernen,spazieren gehen usw.Gucken wie der Hund auf Fremde reagiert(wenn du kommst) etc.Eine gute Vermittlerin schätzt den Hund auch gut ein,ob er ins Büro passt.


    Die Chancen das es mit Elfos klappt wie du es dir vorstellst sind natürlich auch da,aber eher gering.Nachher ist Frust auf beiden Seiten,evtl sogar eine Abgabe.Muss man sowas riskieren?


    LG

  • Ich würde dem Hund so viel Veränderung in der ersten Zeitnicht zumuten.


    In den Videos macht der Hund einen ängstlichen bzw. unsicherenEindruck. Er lässt das Streicheln über sich ergehen, dreht aber den Kopf wegund meidet.


    Ich habe im August letzten Jahres einen 14 Monate alten Hundaufgenommen. Der hat in Deutschland gelebt und wurde „nur“ viermal in 6 Monatenherumgereicht. Ich habe ihn im Oktober für eine Woche mit in den Urlaubgenommen. Das war eigentlich zu viel für ihn. Er hat zitternd vor der Haustürgesessen und wollte kaum Fressen. Und der hatte zwei andere, absolut entspannteHundekumpel und kennt das Leben in Häusern.


    Wenn es unbedingt dieser Hund sein soll dann passt derZeitpunkt nicht.

  • Ich habe lange überlegt ob ich hier was zu sage oder nicht...


    Aber ich glaube ihr habt da völlig falsche erwartungen/hoffnungen von diesem Hund.
    Aus meinem direkten Umfeld kenne ich 10 Hunde aus dem Auslandstierschutz und zwar vom ersten Tag an.
    Diese Hunde sind völlig unterschiedlich, es sind vier dabei wo ich sagen würde es sind *normale* Hunde, fünf Hunde sind sehr *speziell* (ängstlich, schnell zu verunsichern) bei einer Hündin bricht zb die Welt zusammen wenn ausversehen in der Küche eine Gabel runter fällt oder eine Tür vom Wind zu geknallt wird...
    Ein Hund ist leider bis heute (bereits seit 1 Jahr in Deutschland) nicht an zu fassen!!!
    Die Hündin ist extrem ängstlich, bekommt panik wenn sie sich bedrängt fühlt und nutzt dann auch ihre Zähne als *letzte Rettung*. Ihre Besitzer können sie manchmal mit viel Glück leicht streicheln. Im Alltag läuft sie mit im Rudel, gelegentlich versucht sie stiften zu gehen, die Familie wohnt auf dem Land, in der Stadt wäre dieser Hund wahrscheinlich bereits an einem Herzkasper gestorben...
    Alle diese Hunde leben sehr ländlich und nur die wenigsten würden nach meiner einschätzung mit einem normalen Stadtleben, Bürotag, Alltag klar kommen.


    Ich möchte euch euren Traumhund nicht schlecht reden aber diese Hunde bringen unter umständen massive Probleme mit, das Video zeigt einen dieser tpischen *Angsthunde* wie ich sie hier kenne.
    Einen Hund der lieber weg wäre wie bei den Menschen, das kann auftauen aber ganz schnell wieder zerbrechen (fallende Gabel, lautes Geräusch ect.) dann ist man wieder bei nahezu Null und fängt von vorne an.


    So einen Hund nach einer Woche mit in ein Hochzeitshotel nehmen zu können, lange Auto zu fahren, ins Büro zu gehen, Urlaub zu machen, das scheint mir sehr unrealistisch.


    ps. alle Hunde hatten bei ihrer Ankunft Flöhe, egal welches Land, egal welcher Verein. Das in den Griff zu bekommen dauert schonmal 2-3 Wochen...

  • Ich werde genau das selbe schreiben, wie schon viele andere.


    Solltet Ihr wirklich Anfänger sein, bitte tut allen Beteiligten einen Gefallen und sagt wieder ab.


    Da Ihr das sowieso nicht tun werdet, bitte, bitte tut wenigstens folgendes:


    - Verschiebt die Ankunft
    - Sagt den Urlaub in Dänemark ab
    - Nehmt Euch Zeit, damit der Hund ankommen kann (Urlaub zu Hause kann ja auch ganz nett sein)
    - Sucht Euch einen guten Trainer, der Qualifikationen im Training mit ängstlichen Hunden hat

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!