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Leinenführigkeit nach 2 Jahren

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      Anne2016 schrieb:

      Wäre denn der Ansatz für die Leinenführigkeit nicht dahin gehend, dass die Leine für den Hund zum Ruhesignal wird? Doch wie übe ich das?

      Ich bin im Moment gerade recht gefrustet. Zwar kann mein Bub auch mal anständig an der Leine gehen, doch wenn er loslegt, zerrt das nicht nur an meinem Arm, sondern vor allem an meinen Nerven. 20kg mit Anlauf und einem völlig aufgeregtem Hund, weil er gerade eine Katze gesehen hat, oder zu einem anderen Hund hin möchte,... nicht mal die Leberwursttube kann ihn ablenken. Das bedeutet Frust für beide Enden der Leine.
      Das kommt mir sowas von bekannt vor.... Leine als Ruhesignal wäre echt super. ich hab's bei Splash nicht hingekriegt, aber der ist ja auch nicht die übliche Nummer. Und wir haben in der Bezihung auch Fortschritte erzielt, sehr viele sogar.

      Erster Schritt wäre, dass du dich von jeglichem Erwartungsdruck freimachst, den wohlmeinende echte oder selbsternannte Experten erzeugt haben. Dein Hund ist, wie er ist, und er ist toll! Und dann fokussierst du darauf, Verhaltensweisen noch toller zu machen, indem du sie unterstützt und bestätigst. Deine eigenen Ruhephasen hingegen gehören nur dir.
      Hunde:
      Rhian, Welsh Springer Spaniel Hündin *24.6.2006
      Splash, Welsh Springer Spaniel Rüde *1.6.2010
      WSS in Action - die Bilder!
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      Anne2016 schrieb:

      Wäre denn der Ansatz für die Leinenführigkeit nicht dahin gehend, dass die Leine für den Hund zum Ruhesignal wird?
      Ja, das wäre am besten. Ich habe das immer als Ziel und das ist ein wichtiger Grundbaustein bei meiner Leinenführigkeit.
      Freundschaft macht das Schwere einfach, das Trübe klar und das Alltägliche wundervoll.
      Du bist unvergessen.


      Fotos und Videos meiner Tiere: Meine Wauzens und die Wolligen
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      naijra schrieb:

      Erster Schritt wäre, dass du dich von jeglichem Erwartungsdruck freimachst, den wohlmeinende echte oder selbsternannte Experten erzeugt haben. Dein Hund ist, wie er ist, und er ist toll! Und dann fokussierst du darauf, Verhaltensweisen noch toller zu machen, indem du sie unterstützt und bestätigst. Deine eigenen Ruhephasen hingegen gehören nur dir.
      Erstmal Danke dafür :gut:
      Es fällt eben schwer, da ja nicht nur ich gefrustet bin, sondern mein Bub auch, weil es eben nicht so schnell weitergeht, wie und wohin er möchte. Und seinen Frust aushalten zu können erfordert meinerseits enorm viel Impulskontrolle ;)
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      flying-paws schrieb:

      Ja, das wäre am besten. Ich habe das immer als Ziel und das ist ein wichtiger Grundbaustein bei meiner Leinenführigkeit.
      Wenn man das hinbekommt, haben sich sämtliche Techniken zum Erlernen der Leinenführigkeit eigentlich erübrigt.
      Hier ein Leckerli, da ein Bein davorstellen, Stehenbleiben, Richtungswechsel, Leinenruck etc... Bis der Hund erstmal checkt, was das Ganze überhaupt soll ... :???:

      Doch wie macht man einem Hund klar, dass eine Bewegungseinschränkung etwas angenehmes ist?
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      Wir arbeiten seit Fili bei uns ist also über ein Jahr an der Leinenführigkeit und es klappt nicht. Teilweise ist sie regelrecht am Dauerzerren, was dann megaanstrengend ist. Manchmal läuft sie klasse, ohne dass man etwas sagen muss.

      Ganz bestimmt haben wir auch unseren Teil dazu beigetragen, dass es so ist, wie es jetzt noch ist. Sicher gäbe es andere Wege, ein starres Fuß z. B. oder mittels Härte, aber die stehen für uns außer Frage. Mit der Bindung hat es auch nichts zu tun, dass sie zieht.

      Fahr ich mit Fili aber in den Wald, nimm sie an die Schleppleine, ist sie ein Traum. Sie orientiert sich an uns, kommt auf Zeichen sofort zurück, setzt sich neben einen, läuft super entspannt, brettert nicht in die Leine. Die Leinenlänge ist egal, haben wir ausprobiert. Kaum sind wir wieder in der Stadt, geht das Gezerre wieder los.

      Also prinzipiell kann sie es, nur leider nicht in der Stadt. Mit Chucky war es genauso, es hat solange gedauert, bis sie die ganzen Reize der Stadt ausblenden konnte/bzw. sich dran gewöhnt hatte. Mein erster Hund Frisky war von Anfang an absolut problemlos an der Leine, obwohl ich kaum Leinentraining mit ihr gemacht habe. Der Unterschied ist einfach, dass sie null reizanfällig war.

      Insofern erlaube ich mir da kein Pauschalurteil, dass es mit jedem Hund klappt und dann auch noch in einem kurzen zeitlichen Rahmen.
      LG
      Maja

      und tasmanischer Teufel/Gremlin-Mix Fili *05/06/2015 :D

      Wir treffen uns wieder auf der großen Hundewiese:
      Langzungenfellfrosch Chucky *ca. 8/2000, + 13/11/2014
      Minirobbe Frisky *4/1996, +17/09/1999

      Black is beautiful!
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      Anne2016 schrieb:

      Doch wie macht man einem Hund klar, dass eine Bewegungseinschränkung etwas angenehmes ist?
      Ich glaube nicht, dass es darum geht, die Bewegungseinschränkung dem Hund als etwas Angenehmes zu vermitteln. Eher als etwas Unvermeidliches, Höhere Gewalt, sozusagen. Ist so, fertig. Schickt der Hund sich drein, wird erwünschtes Verhalten positiv verstärkt, die Einschränkung sozusagen verzuckert.

      Geht beim Autofahren ja ähnlich. Der Hund erlebt eine massive Bewegungseinschränkung, die unvermeidlich ist. Ist für ihn allerdings einfacher, da die Situation statisch ist, während er sich an der Leine in eng definierten Rahmen bewegen soll/darf. Trotzdem gibt es auch im Auto einzelne Hunde, die sehr ausdauernd gegen die Einschränkung ankämpfen.
      Hunde:
      Rhian, Welsh Springer Spaniel Hündin *24.6.2006
      Splash, Welsh Springer Spaniel Rüde *1.6.2010
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      Impulskontrolle beim Hund: warte, bleib etc ...Ist ja ok. Beim Mensch: Ach man, so lange ..Neeeee ich muss los, ach Handynachricht etc.
      :???: Die Zeit die man sich dafür nimmt und/aber auch die Ruhe die man vermittelt ist ebenso ausschlaggebend. Kann man/Mensch das nicht, in der heutigen Zeit leider zu oft,hat man die halbe Miete versemmelt.
      LG Michi :-)
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      MinnieMouse schrieb:

      Vielleicht könntest du diesbezüglich ein paar Ideen in die Runde werfen?

      Anne2016 schrieb:

      Doch wie macht man einem Hund klar, dass eine Bewegungseinschränkung etwas angenehmes ist?

      Da das Thema ja regelmäßig im Forum zu finden ist, hatte ich in meinem Fotothread mal einen Beitrag dazu geschrieben. Derzeit habe ich einen Gasthund, mit dem ich das auch so trainiere - gehört auch einer hibbeligen Rasse an und hält nicht so viel vom entspannten, langsamen Laufen. =)

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      flying-paws schrieb:

      Da das Thema ja regelmäßig im Forum zu finden ist, hatte ich in meinem Fotothread mal einen Beitrag dazu geschrieben. Derzeit habe ich einen Gasthund, mit dem ich das auch so trainiere - gehört auch einer hibbeligen Rasse an und hält nicht so viel vom entspannten, langsamen Laufen. =)

      Ist der Thread privat? Mir wird nämlich leider der Zugriff verweigert :ka:

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