DAS TURNIER Teil 2
Noch hatten die beiden Hunde etwas Zeit und
deshalb gingen sie langsam über den Hängerplatz,
als Chap mit einem fröhlichen Jiff eine Fox Terrier große,
braun-weiße Hündin begrüßte. „Danny , wie schön,
dass du auch hier bist
„ Die beiden Hunde fielen sich um den Hals .
“ Darf ich vorstellen, Danny sie ist ein Kromfohrländer ,
und das hier ist mein neuer Partner,
Dog, ein Australian Cattle Dog.“
„Sehr erfreut, Dog. Chaps Freunde sind auch meine Freunde.
Wollen wir denn die Gunst der Stunde nutzen
und ein wenig zusammen rennen, bis mein Mann
Dusty gestriegelt und gesattelt hat.“
Sie deutete auf einen nervösen Zweibeiner der einen kräftigen Fuchswallach für das Turnier zurechtmachte..
„Hoffentlich holt er eine Schleife, sonst ist er eine ganze Woche lang nervig.“
Dog meinte: “Tobt ihr beiden ein paar Runden zusammen ,
ich bleibe solange hier liegen.“
„Au,ja“ Danny ging mit den Vorderbeinen runter
sah ihren Freund an und rannte los,
Chap flitzte mit freudigem Kiekser hinterher, immer wenn der viel größere Border Collie die Hündin fast eingeholt hatte ,
schlug die einen hasenartigen Haken, und war wieder weg,
nach einigen Runden machte sich Chaps
bessere Kondition bemerkbar
und er holte den flinken Krohmfohrläner ein.
Jetzt ging die Hatz andersrum und der Große rannte vorneweg,
obwohl er eine viel größere Geschwindigkeit erreichen könnte,
ließ er sich dennoch etliche Male einholen.
Als Danny müde wurde gingen die Beiden zurück zu Dog und verabschiedeten sich voneinander.
„Wir sehen uns sicher heute noch, und wenn nicht ,mach es gut altes Mädchen.“
„Tschüss ihr beiden war schön euch zu sehen und lasst euch nicht von den Hufträgern treten.“
Die beiden Hunde kamen gerade zu Natch und
Chefin zurück als die Frau aufs Pferd stieg.
Puuh, dachte Chap noch mal gut gegangen..
Auf dem Weg zum Turnierplatz,
sah Chap wie Danny in den Kofferraum des Geländewagens verfrachtet wurde.
Die Hündin saß traurig im Auto und winkte ihrem Freund hinterher.
Die beiden Freunde wurden auf einem Hügel
unter einer Kastanie zwischen Abreit- und Turnierplatz abgelegt.
Chap meinte auf Dogs Frage nach Natschs Chancen,
dass sie ihm noch viel zu energiegeladen vorkam.
Darauf fragte Dog.
„ Und was kann man jetzt machen?“
„Was hat der Boss mit dir gemacht bevor du
deine Begleithunde Prüfung gemacht hast?“
„Na gespielt und rumgekaspert bis ich schon ziemlich müde war,
ja klar jetzt verstehe ich, du meinst Natch hat zu viel Energie.“
„Na sicher, sie ist bei uns Leitstute,
das ist sie auch nicht weil sie so schlapp ist,
und ich habe sie ganz selten mal müde gesehen,
auch wenn sie mal drei Stunden unterm Sattel
ging wirkt sie nicht sonderlich erschüttert.
Natch hat mir erzählt, dass in dem Land wo ihre Eltern leben,
viele Pferde den ganzen Tag unterm
Sattel laufen und hier sind viele Menschen
ängstlich ihr Pferd mal 2 Stunden zu reiten.“
„Verstehe, aber einfach ohne Training kann
man doch auch nicht viel machen oder?“
„Natürlich nicht, Kraft und Kondition
muss man kontinuierlich aufbauen.
Guck dir mal die anderen Pferde an ,
die meisten sind schon etwas ruhiger als unsere Natch.“
„Stimmt, überhaupt fällt mir auf wie ausgeglichen
die Pferde, die hier starten, sind. Wenn ich da an
manche Kasper aus unserem Tal denke.
Zum Beispiel die beiden Pferde von Eikas Chefin,
Dina und Püppi, die man beide nicht vom Hof bewegen kann,
das ganze Leben besteht daraus ,
immer nur von der Weide in die Box und
dann wieder auf die Weide zu trotten,
und sie bekommen nie Kontakt zu anderen Pferden ,
weil auf den Gottesacker ja nur diese beiden kommen,
es gibt kaum noch Gras ,
weil sie ja auch alles platt latschen,
denn allzu groß ist die Weide ja auch gar nicht,
und mangels Erlebnissen regt die beiden Hosenscheißer ja schon ein neu im Stall eingezogenes Mäuse Paar furchtbar auf.“
„Au Backe ja, Dina und Püppi, weißt du noch,
als wir die Schafe ins Desinfektionsbad treiben sollten,
weil die Hunde vom Holdehof geimpft waren,
und dir das kleine, dünne Schaf abgehauen ist ?“
„Na klar, ich meine es hieß Kleo.“
„Ja genau, Kleo, das Düsenschaf. Man war das flink.
Tja und es raste quer über den Hof geradewegs
auf die Weide von Dina und Püppi zu,
du volle Lotte hinterher,
das Schaf unter der Stromlitze durch, du musstest über das Tor springen, und jetzt suchte Kleo Schutz bei den beiden Pferden.
Ha, die brauchen doch nun wirklich mehr Schutz als jedes Schaf.
Also rannten beide auch los, haste was kannste.
Dina vorneweg, dann Püppi,
mittlerweile laut furzend hinterdrein,
jetzt Kleo die mächtig auf die untrainierten Pferde aufholte,
als letzter kamst du,
gar nicht gentlemanlike schimpfend.
Au man warst du sauer.“
Beide Hunde rollten mittlerweile gackernd auf der Wiese herum.
In der Zwischenzeit hörten alle Hunde und Pferde, die sich in der Nähe befanden, aufmerksam zu.
„Und dann kam die ganz große Show: Klein Püppi,
knapp 700 Kilo, verlor ein wenig die Contenance.
Hunde, Schafe,
die Anarchie schien ausgebrochen, und mit einem gewaltigen Donnerschlag, ich weiß genau das ich erstaunt zum Himmel sah,
löste sich ein zerstäubender Apfel ,
der aber nicht mehr als solcher zu erkennen war,
aus ihrem Hintern.
Bei dem erschütternden Knall fiel der dicke Kater ,
der elegant auf einem Zaunpfahl gedöst hatte,
vor Schreck in die Pferdetränke.
Die arme Kleo bekam einen Großteil
des Segens auf ihr schönes weißes Vlies
und sah aus als hätte sie die Masern.
Angeekelt blieb sie stehen und
ließ sich jetzt von dir zum Dippen bringen,
ich glaube sie dachte daß nichts
so schlimm sein könnte als noch länger mit
Dina und Püppi auf einer Weide zu stehen,
sie kletterte freiwillig ins Bad und kam auch
hübsch sauber wieder raus.“
Fortsetzung folgt







