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Austausch: Über Hunde mit Menschenproblemen

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      Joco und Co schrieb:

      Im Wald läuft er ganz ruhig an Joggern oder Spaziergängern vorbei und das ist ein riesengroßer Erfolg
      Könntest du mich auf einen Post verweisen, wo du berichtet hast, wie ihr daran gearbeitet habt? Oder würdest du noch mal davon erzählen?

      Jogger, Radfahrer und (am schlimmsten) Kinder auf Rollern sind hier auch ein Thema, an welchem ich noch intensiver arbeiten möchte.
    • @mary-k klar, kann ich noch mal davon erzählen, aber das wird dann ein Roman (in meinem Fotothread steht auch viel über unsere Arbeit), doch ich schreibe mal drauf los.

      Bei Faro ist die Lage ja ganz anders als bei Deinem Cosmo. Ich muss etwas ausholen, damit alles verständlich wird.
      Faros Eltern wurden im TH natura parc, St. Eugenia auf Mallorca abgegeben. Es ist eine der sogenannten Tötungsstationen. Die Mutter war trächtig, bekam den Wurf und der Wurf kam dann in die Welpenstation bis er 1 Jahr alt war und dann ging es zurück in die Tötung. Das bedeutete, die jungen Hunden haben nichts gelernt, hatten kaum Kontakte zu Menschen und wenn, waren es sicher nicht die besten, daraus resultiert Faros Angst vor Fremden.

      Als er ca 6 mon bei uns war, ging ich in eine HuSchu und diese Trainerin kannte sich mit Angsthunden aus. Wir arbeiteten an Vertrauensaufbau, Aufbau des Selbstwertgefühles und das war bei Faro sehr wenig ausgeprägt. Die Schisser sollten bspw durch ein, mit einem Tuch abehängtes Tor, durch einen Tunnel oder auf verschiedenen Untergründen liegen. Das waren Maßnahmen, die Faros Ego deutlich gut taten.
      Dann hörte die Trainerin aus gesundheitlichen Gründen auf zu arbeiten und wir gingen zu Buddy-Joy hier aus dem Forum. Sie hat einen ganz anderen Ansatz und der ist für uns noch besser.
      Manu arbeitet auf der Basis von Ruhe, Entschleunigung, Impulskontrolle, Orientierung an den Menschen und das ist die Methode für Faro.

      Wir machen täglich einen "Lahmarschspaziergang" von ca 5 Minuten, heißt, ich gehe mit den Hunden so langsam, dass ich bald umfalle, jede Bewegung wird im Zeitlupentempo ausgeführt, selbst die Leckerchengabe. Du glaubst nicht, was diese Ruhe den Hunden gut tut. Du hast bei diesen Spaziergängen tatsächlich die volle Aufmerksamkeit der Hunde, ohne etwas dafür zu tun. Das ist genial.

      Das war das, was mir spontan einfällt. Wenn Du noch Fragen hast, her damit


      EDIT: Kinder auf Rollern oder laute Kinder sind nach wie vor Feindbild Nr 1
      Viele Grüße
      Conny und
      Die schwarz-weißen Niederauer

      Dago in meinem Herzen(1999-2015)

      Einen Hund zu verletzen dauert nur wenige Sekunden.
      Sein Vertrauen zurück zu gewinnen jedoch mehrere Monate


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    • Danke für die Antwort! Euren Photothread muss ich noch durcharbeiten, so wie die vieler anderer. Im Moment schaffe ich es gerade mal, mit den neuesten Posts "up to date" zu bleiben. ;)

      Joco und Co schrieb:

      Wir machen täglich einen "Lahmarschspaziergang" von ca 5 Minuten, heißt, ich gehe mit den Hunden so langsam, dass ich bald umfalle, jede Bewegung wird im Zeitlupentempo ausgeführt, selbst die Leckerchengabe. Du glaubst nicht, was diese Ruhe den Hunden gut tut. Du hast bei diesen Spaziergängen tatsächlich die volle Aufmerksamkeit der Hunde, ohne etwas dafür zu tun. Das ist genial.
      Das klingt spannend. Ich glaube, das probier ich auch mal aus!

      Eure Hintergrundstory ist ja echt etwas "heftiger". Da sind die Erfolge ja noch beeindruckender! Toll! :)
    • Alles klar bei den Schissern?

      Wieder mal ein Update und ich hoffe, es nervt nicht, wenn ich von unserem Hundeschulsamstag berichte, denn es sind immer wieder Positivmeldungen.

      Gestern habe ich anfangs mal mit beiden Hunden getrennt arbeiten wollen, d.h. Attila wurde bei Manus Mann Stefan geparkt. Mit Faro lief das Training richtig gut, ich hatte seine volle Aufmerksamkeit und andere Hunde und Menschen juckten Faro gar nicht. Dann habe ich mit beiden Jungs gleichzeitig trainiert, was ja immer gut läuft. Meine Idee, Faro mal bei Stefan zu parken, setzte ich in die Tat um, weil es mich interessierte, wie Faro wohl reagieren würde.
      Er war klasse, beobachtete uns bei durchhängender Leine, war vollkommen entspannt, nahm Leckerchen von Stefan und klaute sogar ein Leckerlie von Stefans Bein :hurra: war ja gewollt, doch wir glaubten nicht, dass FAro so mutig wäre.

      Gestern Morgen beim Bäcker traf ich einen Mann, der Faro von Anfang an kannte, wusste also, wie er drauf war, als er bei uns einzog. Wir gingen vom Bäcker aus ein Stück zusammen, Faro blieb ohne zu ziehen an meiner Seite und der Mann sagte "boah, was ist der Hund toll geworden"

      So schissig Faro sonst auch ist, aber im Wasser vergisst er alles






      Viele Grüße
      Conny und
      Die schwarz-weißen Niederauer

      Dago in meinem Herzen(1999-2015)

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      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Joco und Co ()

    • Ich finde es super, dass du von euren positiven Erlebnissen und Trainingserfolgen berichtest!

      Solch Komplimente oder Beobachtungen von Außenstehenden sind immer Gold wert, finde ich.

      Meine Trainerin hatte vorgestern beim Mantrailing kommentiert, wie viel entspannter Cosmo mittlerweile schon in manchen Situationen ist. Das hat mich auch total gefreut. Sie kennt ihn ja fast genauso lang wie ich (finden bei ihr an, als Cosmo 2 Wochen bei mir war) und hatte zwischenzeitlich auch schon kommentiert, dass er total hibbelig sei, usw.
    • Neu

      Danke Ihr Lieben

      mary-k schrieb:

      Meine Trainerin hatte vorgestern beim Mantrailing kommentiert, wie viel entspannter Cosmo mittlerweile schon in manchen Situationen ist.
      Das freut mich sehr und man weiß dann selber, dass der eingeschlagene Weg der richtige ist
      Viele Grüße
      Conny und
      Die schwarz-weißen Niederauer

      Dago in meinem Herzen(1999-2015)

      Einen Hund zu verletzen dauert nur wenige Sekunden.
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    • Neu

      Ich lese auch gerne Eure Geschichten und zugegeben ich bin Faro Fan :cuinlove:

      Bei uns ist nicht viel passiert, da sich alles um Ömi drehte und der Maverick sich vernachlässigt fühlt :D . Dafür waren wir oft beim Tierarzt und er war einfach mit. Hat er toll gemacht, wobei er sich letztes Mal selbst überfordert hat. Schmeisst sich an die Tierärztin ran, dabei Rute eingeklemmt und Leckerlies konnte er nicht nehmen. Man sah ihm deutlich den Konflikt an, aber er ist ja freiwillig hin. Warum macht er sowas ?
      Liebe Grüße Jana und Wuffel

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Ninma ()

    • Neu

      Ninma schrieb:

      Schmeisst sich an die Tierärztin ran, dabei Rute eingeklemmt und Leckerlies konnte er nicht nehmen. Man sah ihm deutlich den Konflikt an, aber er ist ja freiwillig hin. Warum macht er sowas ?
      Darüber habe ich mir gestern Abend schon den Kopf zerbrochen, aber keine Idee, warum Maverick sich da so verhalten hat. War vielleicht eine andere Helferin dabei als sonst? Aber dann wäre er ja eher zu Dir gekommen, Jana, oder?
      Viele Grüße
      Conny und
      Die schwarz-weißen Niederauer

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