Hallo,
Mein Hund ist (bzw. war) auch so ein Terrorist im Wald. Wir waren total uninteressant für ihn, hauptsache stöbern, streunern und durch den Wald düsen und kommen wann ER will...Bis ich endlich aufgewacht bin und erkannt habe, was wir als Besitzer alels falsch gemacht haben. Na klar waren wir uninteressant wir waren ja auch superlangweilig: Mit seinem Hund in den Wald zu gehen und zu erwarten das er als Jagdhund (Retriever) spontan perfekt hört war zu viel und grundlegend falsch.
Ich hab dann die Erziehung komplett in die hand genommen (vorher haben meine Ma und ich die uns immer geteilt, aber meine Ma war diejenige die den Hund hat laufen lassen wie er wollte ohne ein Kommando durchzusetzen weil sie beim spazierengehen mit anderen HH quatschen wollte...ne lange geschichte) rassegerechte Beschäftigung (Dummytraining), Schleppleine dran, Clicker, ne Menge Kreativität (für Suchspiele etc.), Geduld und absolute konsequenz sowie den kompletten Neuaufbau der Grundkommandos haben schließlich dazu geführt das mein Hund im Wald mittlerweile neben mir läuft und fast ununterbrochen Blickkontakt hält und an der Schlepp bereits von flüchtenden Hasen abrufbar ist. Ja, er läuft z.Zt. noch an der Schlepp, allerdings durfte er auch 3 Jahre lang machen was er wollte und erstseit ca. einem halben Jahr arbeiten wir an diversen Problemen. Mein Hund ist wie ausgewechselt und ich weiß nicht mehr wann es click gemacht hat. Es war so anstrengend zu Beginn, dass ich mehr als einmal das Handtuch werfenwollte und auch der jagdtrieb wurd zwischenzeitlich schlimmer, aber ich hab trotzdem durchgehalten und wie gesagt: Irgendwann hat es click gemacht und es lief super...
Wie auch immer du das Problem angehst halte durch mit deiner ausgewählten Methode auch wenn es zunächst auswegslos erscheint.
