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Impfung/Vorsorge bei älteren Hunden

Alles rund um die Gesundheit Eurer Hunde.

Diese Rubrik ersetzt nicht den Tierarzt oder einen Besuch bei dem Selbigen.

Moderator: DF-Mods

Impfung/Vorsorge bei älteren Hunden

Beitragvon PeppermintPatty » 29.01.2012 11:23

Meine Banja (graue DSH) wird im April 10 Jahre alt. Als sie 7 Jahre alt war, habe ich angefangen beim jährlichen Impftermin auch ein großes Blutbild machen zu lassen. Herz abhören, Augen, Ohren und Zähne gucken wird ja 'eh gemacht. Nun höre ich immer wieder, dass gerade Halter von älteren Hunden jährlich eine Ultraschalluntersuchung machen lassen, inbesondere Milz und Herz. Banja ist bis auf ihre Arthrose bislang eine rundum fitte Hündin.
Ausserdem raten auch immer mal Leute, dass man bei diesen 'Senioren' die Impfungen langsam runterfahren sollte.
Wie haltet Ihr das?
LG,
Petra.
Banja vom Wogenfeld - *12.04.2002
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Re: Impfung/Vorsorge bei älteren Hunden

Beitragvon asterix99 » 29.01.2012 11:29

Meine wurden nur noch Tollwut geimpft und das nur alle drei Jahre.
Ultraschall und Co habe ich nur bei Problemen machen lassen.
Ach so, Dusty wurde 12,5 Jahre und Bibo wird jetzt im Februar 12 Jahre. =)
Viele Grüße von
Bibi und Bibo und Dusty in unseren Herzen (+16.05.11)
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Re: Impfung/Vorsorge bei älteren Hunden

Beitragvon Chris2406 » 29.01.2012 11:49

Hallo,
meine Senioren werden zwar krankheitsbedingt sowieso nicht mehr geimpft, aber, selbst wenn sie nicht krank wären, würde ich die Impferei sein lassen. Zum einen gehe ich bei einem bis zum "Mittelalter" regelmäßig durchgeimpften Hund von einem guten Impfschutz aus, zum anderen sind Impfungen keine Smarties und belasten den Organismus besonders beim alten Hund schon sehr.
(Wir verreisen eh nicht, deshalb wird hier auch nicht gegen Tollwut geimpft, auch, wenn die Wölfe sich das Fichtelgebirge zurück erobern :smile: )

Ultraschall - eine harmlose, wenig belastende Untersuchung mit großem Vorsorge-Effekt, die selbst unsere Angsthündin prima mitgemacht hat. Wir haben grad erst vor einer Woche per Zufallsbefund einen klitzekleinen Milztumor entdeckt - unser Doggenmädchen hat die OP am DO prima überstanden. Ohne Sono hätten wir das Ding erst bemerkt, wenn es deutlich größer geworden wäre, eine Narkose beim alten Hund deutlich riskanter geworden wäre und sich möglicherweise schon weitere Schäden entwickelt hätten. Schaut man sich das Preis-Nutzen-Verhältnis an, gibt es kaum eine sinnvollere Untersuchung für den alten Hund. Voraussetzung ist ein guter Sono-Arzt, da gibt es doch grosse Unterschiede in den Fähigkeiten. Deshalb lassen wir die Sonos lieber in der Klinik machen. Auch wir machen ab dem Mittelalter 1 x jährlich ein s. g. geriatrisches Profil mit wichtigen Organwerten und Diff-Blutbild, bei einem wirklichen Senior geschieht das halbjährlich. So kann man bereits frühzeitig beginnende Leber/Nierenprobleme erkennen und rechtzeitig darauf reagieren.

LG, chris
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Re: Impfung/Vorsorge bei älteren Hunden

Beitragvon Joco und Co » 29.01.2012 14:27

Hallo,
in puncto Impfungen habe ich eh eine andere Meinung als die meisten TÄ, denn lt Studie wirken die Impfungen wesentlich länger als die TÄ uns das verkaufen wollen. Ein grundimmunisierter Hund hat einen Impfschutz (bspw. bei Parvovirose u.ä.) von mind 7 jahren.
Bei Tollwut soll das auch der Fall sein, obwohl ich unsere Hunde im Dreijahresrhythmus gegen tollwut impfen lasse.Muss ja sein, wenn man schon mal nach Holland fährt

Bei Dago, er ist 12, machen wir 1 x im Jahr ein geriartisches Blutbild, Herz wird abgehört und Urin wird auch untesucht.
Bisher alles bestens und hoffen wir, dass es noch lange so bleibt
Viele Grüße
Conny mit Dago und Atti

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Re: Impfung/Vorsorge bei älteren Hunden

Beitragvon The007Gretchen » 29.01.2012 14:46

Meine verstorbene Cockerhündin wurde auch nur noch gegen Tollwut geimpft und 1x im Jahr gr. Blutbild. Ultraschall gab es nur bei Bedarf.

Unsere jetzige Seniorin wird wohl in Zukunft auch nur noch gegen Tollwut geimpft. Ultraschall müssen wir 1x im Jahr machen, da sie Probleme mit dem Herz hat. Ein gr. Blutbild werden wir wohl auch 1x im 1/2 Jahr machen, da sie sowieso zur Schilddrüsenkontrolle muss.

LG
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Re: Impfung/Vorsorge bei älteren Hunden

Beitragvon Darwin86 » 31.01.2012 11:34

Mein Schatz ist zwar erst 5 Jahre alt, dennoch lasse ich sie, obwohl ich TAH bin, kaum impfen! Ich bekam sie mit 3,5 Jahren, und das aus einem Tierschutzfall - keine Ahnung also ob sie vorher geimpft wurde. Sie bekam, nachdem ich anfing sie täglich mit in die Praxis zu nehmen (aufgrund des plötzlich höheren Infektionsdrucks) einmal die große SHPPiLT-Impfung und das muss genügen! Einen gründlichen Blutcheck haben wir auch hinter uns, mit Schilddrüse usw, bisher aber keinen US. Ich denke, ich werde alle 2 Jahre einen Blutcheck machen, vllt ein wenig öfter. Es ist einfach so klar, dass sehr viele Krankheiten durch die Blutwerte viel früher erkannt werden können..

Dass der Tierarzt sich daran eine goldene Nase verdient ist schlichtweg falsch - Laborwerte gehen wohl grad auf, vllt hat er noch 1-2 EUR Gewinn an dem Umsatz von ca. 30 EUR.
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Re: Impfung/Vorsorge bei älteren Hunden

Beitragvon Nörchen » 31.01.2012 12:14

Ich kann mich den Vorrednern nur anschließen, auch meine Hunde werden nicht mehr geimpft. Wenn man sich mal über das Thema Impfen im Netz schlau macht, lässt man es auch ganz schnell bleiben. Ist in meinen Augen nur Geldmacherei. Meine beiden vorherigen Hunde wurden 14 und 16 Jahre alt, ohne jährliches Impfen.

Lg
Dass der Hund mir wichtiger sei, sagst du oh Mensch sei Sünde.
Der Hund stand mir im Sturme bei, der Mensch nicht mal im Winde!
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Re: Impfung/Vorsorge bei älteren Hunden

Beitragvon PeppermintPatty » 31.01.2012 15:49

Hi, Ihr Lieben!
Danke für die Infos!
Ich muss ja zugeben, dass ich eine ziemliche Schissbuxe bin, was meine Hündin angeht. Bisher, also bis einschl ihrem 09. Lebensjahr, ist sie jährlich durchgeimpft worden. Nun habe ich nach Euren Beiträgen auch das Internet durchstöbert und bin tatsächlich auf mehr kritische Stimmen als auf Akzeptanz der Impferei gestoßen.
Für mich war das bisher tatsächlich eher eine Risiko-/Nutzenabwägung. Banja hat die Impfungen immer problemlos vertragen und ich hab bisher darauf vertraut, dass ich sie durch das Impfen entsprechend schütze.
Ist es denn tatsächlich nachweislich so, dass der 'bis zum Mittelalter durchgeimpfte Hund' eine entsprechend hohen Immunstatus hat?
Und nochmal der Vollständigkeit halber: geriatrisches Blutbild ist gleich 'großes' Blutbild?
LG,
Petra.
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Re: Impfung/Vorsorge bei älteren Hunden

Beitragvon susimul » 31.01.2012 16:15

Hallo,
man sollte nicht vergessen, dass erst durch die Einführung regelmäßiger Schutzimpfungen viele Erkrangungen fast oder ganz verschwunden sind!
Wenn sich die jetzige Impfgegnerschaft durchsetzt werden wir Erkrankungen, wie Parvovirose oder Staupe wieder häufiger in den Praxen sehen. (Bei uns am Bodensee gibt es bereits wieder Staupe!!)
Aber diejenigen, die hier gegen die Impfungen sind, denen kann ich nur sagen, dass ich es für absolut egoistisch halte. Denn eure Hunde können andere Hunde mit einem noch nicht ausgebildeten oder reduzierten Immunsystem anstecken.
Das ist genau so unverantwortlich, wie wenn man mit seinem Kind mit Masern (weil nicht geimpft) in einer Praxis einen noch nicht impffähigen Säugling ansteckt. Habt ihr mal ein Kind mit Spätfolgen einer Maserninfektion im Säuglingsalter gesehen?
Habt ihr mal einen Hund mit den Spätfolgen einer Staupeinfektion gesehen oder gar mit einer akuten Staupe-oder Parvovirusinfektion?
Nicht?-Ich schon!!
Deshalb finde ich es unverantwortlich und egoistisch, nicht zu impfen!
susimul
 
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Re: Impfung/Vorsorge bei älteren Hunden

Beitragvon The007Gretchen » 31.01.2012 16:37

susimul hat geschrieben:Bei uns am Bodensee gibt es bereits wieder Staupe!!


Auch in der Praxis meiner TA kommt im Jahr min. 1 Staupefall mit Todefolge vor. Diese Aussage hat mich dazu bewogen meine Junge weiterhin zu impfen, aber die Senioren (mit Absprache der TA) nicht mehr.
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