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Hundeflüsterer?

Alles rund um Haltung & Ausbildung & Erziehung.

Moderator: DF-Mods

Hundeflüsterer?

Beitragvon BinenKoenigin » 25.08.2008 12:10

Hallo,
ich hatte in einem andern Fred schon mal geschrieben, dass Freunde von uns "Probleme" mit ihrer Hündin (aus TH, seit 4 Monaten bei ihnen) haben bezüglich des Kommens, wenn sie frei läuft. Nun haben sie sich an einen "Hundeflüsterer" gewandt und mir erzählt, wie dieser vorgeht. Ich stell das hier mal zur Diskussion, einfach, weil ich mal andere Meinungen dazu hören möchte.
Folgendes hat man mir erzählt:
Beim ersten Zusammentreffen des, ich nenn ihn jetzt mal Hundetrainer (HT), des Hundes samt Herrchen u. Frauchen hat der HT dem Hund, der ohne Leine war, einen Eimer Wasser über den Kopf geschüttet, so dass dieser dann, angeblich freudig, zu Herrchen und Frauchen gelaufen ist. :irre:
Die Aufgabe für die kommende Woche war: schon auch Hund und Schleppleine, aber vielmehr den Hund frei laufen lassen und wenn er nicht kommt, ggf. durch Geraschel mit Päckchen Taschentücher o. ä. (das macht doch gar keinen Krach?) erschrecken, sodass er freudig zu Herrchen oder Frauchen kommt...
Das Ganze hat wohl auch. vor allem am 1. Tag, gut funktioniert. Hund ist freudig gekommen.

Achso, Aussage mir gegenüber der beiden war auch noch "Von wegen mit Leckerli trainieren und so..." Hm.

Also ich weiß nicht. Der Hund hat doch durch das Erschrecken eine negative Verknüpfung?!?!

Was haltet ihr davon? Ich wüsste wirklich gern, was ihr von dieser Methode haltet und ob da jemand positive oder negative Erfahrungen mit gemacht hat.
Danke!!! :D
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Beitragvon Cerridwen » 25.08.2008 12:20

Gar nichts.

Man kann das alles auch ganz anders aufbauen und dazu muss ich keinen Hund erschrecken oder begießen.

Mein Rat, den Trainer die rote Karte zeigen und sich einen vernünftigen Trainer suchen, der solche Methoden nicht nötig hat.
"Wer sagt, dass zuverlässiges Verhalten bei diesem oder jenem Hund nicht ohne Strafe erreichbar ist, sagt nichts über den Hund aus, sondern beschreibt erst einmal seine eigenen Fähigkeiten."
Dr. rer. nat. Ute Blaschke - Berthold
Cerridwen
 
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Beitragvon Freddypudel » 25.08.2008 12:22

der HT dem Hund, der ohne Leine war, einen Eimer Wasser über den Kopf geschüttet :???:

Was sind das denn für seltsame Trainingsmethoden?????

Ich weiss nicht.... wenn du mich fragst, halt ich davon erstmal gar nichts -ohne jetzt Hund, Halter und Trainer zu kennen.
Aber sowas hab ich echt noch nie gehört.

ich frage mich, was der Hund wirklich daraus lernen soll....?

Bin mal gespannt was die anderen dazu meinen....

LG

Ines
Freddypudel
 
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Beitragvon BinenKoenigin » 25.08.2008 12:24

Ich sehe das auch so wie ihr, ich war ehrlich gesagt, ein wenig entsetzt als sie mir davon erzählten... :kopfwand:

Wie gesagt, Ziel soll sein, dass der Hund im Freilauf kommt. Ich persönlich würde in diesem Fall Schleppleinentraining machen. So lang, wie es nunmal sein muss...

Aber vielleicht liege ich ja falsch, daher meine Bitte um eure Meinungen.
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Beitragvon flying-paws » 25.08.2008 12:29

Wenn man das andersrum betrachtet, dann ist das genau die Technik, durch die man Hunde an "unschöne" Reize gewöhnt...

Fazit: Wird auf Dauer nicht funktionieren ;)
Freundschaft macht das Schwere einfach, das Trübe klar und das Alltägliche wundervoll.

Du bist unvergessen.
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Beitragvon rotti-frauchen » 25.08.2008 12:30

hallo,
was ich mich gerade frage ist, wer denn wo mit dem eimer wasser steht, wenn die halter mit dem hund im freilauf gehen und hund abhaut? :???:

ich glaube, die leute müssen schon sehr verzweifelt sein, um so einen trainer zu nehmen. schade um den hund. wenn man mal ein wenig schut, findet man auch andere trainer.

gruß marion
rotti-frauchen
 

Beitragvon onyxvl » 25.08.2008 12:32

Hallo,

die Methoden sind weder praktikabel (jeder entgegenkommende Hundehalter und/oder Spaziergänger müsste einen Eimer Wasser dabeihaben) noch sinnvoll noch ethisch vertretbar. Im Gegenteil führen sie zu einer variablen Bestärkung, da der Hund ja manchmal auf Leute trifft ohne Wasser, die vielleicht sogar ein liebes Wort für ihn übrig haben.

Daher ist die Methode nonsens!

Praktikabler für das Erschrecken ist die kontrovers diskutierte Rappeldose (selfmade Disc-Scheiben), die aber auch nicht mein Ding ist.

Erfolgreich kann so eine Methode nur dann sein, wenn der Hund das erste Mal abhaut, am besten als Welpe (leicht zu beeindrucken), das richtig verknüpft wurde (also situativ richtig und just in time war und vom entgegenkommenden als Situation korrekt gesehen und eingeschätzt wurde).... also schlichtweg der "lucky punch" vorliegt.
Dann mag sich ein Weilchen ein Erfolg einstellen, bis es der Hund wieder versucht, aber das so zu konditionieren, wie der HT(?) kannst Du vergessen, schade ums Geld, such Dir jemand kompetentes, da ist es besser angelegt.
onyxvl
 
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Beitragvon Pina Colada » 25.08.2008 12:35

Hey !

Also ich hab auch mit der Schleppe angefangen und mich daher gut informiert . Und ich würde jetzt einfach sagen das dies ein typischer Fall für die Schleppleine ist :D Und irgendwie fänd ich es besser den Hund am anfang mit Leckerlis vollzustopfen :D als ihm angst zu machen und so das gewünschte Komando herzlos zu erzwingen . Erzwingen muss man es auch bei der Schleppe aber dort finde ich kann man es "liebevoll" machen und die Leckerlis kann man ja nach ein paar mal wenn es gut klappt ohne eine aufforderung weg lassen und durch Streicheln und mit der Stimme Loben ersetzen .

Ich kann aber auch gar nicht verstehen wie die es zu lassen können das der HT IHREM geliebten Hund einen Eimer voll Wasser über den Kopd schüttet . Wäre der bei uns gewesen und hätte das gemacht hätte der sich mal ganz warm anziehen können . Wenn deine Bekannten pech haben kann das sein das der Hund dadurch mal ganz böse angst vor wasser bekommt . Unsre kleine wurde mit ner Wasserpistole bespritzt (nix schlimmes eigentlich) aber sie hatte angst und dann haben wir es verboten , hätte sie jetzt spaß gehabt und den Strahl gejagt oder sowas wäre es ok gewesen aber sie ist weggerannt vor angst .

LG
Pina Colada
 
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Beitragvon BinenKoenigin » 25.08.2008 12:38

Nun, die beiden sind von ihrem HT begeistert, da sich ja erstmal ein Erfolg eingestellt hat. Ich habe versucht, sie vom Gegenteil zu überzeugen, aber mir fehlen handfeste Argumente.

Hat jemand ein handfestes Argument?
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BinenKoenigin
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Beitragvon flying-paws » 25.08.2008 12:40

Argument... sie werden sich zunehmend mit dem strafenden Reiz steigern müssen, wenn der "alte" verbraucht ist.

Ist mal wieder ein klassischer Fall von Mensch sieht augenblicklich (scheinbaren) Erfolg und fühlt sich in seinem Handeln bestätigt. Da wirst Du wohl kaum gegen ankommen. Du kannst nur abwarten bis das System versagt und dann nochmal Deine Hilfe anbieten.

Viele Grüße
Corinna
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