ANZEIGE

Qualzuchten

    • ANZEIGE

      Quebec schrieb:

      Atrevido schrieb:

      Zum Glück definiert einen Molosser noch weit mehr als Gelassenheit
      Was noch, außer seiner imposanten Größe?
      Die Frage von einer angeblich langjährigen Molosserhalterin ist mir zu doof, sorry. Dazu gehört weit mehr.
      LG Saskia und das Bull-Terrier-Team


      Shira – Old English Bulldog *29.11.2010
      Lito – Irish Soft Coated Wheaten Terrier * 26.11.2016
      Sancho – Cane Corso für immer unvergessen im Herzen <3
    • ANZEIGE
    • Hier schreiben ja viele, die sich mit Zucht, Rassestandards und Verfahrensweisen auskennen. Und immer wieder dreht's sich im Kreis bei der Frage wie der Mops (der hier zum Inbegriff der Qualzucht geworden zu sein scheint) gerettet werden kann.

      Was mich interessieren würde:
      Eine Rasse gewinnt stark an Beliebtheit. Eher Begleit- als Gebrauchshund...

      Nehmen wir zum Beispiel mal den Pudel.

      Hättet ihr denn Ideen wie man verhindern könnte, dass bestimmte Merkmale so überbetont werden, dass der Pudel zur Qualzucht wird?

      Also das Pferd von hinten aufzäumen: Wer oder welche Institutionen, sollten idealerweise Alarmglocken schlagen, wenn eine Rasse "kippt".
    • Gersi schrieb:

      Hättet ihr denn Ideen wie man verhindern könnte, dass bestimmte Merkmale so überbetont werden
      Ich denke, das schraubt sich hoch.
      Der Rassehund soll sich deutlich unterscheiden von anderen Rassehunden.
      Dann wird selektiv gezüchtet. Es werden Standards gesetzt, auf Ausstellungen als vorzüglich bewertet.
      Und wenn da z. B. die kurze Nase positiv bewertet wurde, dann züchtet man eben auf noch kürzere Nase, weil man sich davon noch mehr Champions verspricht.

      Sowas kann man nicht verhindern.
      Ist menschliche Geltungssucht.
      Johanna mit
      Crazy (*2004) Terrier-Mix aus dem TH Lübbecke
      Betsey (*2002) Kurzhaar-Border-Collie aus der Tieroase Birkenschold (ursprünglich aus Irland)
      und Ingo, Boy, Paula, Willi, Karlheinz und Tapsi (in den ewigen Jagdgründen)
    • @Gersi

      Der Pudel ist ein ganz schlechtes Beispiel. Denn der Pudel hat einen Vorteil, den viele andere Rassen nicht haben.
      Seine Fellstruktur. Darunter ist er noch ein Hund mit relativ gesunden Körperbau.

      Während die Züchter anderer Rassen an Nasen, Grösse, Winzigkeit, .... versucht hä en, haben sich die Pudelzüchter rsp. Aussteller darin versucht, die im Standard vorgegebenen Frisuren zu "optimieren". Wenn jetzt noch das Verbot von Haarspray konsequent auf jeder Ausstellung durchgesetzt werden würde, dann würden sich auch die Fellaufbauten in Grenzen halten.
      Nicht missverstehen ... MIR persönlich gefällt ein Pudel im Continental Clip. Aber die Fellänge sollte in dem Rahmen bleiben, dass man ohne Spray auskommt. Dann würde vielleicht auch wieder etwas mehr die Fellqualität berücksichtigt werden. Dieses flusige überweiche Fell mag sich ja toll anfühlen. Aber eigentlich sollte das Fell etwas fester und elastischer sein als bei vielen Pudel heutzutage .... Dann klappt das auch ohne Haarspray.
      Einzig die Köpfe sollten im Moment etwas mehr beachtet werden. Es entwickelt sich seit Jahren ein Trend zum Barsoi-artigen Gesichtsschädel. Laut Standard sollte die Länge des Gesichtsschädels 9/10 des Hirnschädels betragen. Bei manchen Pudels bin ich mir fast sicher, dass der Gesichtsschädel länger als der Hirnschädel ist.
      Jo, und die Rückenlänge sollte auch zukünftig mehr betragen als die Höhe.
      Viele Grüße
      Cindy
    • Cattlefan schrieb:

      kattarina schrieb:

      Die Kommunen - Qualzuchten werden halt teurer in der Haltung, für den Mops gibt es dann die Auflage, nachzuweisen, dass der Hund gut atmen kann. Kann der nicht erbracht werden, wird es teuer. Vice versa mit Schäferhund, Dogge etc.
      Man kann nicht ein "Extra-Hundeschutzgesetz" schaffen.
      Hunde sind auch "nur" Tiere, wie alle anderen auch. (Vorm Gesetz)
      Wenn man jetzt alle Qualzuchten hoch besteuern würde, würden ganze Wirtschaftszweige wegbrechen (Legehennen-Betriebe, Rindermast.....), entsprechend die Arbeitslosigkeit in ländlichen Gebieten stark ansteigen, eine Landflucht eintreten, Wohnraum in den Städten knapp und entsprechend teuer werden.
      Außerdem Nahrungsmittel tierischer Herkunft (auch die im Hunde-/ Katzenfutter!) würden unbezahlbar werden

      .....

      Die Vorstellung, dass der Staat sich zur Aufgabe macht, für Hunde alles zu verbessern, alle anderen Tierarten aber außen vor zu lassen ist ein wenig kurz gedacht.
      Denn nur weil Hunde für UNS was besonderes sind, ist das für die große Mehrheit der Menschen nicht so.
      Deswegen kann der Staat den Hundeschutz nicht höher bewerten als den übrigen Tierschutz.

      Beim übrigen Tierschutz muss und kann eben jeder vor seiner eigenen Tür kehren, wenn er was verbessern will.
      im Tierschutzgesesetz und den Folgeverordnungen wird schon mit zweierlei Maß gemessen. Wenn man sich z.B. die Flächenvorgaben anschaut, da darf man auf 6 Quadratmetern 1 Dackel halten, 2 Mastbullen oder 8 Mastschweine. Das lässt sich wissenschaftlich nicht begründen, der Hund hat einfach einen besseren Stand.
      Und auch die Gemeinden dürfen besteuern wie sie lustig sind, siehe "Kampfhundesteuer" oder wir haben eine Gemeinde der der Dobermannn nicht gefällt, der wird fast 10mal so hich besteuert wie andere Hubderassen obwohl er auf keiner Liste steht. Eine Qualzuchtsteuer wäre echt mal was, wird blos keiner umsetzen.

      Und um nochmal auf den Qualzuchtparagraph zu kommen, wie viel einfacher wäre es, wenn Hunde mit Qualzuchtmerkmalen nicht zur Zucht eingesetzt werden dürften, statt diesen verqueren Umweg zu gehen, dass die Nachkommen mit hoher Wahrscheinlichkeit Qualzuchtmerkmale haben werden. Das ist doch viel schwieriger zu beweisen.
      Teresa mit Laurin & Luca
    • Bei aller Unterschiedlichkeit im Wesen von verschiedenen Hunderassen: vielleicht sollte man den Fokus nicht vergessen - und der lautet “das sind alles Hunde!“
      Manchmal denke ich, genau DAS wird vergessen und die Tiere werden ausgesucht, wie Accessoires zur Deko für die Wohnung. “Ein Chi ist so praktisch, der passt in die Handtasche oder ein Mops braucht nicht viel Bewegung“ sind doch alles Bilder, die in den Medien so dargestellt werden.
      Und da sähe ich den grossen Dachverband der Hundezucht schon in der Pflicht, dieses Bild geradezurücken. Es geht immer noch um Hunde! Wem ein Hund über 2kg “zuviel Hund“ ist, der sollte sich wirklich fragen, ob es nicht besser ein Meerschweinchen sein sollte.
      Trauriger Weise passiert genau das aber scheinbar nicht beim grossen Dachverband der Hundezucht.
      Die Tatsache, dass es sich um Hunde (mit ihren ureigensten Bedürfnssen) handelt, gerät immer mehr in den Hintergrund.
    • Patti schrieb:

      Und da sähe ich den grossen Dachverband der Hundezucht schon in der Pflicht, dieses Bild geradezurücken. Es geht immer noch um Hunde! Wem ein Hund über 2kg “zuviel Hund“ ist, der sollte sich wirklich fragen, ob es nicht besser ein Meerschweinchen sein sollte.
      Es ist zwar schon mehr als einmal geschrieben worden, aber bei dem "großen Dachverband" darf mit Hunden unter 2 kg nicht gezüchtet werden. Diesen Markt bedienan andere ;)
      Lieben Gruß Gaby, ihre schweren Jungs und Finn



      **Mit der Dummheit kämpfen Götter selbst vergebens.**


      (Die Jungfrau von Orleans - Friedrich von Schiller)

      Bruno
    • Quebec schrieb:

      Patti schrieb:

      Und da sähe ich den grossen Dachverband der Hundezucht schon in der Pflicht, dieses Bild geradezurücken. Es geht immer noch um Hunde! Wem ein Hund über 2kg “zuviel Hund“ ist, der sollte sich wirklich fragen, ob es nicht besser ein Meerschweinchen sein sollte.
      Es ist zwar schon mehr als einmal geschrieben worden, aber bei dem "großen Dachverband" darf mit Hunden unter 2 kg nicht gezüchtet werden. Diesen Markt bedienan andere ;)
      Wenn du mit 2 x 2kg Hund züchtet kannst du dann dafür Garantieren das keiner der Welpen weniger als 2 kg wiegen wird? ;)
    • Zum Retro-Mops-Projekt: ich als Zucht-Laiin finde das eigentlich sehr gut, wenn man tatsächlich über die F1 hinauskommt. Dem Mops wieder zu uneingeschränkter Lebensfreude zu verhelfen, sollte doch oberstes Gebot sein. Das ohne Einkreuzung fremder Rassen zu schaffen würde doch sehr, sehr lange dauern. Eine Zeit, in der nach wie vor viele stark eingeschränkte Lebewesen geboren werden.

    ANZEIGE