Nun ist das erste Aussie-Seminar vollbracht und ich muss sagen: Es war für mich ganz anders als die, bei denen ich sonst bin.
Es waren letztendlich zehn Teilnehmer - die letzte Anmeldung ging noch am Abend vorher telefonisch ein - das nenn ich mal spontan
Das Teilnehmerfeld war sehr homogen. Es handelte sich zum größten Teil um absolute Anfänger (Fachbegriffe wie Stil, Auge und Keeness brachten da erst einmal Rätsel auf). Es war also ein Grundlagen und Einsteigerseminar durch und durch . Auch die Hunde waren sich sehr ähnlich und man konnte so gut gleiche Muster erkennen im Verhalten an den Schafen, was so manchem Mensch dann hilfreich war zu verstehen was man denn nun wann wie macht und wo man überhaupt hin muss...
Insgesamt war die Rassenverteilung so, dass es 7 reinrassige Aussies waren, ein DSH-Aussie-Mix, ein Hütehund unbekannter Herkunft (Vermutet wird Altdeutscher-Border Collie) und ein Mali-Schweizersennenhund (ich hoffe, ich erinnere mich richtig)-Mix, der mal locker über das Netz schauen konnte und meinen Schafen in der Größe ebenbürtig war
Bei den Aussies waren vom Show- bis zum Arbeitsaussie alle Nuancen vertreten. Sehr erstaunlich war: Die Mischlinge brauchten sich alle drei nicht zu verstecken! Da war wirklich Potential vorhanden - das war gut zu sehen. Klar: Auch bei den reinrassigen Aussies war es gut zu sehen, wie sie so langsam auftauten und immer mehr zeigten, was in ihnen steckt.
Es gibt einige Videos von den Hunden und auch einige Teilnehmer die mit der Kamera fleißig waren. Insofern hoffe ich bald auf Bilder - bewegte und unbewegte

Ich war in dieser Hinsicht ein wenig faul, muss ich zugeben.
Meine Coburger Fuchsschafe gaben den Tag über "das Opfer" und haben sich eine Ruhepause nun redlich verdient. Anita hat natürlich auf schafschonendes Arbeiten geachtet und ist sehr deutlich geworden, wenn ein Hund meine Schäfchen "zum Fressen gern" hatte. Trotzdem ist ein solcher Tag für die Schafe natürlich alles andere als entspannt. Zumal es ihre Seminarpremiere war - sonst mussten immer die Moorschnucken herhalten.
Morgens wurde mit Theorie begonnen, dann kam jeder Hund einmal dran. Nach der Mittagspause wurden dann nocheinmal über das "Erlebte" gesprochen, nocheinmal theoretisch erläutert und erklärt. Dann kam für jeden noch eine Runde an den Schafen und man konnte auch bei den Menschen deutlich sehen, dass der ein oder andere Groschen gefallen war!
Jaja, Hüten ist kompliziert... wenn die Schafe ja nicht dauernd rumlaufen würden, der Hund sich ständig bewegt und man selbst nicht dauernd an der "falschen" Stelle stehen würde. Ich konnte es soooo gut nachfühlen, denn mir erging es damals ja nicht besser
Das war übrigens auch ganz witzig zu beobachten: Während der eine Mensch versuchte seine Hilflosigkeit mit möglichst viel Aktion wett zu machen, "fror" der nächste fast ein in seinem Tun - das war bei so manchem Hund recht ähnlich (wie der Herr so's Gescherr...). Anita versuchte das Ganze dann häufig zu überbrücken mit "auf den großen Baum zulaufen", "auf mich zulaufen" usw. usw...
Insofern Danke ich ihr ganz herzlich für ihre Geduld!
Ich denke, auch für sie ist so ein Seminar mit ganz "blutigen" Anfängern eher die Ausnahme in ihrer Ausbildertätigkeit. Eine Wiederholung ist trotzdem (oder gerade deshalb

) nicht ausgeschlossen.
Viele Grüße
Corinna