Also, ich hab ne Haustüre, wo mein Hund und ich raussehen können. Dazu noch ein bodenlanges Fenster. Da kann man die ganze Straße sehen. Bin ich schneller, bevor es klingelt, bekommt es mein Hund oft gar nicht mit. Das Klingeln ist das Signal zum Losspurten, und wenn ich denke, wie wir beim Klingel loslegen, brauchen wir uns nicht wundern, wenn die Hundis mitflitzen.
Nach neuesten Erkenntnissen, so sagt man, geht das rangniedrigste Tier immer vor und kontrolliert, was los ist. Nix mit der Ranghöhere geht zuerst. Es soll genau umgekehrt sein. Der Ranghöhere wird durch den Rangniedrigeren geschützt, sagt man. Also geht der vor. Deswegen bellen ja auch die rangniedrigsten Tiere am meisten. Danach handelt dein Hund an sich ganz normal.
Nun, ich mache es so, dass ich meinen Hund an der Türe sitzen lasse, bevor ich rausgehe. Den Hund vorher irgendwo ablegen, hilfe, da wäre der Postbote schon längst wieder weg, bei meinen langen Wegen. Je nachdem wer es ist, muss sie warten oder darf begrüßen. Hat jemand Angst, mach ich die Türe ran.
Aber manchmal, dann wenn Drücker kommen oder Zeugen Jehovas, dann ist es einfach super, wenn mein Hund zum Monster mutiert und alle in die Flucht schlägt. Dann, und genau dann, weiß sie genau, was sie tun muss. Vermutlich merkt sie, wie bei mir die Nackenhaare hochstehen und passt sich mir an. Da gibt es welche, die springen die ganze Treppe in einem Satz rückwärts runter.

Ja manchmal ist es gut, einen großen, schwarzen Hund zu haben.

Wichtig finde ich, den Hund unter Kontrolle zu haben, egal, ob er mit zur Türe darf oder nicht.
Mach es so, wie du dich wohl fühlst, deine Beziehung zum Hund ändert sich dadurch garantiert nicht.