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Unser April Projekt: Klasse statt Masse !

    • Unser April Projekt: Klasse statt Masse !

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      In diesem Monat möchten wir Tierschutzprojekte vorstellen, die man unter das Motto:

      "Klein, aber fein - die persönliche Hundevermittlung"

      stellen könnte.

      Ihr findet eine kleine Auswahl an ehrenamtlich arbeitenden Menschen, die sich nur einer begrenzten Zahl Hunde annehmen, diese sehr persönlich, teils im eigenen Haus, halten. Sie kümmern sich um jeden einzelnen, sorgen, umsorgen, trainieren und können somit auch eine aussagekräftige Beschreibung zum zu vermittelnden Hund geben, kennen seine Stärken und seine Schwächen.

      Hier werden keine Überraschungspakete abgegeben, sondern gezielt das ideale Zuhause, der passende Mensch zum Hund gesucht - hier werden Freundschaften fürs Leben geschaffen ;-)

      In den nächsten Wochen werden weitere Projekte folgen, beginnen werden wir mit dem Hundshuus und seinen Bewohnern, aber lassen wir die "Chefin" doch selber erzählen ...
      Begegne einer Gemeinheit mit einem Lächeln, es beschützt einen Teil deiner Seele !
    • Unser April Projekt: Klasse statt Masse !

      Hundshuus-Werdegang

      Durch mehrjährige ehrenamtliche Arbeit in Tierheimen geprägt und frustriert über die Vermittlungspraktiken, beschloss ich 1980, meine eigene, private Hundevermittlung zu starten. Meine Arbeit vor Ort auf unserem grossen Hof begann.
      Eines der Neben-Stallgebäude wurde isoliert, es wurde Strom gelegt, Sofas und Betten bildete das erste Mobiliar. Es standen den Hunden 100 m² Raum zur Verfügung. Die Wärmequellen waren Ferkelleuchten, die punktuell über Körben und Sofas zum Einsatz kamen.
      Da unser Landkreis Lüchow-Dannenberg über kein Tierheim verfügt, die Fundhunde aber unter erbarmungswürdigen Umständen „gelagert“ wurden und an den erst Besten (bzw. Schlechtesten) abgegeben wurden, bot ich den verschiedenen Nachbar-Gemeinden im Landkreis an, die Tiere für sie völlig kostenlos aufzunehmen und nach meiner genauen Charakterisierung an geeignete Halter zu vermitteln.
      Die Gemeinden waren zwar skeptisch (weshalb sollte jemand so etwas machen….?), aber stimmten dem Angebot zu.

      Die Fundhunde hatten seinerzeit auf dem Hof ca. 3000 m² Auslauf hundesicher eingezäunt und entspannten im Spiel mit unseren eigenen Hunden. Im Laufe der nun 31jährigen, immer rein privat finanzierten Arbeit änderten sich einige Dinge gegenüber der ersten Stunde:
      Es gibt inzwischen ein sehr grosses bewaldetes Areal neben den Koppeln, so dass sich die Hunde auf fast 2 ha (20.000 m²) tummeln können. Um Gruppen getrennt halten zu können, sind viele Unterteilungen entstanden, die Holzzäune der Anfangszeit sind massiven hohen Toren und Zäunen aus Metall gewichen. Ein weiteres Stallgebäude, der frühere Pferdestall, wurde nach dem Tode unseres letzten Pferdes vor ca. 6 Jahren zum zweiten Hundehaus umgebaut. Hier haben die Hunde grosse helle Innenräume mit einer vor dem Gebäude aussen liegenden Sonnenterrasse im 60 m² Gehege pro Hund, im Innenbereich vor den jeweiligen Zimmern befinden sich weitere Ausläufe mit Sägemehl-Ecken und erhöhten Liegeflächen. Die Hunde haben in allen Räumen leise klassische Musik zur Entspannung. Zwar wird jeder Hund in der Nacht separat gehalten (wegen der Futterknochen), aber Nasenkontakt ist möglich. Tagsüber laufen die Hunde – je nach Witterung – in grossen Gruppen miteinander.








      Heutzutage geht kein Hund mehr aus dem Haus, der nicht vorher kastriert, entwurmt, geimpft und gechippt wurde. Die Vermittlung erfolgt zu fast 98 % über die vor 10 Jahren ins Internet gesetzte website hundshuus.de
      Die Leute müssen sich schriftlich mit einer Art kleinem Lebenslauf bei mir bewerben und anschliessend den ihnen zugeschickten Fragebogen ausfüllen. Nach einem Telefonat wird dann entschieden, ob ich sie ins Hundshuus einlade oder sie vielleicht doch lieber nach einem anderen Hund suchen sollten.
      Durch diese veränderte Taktik habe ich deutlich weniger Besucher vor Ort, erspare damit den Hunden Stress und habe dadurch selber mehr Zeit.
      Da alle praktischen Arbeiten rund um die Hundevermittlung ( Training, Fütterung, Tierarztbesuche, Fotos, Texte, Wäscheberge bewältigen, Hundezimmer reinigen, Kot sammeln, e-mails beantworten, Telefondienst und und und) neben Garten und Haushalt und vielen eigenen, nicht vermittelbaren Hunden von mir seit jeher alleine bewältigt werden, muss ich sehr überlegt mit der zur Verfügung stehenden Zeit umgehen.
      Mein Mann unterstützt mich als webmaster und lädt alle Fotos und Texte für mich auf die website.

      Zurzeit wohnen neben den eigenen (hängengebliebenen) Hunden sieben Vermittlungshunde im Hundshuus, wovon sich die Vermittlung der reinrassigen Schäferhündin Ella als am schwierigsten erweist. Obwohl durch einen VDH-Züchter produziert, scheinen die Liebhaber dieser Rasse ihre Hunde nicht aus dem Tierschutz übernehmen zu wollen.






      Ella, eine am 25.10.2007 geborene, sehr schöne dunkle Hündin, wurde bis zu ihrem Einzug ins Hundshuus immer jämmerlich und in Einzelhaft gehalten. Beim Züchter vegetierte sie von der Mutter getrennt im Zwinger vor sich hin, beim Käufer sass sie tagsüber bei Wind und Wetter auf einer Betontreppe vor der Haustür. Das Areal war winzig, Ella gewöhnte sich an, vor Frust und Unterbeschäftigung ihre Rute zu jagen. Bei der Ankunft hier vor Ort war die Rute blutig und haarlos.
      Inzwischen ist Ella natürlich kastriert, geimpft und gechippt, ihr Fell ist seidig und dicht geworden, die Rute wieder behaart.
      Nur leider beginnt Ella jetzt wieder, sich im Kreis zu drehen. Sie bräuchte ganz dringend einen Endplatz mit Familienanschluss, denn die freundliche Hündin liebt den Kontakt zu Menschen.
      Leider mag Ella absolut keine Katzen, mit Artgenossen kommt sie gut klar, wenn diese freundlich sind. Meine eigenen motzigen Terrier kann sie nicht leiden….
      Vielleicht findet sich ja auf diesem Wege ein sportlicher oder auch nur bewegungsfreudiger Schäferhund-Liebhaber, der Ella endlich ein gutes Leben an seiner Seite bietet.
      Ausreichend Fotos zu Ella können Sie auch hier finden:
      hundshuus.de/2010/ella.html

      Ich hoffe, Ihnen die Arbeit vor Ort etwas näher gebracht zu haben. Da das Hundshuus kein eingetragener Verein ist, ist es verständlich, dass kaum Spenden eintreffen, da Leute zum Einen gerne eine Quittung für Ihre Spende erhalten, zum Anderen aber auch leicht denken, die Vermittlung sei evtl. unseriös.
      Auf die Gründung eines Vereins habe ich bewusst alle drei Jahrzehnte verzichtet, da meiner Meinung zu viel kostbare Zeit mit der Bewältigung der zwischenmenschlichen Probleme der Mitglieder vertan wird.
      Die offizielle Zulassung als anerkannte Hundevermittlung bekam das Hundshuus im Jahr 2006 durch das hiesige Kreis-Veterinäramt.
      Die Kreisveterinäre bringen – sofern Platz vor Ort ist – ihre beschlagnahmten Hunde hierher und vertrauen meiner Vermittlungsarbeit.
      Aber nun warten die Hunde auf ihre Spaziergänge und ich beende meine „Führung“
      .



      Herzliche Grüsse

      Birgit Schmidt


      Kontakt:
      Birgit Schmidt
      HUNDSHUUS
      Sareitz 2
      29496 Waddeweitz/Niedersachsen
      Tel. 05849 - 380
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      Begegne einer Gemeinheit mit einem Lächeln, es beschützt einen Teil deiner Seele !
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    • Re: Unser April Projekt: Klasse statt Masse !

      Unser zweites Projekt ist noch ganz jung.

      Erst im letzten Jahr beschlossen Vanessa Bokr und Tim Terzyk, die sich während ihres kynologischen Studiums kennen lernten, sowie Tims Frau Tina Terzyk, die im Bereich der Pferdephysiotherapie ausgebildet ist, den Verein ProtecTier eV. zu gründen.
      Alle drei verfolgen das Anliegen, verhaltensauffälligen Tieren, die bei der Abgabe im Heim kaum eine Chance zur Vermittlung haben, einen Raum zu bieten in dem sie durch erfahrene Hände zurück ins normale Leben finden können, um ihnen so eine zweite Chance auf Vermittlung zu ermöglichen.

      Die Gründung des Vereins ProtecTier e.V. basiert zunächst auf dem Gedanken, als schwierig oder verhaltensauffällig eingestuften Tieren den Tod durch Euthanasie oder den langjährigen durchaus quälenden Aufenthalt im Tierheim zu ersparen und durch fachliche Kompetenz und artgerechte Unterbringung eine Beurteilung sowie die Rückführung in ein „normales“ Leben zu ermöglichen.

      Todeskandidaten egal welcher Art- sowie abgeschriebene, ausgediente Haustiere erhalten hier eine artspezifische Beurteilung und werden nach erfolgreicher Resozialisierung in entsprechende Hände weiter vermittelt.

      Die Hunde leben alle mit im Privathaushalt, je nach Verträglichkeit in Gruppen aufgeteilt und erleben wieder den normalen, sozialen Alltag. Aufgenommen wird immer nur eine überschaubare Anzahl von Hunden, jeder soll die bestmögliche Versorgung und Erziehung bekommen.

      Einer der derzeitigen Bewohner ist Draco, ein liebenswerter kleiner Kerl, der sehr spezielle Menschen mit „gleicher Lebenseinstellung“ und viel Kompetenz braucht.



      Wer gerne sportlich unterwegs ist und Spaß am Hundesport hat, der dürfte sich in Kobold verlieben, einem pflichtbewußten, bei richtiger Kompetenz aber leichtführigen Arbeitshund.



      Oder solls der charmanten Beagle Houston sein? Ein (mittlerweile wieder) lebensfroher Hund, der gerne dabei ist und seine Menschen nie aus den Augen verliert …



      Tierschutzverein PROTECTIER e.V.
      Hammerhöhe 9
      51598 Friesenhagen
      Telefon (mobil) 0170-5321894
      Info@protectier.de
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