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Hund im Rollstuhl = unwürdiges Leben?????

Was sonst nirgendwo reingehört.

Moderator: DF-Mods

Re: Hund im Rollstuhl = unwürdiges Leben?????

Beitragvon Bluemeleinchen » 19.12.2011 08:57

Mara2011 hat geschrieben:Meine Meinung ist: Wenn ich einen Hund in einen Rollstuhl setze kann ich nur vermuten, dass es ihm gut geht, er ein schönes Leben hat und keine Schmerzen.



Das finde ich z.B. nicht.
Klar gibt es genug, die aus "lauter Liebe" ein Tier einfach nur am Leben erhalten wollen, um jeden Preis sozusagen.
Aber ich behaupte jetzt mal, man merkt einem Hund sehr wohl an, ob er noch Lebensfreude hat...
Liebe Grüße von Lisa-Marie
mit

meinem Sternchen Muffin im Herzen
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"Ein Leben ohne Hund ist ein Irrtum."
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Re: Hund im Rollstuhl = unwürdiges Leben?????

Beitragvon wooni » 19.12.2011 11:37

Da bin ich Blumeleinchens Einstellung. Man sieht's einem Hund an, da kann man sich auch nicht drüber streiten (jedenfalls nicht mit mir ^^ ).

Darum sagte ich irgendwann im Thread, man könne es schlussendlich nicht pauschal sagen und muss jedes Individuum - wie immer - einzeln analysieren, und dann entscheiden.


LG Nina
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Re: Hund im Rollstuhl = unwürdiges Leben?????

Beitragvon LaBellaStella » 19.12.2011 12:37

wooni hat geschrieben:Da bin ich Blumeleinchens Einstellung. Man sieht's einem Hund an, da kann man sich auch nicht drüber streiten (jedenfalls nicht mit mir ^^ ).

Darum sagte ich irgendwann im Thread, man könne es schlussendlich nicht pauschal sagen und muss jedes Individuum - wie immer - einzeln analysieren, und dann entscheiden.


LG Nina


ja. genau.

wir haben uns damals - es ist jetzt grade mal 5 jahre her - für einen "rolli" entschieden - bei maja.

sie hatte "multiple sklerose" - selten beim hund, beim menschen auch noch nicht wirklich erforscht.

keine schmerzen - zuerst zog sie nur die hinterbeine ein wenig nach, später konnte sie schlicht die hinterbeine nicht mehr wirklich koordinieren dann irgendwann nicht mehr bewegen. es kam schubweise, mit kortison waren die schübe ein bisschen einzudämmen - aber wirklich was dagegen tun kann man nicht.

den "hunderollstuhl" hat mein mann damals selber gebaut - und ja, wir (!) hatten den starken eindruck, dass wir ihr damit das leben nicht nur erleichterten, sondern dass ihr das ding auch noch eine menge spass machte. ein sehr subjektiver eindruck, sicher.

sie war "vom kopf" her noch ganz auf "ich will leben" eingestellt - der neurologe meinte, für sie sei es ein gefühl, als seien schicht die hinterbeine eingeschlafen.

und ja, es war machbar. wir wohnen ebenerdig, keine stufen.

sie war nicht lange ein "rolli-hund" - denn die krankheit schreitet manchmal recht schnell vorwärts. ungefähr 3 monate waren es - dann kam ein neuer schwerer schub - und danach wollte sie nicht mehr. ich und meine familie können bis heute genau sagen, ab wann der punkt da war, wo sie die lebenslust verloren hatte - und ja, das war tatsächlich eine sache von "heute auf morgen".

sie durfte zuhause einschlafen. hier bei uns.

natürlich könnte man nun aus aussenstehender sagen: die drei monate im "rolli" hättet ihr dem armen tier unbedingt ersparen müssen - aber ich denke, das sagt wirklich nur jemand, der sie damals nicht erlebt hat.

wir haben lange diskutiert, das für und wieder - aber immer wieder kamen wir - wenn wir sie angeschaut haben, wenn wir sie beobachtet haben, zu dem schluss: noch will sie.

wir wussten damals schon, dass wir nur noch begrenzte zeit hatten mit ihr. und wir wollten auf keinen fall dieses bisschen zeit unnötiger und eigensinnigerweise verlängern - aber eben auch nicht unnötiger und eigensinnigerweise verkürzen....

man kann sicher drüber diskutieren, ob der "richtige" zeitpunkt tatsächlich der war, für den wir uns entschieden hatten - der eine hätte vielleicht gesagt, der moment ist ab dem punkt gekommen, wo sie nicht mehr hochkam hinten, der nächste hätte den zeitpunkt ab dem moment angesetzt wo sie sich die krallen hinten bis zum blut abgeschliffen hat beim laufen, der nächste hätte viellicht gesagt, ab dem zeitpunkt der gesicherten diagnose....

für uns war der zeitpunkt da, als sie durch den letzten schub massive probleme mit herz und lunge bekam und als sie ersichtlich nicht mehr wollte. und ja, das kam tatsächlich über nacht.

in majas fall würd ich das immer wieder so machen - in anderen fällen vielleicht nicht. vielleicht wars ein fehler - vielleicht hätten wir sie eher gehen lassen sollen oder vielleicht auch nochmal abwarten, ob noch mehr kortison hilft - wie auch immer: es war unsere entscheidung und bis heute denken wir, es war die richtige.

wir hatten die möglichkeit dazu - andere haben sie nicht. ich persönlich neide niemand die letzte entscheidung - ich nehm sie niemand ab und ich weiss auch, dass uns damals niemand die entscheidung abgenommen hätte.
es grüssen

Nicky, Sam, Gos dAtura & Joey, Maremmanomix & Jimmy,Rauhhaardackel und Maja, Altdeutscher Hütimix *1996 - +2007

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