"Mach was"Wenn ich das sage, möchte ich schon gerne, daß mein Hund irgendetwas anbietet.
Was das genau sein soll, kann einem egal sein. Hauptsache, der Hund bietet was an.
Man kann es aber auch zum "Kontrollierten Aufbau" eines Tricks verwenden.
Trainingsaufbau:Man stellt sich ein Viereck vor.
An drei Ecken vom Viereck liegen irgendwelche Gegenstände.
Was genau, ist egal. Es können Socken sein, Pylonen, Kegel, Fußmatte, Ball, Karton, und so weiter.
An der vierten Ecke ist dan nichts.
Man geht dann mit dem Hund die einzelnen Stationen ab.
Wenn Hunde gewöhnt sind, mit sich von sich aus mit Gegenständen zu beschäftigen, ist es natürlich etwas leichter.
Dann bleibt man einfach neben dem Gegenstand stehen und sagt das "Mach was", oder was man auch immer dafür nehmen möchte.
Jetzt wird gewartet.
Der Hund sieht ja an der Hilfestellung vom Menschen, daß er sich mit dem Gegenstand beschäftigen soll. Dabei ist es egal, was und wie er es macht. Hauptsache, er macht etwas.
DAS wird bestätigt!
Nach zwei, drei Wiederholungen (es ist wirklich wichtig, daß die Einheiten recht kurz sind) geht es mit der nächsten Station mit Gegenstand weiter.
Auch da bleibt der Mensch stehen und schaut den Gegenstand an.
Jetzt kommt wieder ein "Mach was" und es wird gewartet, daß der Hund auch irgendetwas mit seiner Schnauze oder Pfote macht.
Wieder geht es nach zwei, drei Wiederholungen zur nächsten Station mit Gegenstand weiter, und der Mensch sagt sein "Mach was".
Nach der dritten Station geht es dann zur Station ohne Gegenstand.
Der Mensch bleibt da stehen und sagt dann sein "Mach was".
Wenn der Mensch weiß, daß der eigene Hund eher ein "Pfotenhund" ist, könnte dieser als "Hilfe" die Pfote vom Hund anschauen.
Sonst eventuell den Boden anstarren.
Der Hund "kennt" inzwischen das "Mach was", der wird irgendeine Aktion starten. Sei es die Pfote nur ein Stückchen anheben, den Kopf zum Boden neigen, eventuell macht er eine Drehung, oder was auch immer.
Was er auch immer zeigt,
DAS wird sofort bestätigt und man hört mit der Übung erst einmal auf.
Nach einer Pause wird das komplette Viereck wiederholt. Es können ruhig andere Gegenstände an den ersten drei Stationen sein. Diese dienen auch nur dazu, daß der Hund Interesse zeigt und was macht.
Für komplette Anfänger, deren Hund noch nicht soweit sind, daß sie auf einer leeren Station etwas anbieten, reicht es für den Anfang, wenn sie diese Übung nur als Dreieck mit Gegenständen an den einzelnen Stationen "abarbeiten".
Mit der Zeit kommt dann die Sicherheit für den Hund, daß es ja "nichts Falsches" gibt, und als Mensch ein Gespür, womit sein Hund am liebsten "arbeitet", also Pfote, oder Nase.
Schöne Grüße noch
SheltiePower