Barf wird verweigert :(

  • Füttere doch einfach mal was frisches.


    Vielleicht ist beim Barf Express Menü was mit reingerutscht, was er absolut nicht abkann.


    Ich barfe ich seid 15 Jahren. Meine Hunde fressen absolut kein Kaninchen, Fisch nur bedingt (nur über Fressneid, einer gar nicht)


    Meine verstorbene Hündin wäre tatsächlich verhungert, bevor sie Karnickel gefressen hätte.


    Wenn dein Hund sehr schlank ist, dann kann es wirklich eine Abneigung sein.


    Oder bekommt Hund doch zu viel Fressen angeboten?


    Ich mache das eh pragmatisch. Ich stell bei sowas auch mal Trockenfutter hin, wird das gefressen, freu ich mich, dass ich weniger abwaschen muss und geniesse.....bis.....ich dann die Haufen wegmachen muss.....
    Ich gebe auch mal Dose.

  • Das heißt wohl so?Die TÄ sagt das sich die Labore auch darauf eingestellt haben das viele Leute barfen, ist ein großes Blutbild aber mit einigen Werten zusätzlich wie Vitamine und so weiter auch Schilddrüse.


    ...

    Danke für die Erklärung :-) Ich hatte das tatsächlich noch nicht gehört - aber nagesichts der zumehmend bewußteren Ernährungunserer Haustiere durchaus sinnvoll - wenn man denn daraus tatsächlich was ablesen kann.

  • @najira: ich denke, nach 6 Jahren Barfen und einem perfekten Blutbild kann man schon in etwa sagen, daß man net alles falsch gemacht hat.


    Dazu noch den Hund selbst betrachtet: Fell, Lebhaftigkeit, körperliche Beschwerden etc. - wenn das alles auch noch ok ist, ist doch die Wahrscheinlichkeit, daß kapitale Fehler in der Ernährung begangen wurden, ziemlich gering, denke ich.


    Dann ist eben das Blutbild ein Mosaikstein im Gesamtbild, wenn man es so betrachten möchte. Aber den Hund komplett mit hunderttausend Werten und Bildgebenden Verfahren etc. (und dann u.U. auch Kosten im 3-4-stelligen Bereich) auf den Kopf zu stellen, würde für mich nur dann Sinn machen, wenn ich feststelle, irgendwas am Hund paßt net, und finde anders keine Ursachen.

  • Ich staune vielmehr, dass es sich immer noch nicht herumgesprochen hat, dass ein Blutbild KEINE taugliche Methode ist, um die korrekte Nährstoffversorgung zu überprüfen.

    Jedes Blutbild ist natürlich eine Momentaufnahme. Insofern sind auch die Werte im weiteren Verlauf entscheidend. Erst dann kann man konkrete Angaben über einen beginnenen Krankheitsprozess erhalten.
    Bestimmte Werte geben allerdings auch Hinweise darauf, ob die derzeitige Fütterung korrigiert werden muss und manche Werte zeigen im Verlauf sog. Tendenzen an, die man ebenfalls bei der Ernährung berücksichtigen kann.


    Beispiel: Harnstoffwert



    Ist der Harnstoffwert erhöht, füttert man in der Regel zu proteinlastig bzw. zu bindegewebereich. Das führt zu einer vermehrten Ammoniakbildung. Ein durchaus wichtiger Anhaltspunkt in der Ernährung.
    Manche Organwerte müssen allerdings besser im Zusammenhang miteinander gesehen werden. Dazu gehört auch der Harnstoffwert. Er steht in Verbindung mit dem Kreatininwert. Sind beide Werte erhöht , dann wird die Niere zu stark belastet. Sind beide Werte geringfügig erhöht ( ggf. auch ein erhöhter Phosphatwert), wäre das eine "Tendenz" in Richtung Nierenerkrankung. In diesem Fall wären wohl weitere medizinische Untersuchungen sinnvoll.
    Ist "nur" der Harnstoffwert erhöht, dann ist das ein klarer Hinweis, dass die derzeitige Fütterung nicht ausgewogen bzw. fehlerhaft ist. In der Regel ist dieser Wert nach einer Korrektur bei der nächsten Blutuntersuchung auch wieder im Normalbereich.


    Es gibt aber auch noch andere Werte, die unter Umständen auch mit der Ernährung in Verbindung gebracht werden können.
    Ein erhöhter Natriumwert kann z.B. darauf hinweisen, dass der Flüssigkeitshaushalt des Hundes gestört ist. Das kann bedeuten , dass der Hund zu wenig trinkt bzw. sein Futter etwas "suppiger" ausfallen sollte.
    Ein dauerhaft erhöhter EOS-Wert kann auf eine Futtermittelallergie hinweisen oder auf eine spezielle Unverträglichkeit, die weitere Untersuchungen nachziehen könnte.
    Erhöhte Triglyceride deuten u.a. auf eine zu KH-reiche Ernährung hin. Verminderte MCHC-Werte gehen in Richtung Vitamin B6-Mangel.


    Der (verminderte) MCHC-Wert ist übrigens auch interessant in Bezug auf die Ernährung und steht unter Umständen in Zusammenhang mit einem erhöhten Harnstoffwert. Je mehr Protein aufgenommen wird, um so mehr wird Vitamin B6 benötigt, d.h. konkret, dass bei einer übermäßigen Proteinzufuhr der Bedarf an Vitamin B6 nicht gedeckt wird.
    Bei einer abwechslungsreichen Ernährung eigentlich kein Problem. B6 steckt u.a. in Milchprodukten, in Leber und Geflügel, Fisch, Feldsalat, Nüsse, Bananen.


    Ich finde, wer die Blutwerte "lesen" kann, bekommt eine Menge interessante Infos über das, was im Körper des Hundes vorgeht.
    Ich persönlich würde meine Aufmerksamkeit jetzt nicht nur auf ungenaue Kalziumwerte richten, sondern das Blutbild (Kleines Blutbild + Differential-Blutbild) in seiner Gesamtheit analysieren bzw. die verschiedenen auffälligen Werte miteinander vergleichen.
    Ich habe anhand reglemäßiger Blutbild-Werte + deren Tendenzen die selbstverantwortliche Ernährung meines Hundes immer mal wieder korrigiert. Fand ich sehr hilfreich.....und gar nicht irre" ;)


    Heraus kam eine moderat geringe Proteinfütterung, reduzierte KH-Rationen und viel "suppige" Menüs, sowie den Hinweis auf eine bestehende, aber bisher nicht erkannte Futtermittelunverträglichkeit ( durch den EOS-Wert).


    Was das "Barf-Profil" betrifft:
    http://www.idexx.de/smallanima…e-tests/barf-profile.html


    Soll Jeder denken was er will, aber ich finde den "gutgemeinten" Wink in Richtung Rationsberechnung eher geschäftstüchtig als hilfreich. ;)

  • @ Audrey II


    Danke für die Info's :bindafür:


    Da kann ich selber schon mal ein bischen drüber schauen ;)
    Ich hab leider keine Ahnung von den Werten, bekomme das aber wie gesagt von jemand aufgeschlüsselt.


    Also meinst du ein Barf Profil ist nicht so Sinnvoll?
    Die TÄ sagte das es ein großes Blutbild ist nur zusätzlich noch Vitamine Schilddrüse usw.

  • Bei einem jungen(?) Hund, der "topfit" ist, warum wird ein Schilddrüsenprofil empfohlen?


    Der Hund ist etwas dünn, weil er grad nicht frisst, das spricht nicht für "Schilddrüse".
    Grosses Blutbild und Ast (Harnstoff , Natrium, Krea, evt. Fette und Leberwerte), ist bestimmt nicht falsch als Ausgangswert.

  • Nein das kam vielleicht falsch rüber.
    Empfohlen wurde mir garnichts, sondern ich wollte ein großes Blutbild und habe der TÄ gesagt das ich barfe und das ich gehört hätte das es da ein spezielles Blutbild gibt.
    Und sie meint das es sicher nicht verkehrt ist, das mal zu machen.


    Sie meinte das es beim barfen sinnvoll ist die Schilddrüsenwerte zu überprüfen da oft Fleisch dabei ist, das die Werte erhöht.


    Wird also alles auf meinen Wunsch gemacht ;)

  • Also meinst du ein Barf Profil ist nicht so Sinnvoll?

    Naja.....ich barfe ja nicht, sondern ernähre meine Gourmet-Schnute mit gekochten Menüs ;) ......und ich lasse regelmäßig Blutbilder erstellen seitdem mein Hund 3 Jahre alt ist. Er hat aber auch noch andere Baustellen.
    Nach 2 Jahren "Fertig-Barf" wäre ich an deiner Stelle auch sehr gespannt auf die Blutwerte. Ich persönlich hätte wohl auch meine Schwierigkeiten, rohen gewolften Fleisch(abfällen), ein paar Möhren/Obst und zugesetzten synthetischen Vitaminen zu vertrauen, aber ich bin auch generell mißtrauisch bei irgendwelchen Fertigmischungen.


    Statt des Barf-Profils wäre vielleicht das Geriatrische Profil als Basis-Untersuchung ganz interessant. Das ist nicht nur für ältere Hunde sinnvoll. Wie gesagt, bei meinem Hund habe ich es das 1. Mal mit 3 Jahren erstellen lassen.
    Es beinhaltet den T4-Wert, Niere ( Harnstoffwert), Leber, Pankreas, Muskel ( Kalzium und Co.), sowie das normale Blutbild ( Leykozyten) und das Differential-Blutbild ( Eosinophile usw). Diese umfangreiche Blutuntersuchung bietet einen detaillierten Überblick über den Gesundheitszustand deines Hundes.
    Ansonsten reicht natürlich auch ein regelmäßig erstelltes "Großes Blutbild".


    Auf das Gewicht des Hundes ist auch unbedingt zu achten. Wenn der Hund abnimmt, dann stimmt die Zusammensetzung des Futters nicht oder der Hund kann aus verschiedenen Gründen die zugeführten Nährstoffe nicht verwerten.


    Hier ein paar Infos zum Barf-Profil:


    Ein sogenanntes Barf-Profil mittels Blutuntersuchung wird von den tiermedizinischen Laboren angeboten und kann Hinweise auf eine Fehlernährung liefern. Laboklin, ein Labor für tiermedizinische Diagnostik, berichtet aktuell von einer ersten Auswertung von 200 Blutproben gebarfter Tiere. In 8 % aller untersuchten Fälle liegt eine Hypokalzämie vor, in 19 % eine Hyperphosphatämie, und in 7 bis 11 % der vorliegenden Blutproben liegen Über- bzw. Unterschreitungen des Referenzbereiches für Vitamin D vor. Der Vitamin-A-Spiegel liegt dieser Studie zufolge in 57 % der Fälle unter dem Referenzbereich.
    http://tierarzt-kleinmachnow.de/das-barfen-rohfutterung


    Lass`mal von dir hören, wie du dich entschieden hast. Die Ergebnisse der Blutuntersuchung bzw. des Barf-Profils würden mich auch interessieren
    :smile:

  • Ein grosses Blutbild beinhaltet "kleines Blutbild und differential Blutbild"


    LG

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