Hunde auf der Rennbahn sind nicht wirklich tierschutzwidrig.
Allerdings ist es in Irland oft tierschutzwidrig.
Die Greys leben in Boxen. Hier sitzen sie auf ca.1 qm und warten darauf, dass sie zu ihrem nächsten Einsatz kommen oder kurzzeitig in Ausläufe gelassen werden, um ihre Notdurft zu verrichten. Bis zu 22 Stunden täglich fristen sie ihr Dasein in diesen kleinen Kisten, wo sie sich oftmals noch nicht einmal richtig ausstrecken können.
Auf großen Rennbahn-Anlagen sind die Hunde in fabrikhallen-ähnlichen Gebäuden in bis zu 3 Boxen übereinander untergebracht. Dadurch, dass sie immer auf hartem und manchmal auch feuchten Boden (Holz oder Beton) liegen, haben viele von ihnen wundgelegene Stellen an den Gelenken sowie am Bauch.
Die größten Mißstände bezüglich der Haltung findet man in Spanien. Dieses liegt vor allem daran, dass die Hunde zum einen fast überhaupt nicht an ihren Verletzungen behandelt werden und zum anderen, dass die Rennbahn in einem wesentlich schlechteren Zustand ist als in anderen Ländern.
Auch finden vor dem Rennen keine Vorkontrollen statt, die dann Schlimmeres verhindern könnten. Ein "Warmlaufen" vor dem Rennen scheint man hier ebenfalls nicht zu kennen, denn nur so ist die hohe Anzahl von schmerzhaften Muskelabrißen zu erklären, die man dort findet. Schließlich handelt es sich bei dem Greyhound um einen Hochleistungsportler, der auch so behandelt werden muß, denn auch jeder Fußballspieler läuft sich vor dem Einsatz warm.
Häufig findet man auch Kapselabriße in den Zehen sowie fehlende Zehen. Die Negativbeispiele ließen sich noch unendlich fortführen, da selbst Brüche unbehandelt bleiben und der Greyhound trotzdem sein nächstes Rennen bestreiten muss. Für die Rennbahn sind diese absolut ungeeignet, nichts desto trotz können sie nach einer Behandlung ein langes und glückliches Leben als Familienhunde abseits jeglicher Rennbahnen führen. Die von den verschiedenen Vereinen vermittelten Hunde beweisen dieses immer wieder.
Der Wert eines Greyhound wird einzig und allein an seiner Geschwindigkeit gemessen.
Unter dem Gejohle der Zuschauer laufen sie um ihr Leben, das oft nur so lange dauert,
wie ihre Kräfte es zulassen bzw. der Profit stimmt. Diejenigen aber, die es nach der 2ten und 3ten Chance immer noch nicht geschafft haben, unter den Ersten ins Ziel zu kommen, haben ihr Leben verwirkt und werden von ihren Besitzern entsorgt.
Ein langsamer Hund wird bei den Auktionen in Irland zum Teil für 5 Euro versteigert. Erfolgreiche Hunde erzielen oft Preise von mehr als 5.000 EUR. Doping gehört in Irland wie auch in Spanien zur Tagesordnung, ein offenes Geheimnis, das nach Berichten von Spanien- und Irland-Kennern auch nicht verschwiegen wird. Zur Tortur für das Tier wird es dann, wenn Schmerzmittel gespritzt werden, um den Hund unempfindlich für das Rennen zu machen. Ein Greyhound jagt fast immer hinter dem künstlichen Hasen her, um so schneller jedoch, wenn sein Schmerzempfinden verfälscht wird.
In Irland bezeichnen die Besitzer solche Hunde als "Loser" (Verlierer). Sie fassen es als persönliche Schande auf, einen solchen Hund zu besitzen. Was anschließend passiert, ist kaum zu glauben. Das Aussetzen der Tiere ist dabei noch das harmloseste.
Eine schnellere Art der Entledigung solcher "Loser" ist das Töten in den irischen Dog-pounds, diese bieten zum Teil auch "Sonderangebote": Greys before 11 o' clock 10 £
Quelle: Greyhound Protection International e.v.
Falls du gerne mehr darüber wissen willst frage ruhig.