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Hund reagiert völlig übertrieben. -.-

Alles rund um Haltung & Ausbildung & Erziehung.

Moderator: DF-Mods

Hund reagiert völlig übertrieben. -.-

Beitragvon Periphalos » 23.12.2010 08:26

Moin,

ich hab folgendes Problem und vielleicht habt ihr ja einen nützlichen Tipp.
Die gute Sache ist, es ist tatsächlich mein einziges Problem und für manchen vielleicht auch etwas banal, mich stört es aber enorm.

Geht darum das Pinsel, wenn sie sich gestört fühlt, manchmal ziemlich überreagiert.

Ein Beispiel:

Pinsel liegt irgendwo und glotzt durch die Gegend, anderer Hund kommt an und will an Pinsel schnüffeln ( von vorne oder hinten spielt dabei keine Rolle ) und Pinsel zeigt in 90% der Fällen die Zähne, knurrt 5 Sek. wenn es hoch kommt und prescht dann direkt nach vorne.
Zwar verletzt sie dabei keinen Hund, aber die Reaktion ist völlig übertrieben weil sie schon gezielt einen Schnauzgriff oder ähnliches verpassen will.
Es würde ja völlig reichen wenn sie mal kurz in die Luft schnappt - aber Madame möchte das dann direkt klären. :|

Die Gründe dafür vermute ich ebenfalls.
Pinsel läuft ja tagtäglich im Rudel und besonders barsch reagiert sie bei jungen unkastrierten Hündninnen, da Pinsel selber kastriert ist und in dem Irrglauben lebt das jede jüngere Hündin eine Konkurenz für sie ist, hat sie die natürlich manchmal aufn Kieker.
Allerdings ist das nicht bei jeder Hündin so, speziell junge Labbis oder Goldies die sehr wuselig und eher aufdringlich sind bringen Pinsel echt zur Weißglut.

Ich habe die Situation zwar im Griff, weil ich im Vorfeld schon erkenne wann mein Hund genervt ist und sie Notfalls auch seperieren kann um ihr eine Pause zu gönnen, würde es aber besser finden wenn dies in Zukunft nicht mehr notwendig ist.

Habt ihr Ratschläge für mich?

Wenn Unklarheiten sind oder die Situation exakter umschrieben werden soll, sagt bitte Bescheid :)

Gruß
Diplomatie bedeutet, den Hund so lange zu streicheln, bis der Maulkorb fertig ist. - Nietzsche.
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Beitragvon meckmeck » 23.12.2010 08:35

Wenn dein Hund irgendwo draußen liegt und sie will nicht, das da andere Hunde hingehen, finde ich das sie ein Recht dazu hat ihren Platz zu verteidigen, auch mit einem nach vorne preschen.

Sie hat ja den anderen Hund schon verwarnt und wenn der es nicht kapiert, selber schuld.
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Beitragvon Periphalos » 23.12.2010 08:38

Ja, gebe ich dir grundsätzlich Recht aber sie nutzt hat nicht die Alternativen.
Es würde ja völlig ausreichen kurz zu Bellen, ein kurzes Schnappen nach vorne usw.
Aber sie will direkt draufgehen und den Hund maßregeln...

Angenommen ich würde die Situation laufen lassen, dann würde Pinsel aus solch einer banalen Situation versuchen den anderen Hund auf den Boden zu drücken bzw auf den Rücken.

Ich hoffe du verstehst mein Dilemma.

Knurren,nach vorne schnappen ohne die Absicht den anderen Hund zu treffen ist Okay.. aber ihre völlig überzogene Reaktion ist nicht tragbar. :sad2:
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Beitragvon schnauzermädel » 23.12.2010 08:42

Was soll daran nicht tragbar sein?
Sie warnt deutlich, der andere könnte gehen. Wenn du genau hinschaust, tut sie ihren Unmut garantiert bereits bevor der andere Hund schnuppert kund.
Also beendet sie das ganze und das völlig im Rahmen.
Was soll sie tun, eine Neonreklame aufstellen?

LG
das Schnauzermädel
Wer die Dunkelheit fürchtet, kennt die Grausamkeit des Lichtes nicht.

Es ist gut zu wissen, dass der Hund an sich gar keine Fehler zu machen in der Lage ist. Er reagiert höchstens anders, als wir es wünschten und erhoffen.
(Helmut Kettelake)
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Beitragvon Periphalos » 23.12.2010 08:43

Schnauzermaedel, was sie tun soll/kann habe ich bereits meckmeck beantwortet.
Es geht nicht darum das sie ihren Individualabstand beansprucht, sondern nur um die übertriebene Härte dabei.
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Beitragvon Amanhe » 23.12.2010 08:45

Aber warum nicht? Sie maßregelt doch sauber, auch wenn es Deiner Meinung nach zu heftig ist. (Das sieht sie wahrscheinlich nicht so. Eher nach dem Motto "Ich hab dem Glotzer Bescheid gesagt und wer nicht hören will, muss fühlen").
Nicht tragbar wäre es, wenn sie mit Beschädigungsabsicht handeln würde.

Ich finde es seltsam, daß Du das regulieren willst.
LG von Julie
Größe bedeutet nichts, sieh mich an, nach meiner Größe beurteilst Du mich? Tust Du das?
Aber das solltest Du nicht.
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Beitragvon SheltiePower » 23.12.2010 08:45

Hallo!

Es kommt ziemlich oft vor,
daß andere Hunde genau dieses hier:

Periphalos hat geschrieben:Es würde ja völlig ausreichen kurz zu Bellen, ein kurzes Schnappen nach vorne usw.



nicht wirklich ernst nehmen und trotzdem in ihrem Tun weiter machen.

Ich finde,
Dein Hund sorgt direkt von Anfang an für klare Verhältnisse, was sie will und was nicht. :ka:


Schöne Grüße noch
SheltiePower
Es ist so leicht, andere, und so schwierig, sich selbst zu belehren.
Oscar Wilde


************************************************************

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Beitragvon meckmeck » 23.12.2010 08:48

Ich sehe darin keine übertriebene Härte.

Ich treff mit meinen 3 Hunden täglich auf die Hunde meiner Arbeitskollegen und meine kleine ist sehr wuselig und aufdringlich und sie wird von den anderen immer gemaßregelt, sie wird angeknurrt, in den Hals gebissen auf den Boden gedrückt etc. da muss sie halt durch, sie lernt ja auch nicht draus.

Ich finde es normal und würde da nicht einschreiten.
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Beitragvon Periphalos » 23.12.2010 08:55

Völlig ohne Verletzungsabsicht handelt sie nicht grundsätzlich.

Hier auf der Arbeit ist dabei relativ sauber, aber wenn ihr draussen ein Hund zu aufdringlich wird und ich nicht aufpasse, dann gibt es garantiert ein Loch.

Hier passiert nur nichts, bzw es passiert generell nichts weil ich natürlich aufpasse wie ein Luchs.
Wir kennen ja alle Pinsel und ihr habt Recht damit das man sie sehr gut verstehen kann, aber wenn ihr dann der Arsch platzt und man in der Sekunde sie nicht abruft, dann würde es garantiert zu Verletzungen kommen.

Das meine ich damit das draufgeht, klar.. ihre Maßnahme sind aus Hundesicht völlig korrekt... ich möchte sogar so weit gehen und als Vergleich die Wölfe nehmen.
Bei einer deutlichen Maßregelung gibt es auch dort schon mal nen fiesen Kratzer.. aber es ist halt nicht notwendig.

Ich möchte Pinsel vermitteln das es völlig reicht eine "Drohangriff" in die Luft zu starten und nicht gezielt auf den anderen Hund.

Habt ihr dahingehend Ratschläge?
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Beitragvon LasPatitas » 23.12.2010 08:55

Dein Hund kennt die anderen Hunde- die Hunde kennen deine Hündin......da gibt es dann nicht mehr solche Sachen wie ewiges Warnen (deswegen wird man bei Hunden die neu aufeinander treffen viel mehr Beschwichtigungssignale sehen, als bei "alten Kumpels")

Wenn die Hunde es beim ersten Gong nicht gerafft haben, dass sie nicht gestört werden möchte, dann wird beim nächsten Mal garaniert nicht länger gedroht- eher kürzer (denn eigentlich müssten sie schon vom ersten Mal wissen, was passiert, wenn deine Hündin gestört wird) und ihr platzt dann auch die Hutschnur, wenn sie ihren Punkt jedesmal wieder klar machen muss ;)


P.S.

Und wenn du schon auf Retriever anspielst, dann liegt es garantiert nicht an deiner Hündin....Retriever sind gerne nervig, besonders mit aktiver Unterwerfung, sie begreifen es nicht, dass der Hund seine Ruhe haben möchte, sondern nerven immer weiter....auch am nächsten Tag, als hätten sie die Ansage vom letzten Tag nicht bekommen....
Labradorhündin, blond *09/2001 | Dalmatinerhündin s/w (taub) *10/2006

"...Ein Hund bleibt Dir im Sturme treu, ein Mensch nicht mal im Winde" (Franz von Assisi)

"Beißt der Hund seinen Herren, ist nicht der Hund Schuld, sondern der Herr, der den Hund falsch erzogen hat....."
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