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Habt Ihr einen Superpfiff?

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Moderator: DF-Mods

Beitragvon Trillian » 07.09.2010 08:28

Hi!

Ich kann die Originalanleitung von Kram leider nicht finden, ich versuche mal hier in Stichpunkten zusammenzufassen, wie ich es gemacht habe:

Zunächst mal braucht man etwas, was der Hund wirklich gern mag, bei Lotte sind es Tennisbälle und/oder Quietschies. Da sie anfangs Schwierigkeiten hatte, die Dinger wieder herzugeben, darf sie die normalerweise nicht haben, sie mag Bälle auf jeden Fall viel lieber als den Futterdummy.

Dann habe ich Lotte vor mich gesetzt, gepfiffen und den Ball aus meiner Tasche geholt und hinter mich geworfen. (Ganz am Anfang hab ich ihn zwischen meinen Beinen durch nach hinten gerollt, aber ich bin zu ungeschickt um so wirklich schwungvolll werfen zu können)

Nach einigen Wiederholungen sah Lotte schon wirklich aufgeregt war, wenn ich gepfiffen habe, habe ich aufgehört sie vor mich zu setzen und statt dessen gepfiffen, wenn sie normal vor mir lief.

Da das sofort gut geklappt hat (sprich: sie ist sofort rumgeschossen um den Ball zu bekommen) habe ich relativ bald begonnen die Ablenkung zu steigern, also gepfiffen, wenn sie irgendwo geschnüffelt hat oder so.

Hier ist es wichtig, die Hitliste des eigenen Hundes zu kennen und abschätzen zu können, was einen wie großen Reiz auf den Hund ausübt, damit das mit dem Schrittweise steigern klappt.

Inzwischen kann ich Lotte in (fast) jeder Situation abpfeiffen. Wobei wir erst seit ein paar Wochen üben.

>Ich hoffe, es ist einigermaßen verständlich, sonst einfach Fragen ;o)

Ich hab da auch gleich mal eine Frage an die Experten: Ist es so, dass nach ausreichend vielen Wiederholungen die Reaktion des Hundes nicht mehr übers Hirn, sondern quasi als Reflex übers Rückenmark läuft? Ich hab von sowas leider keinen Plan, meine aber sowas mal gelesen zu haben.

liebe grüße
Trillian,

mit Lotte Lotterleben, Dr. Dibs, dem kleinen Chinesen und den Katern Moses und Nathan

Meine Tiere sind nicht verwöhnt, ich bin nur gut trainiert!!!
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Beitragvon Stresskeks » 08.09.2010 21:07

*schnips*
Die mit dem Beagle und den 1000 Fragen kommt!!!

Muss der (in unserem Fall) Dummy denn weit fliegen, so dass der Hund richtig läuft? Meine Wurfkünste sind ja eher bescheiden...

Was soll da rein? Nur das ganz normale Futter oder noch irgendwelche "Extras"?

Was kann ich tun, wenn es den Hund nicht interessiert (so wie bei unserem letzten Versuch - mit Pansen!!!)?

Ja, ich hab mal wieder einige Fragen :ops:
Wir sind:
- Frauchen Kira, übersensibel und hasst Flexi-Leinen
- Beagle Barni (*9.5.2008), stresskeksig und verfressen
- Altdeutscher Schäferhund Enno, (*21.3.1997, †16.3.2009), den wir an der Regenbogenbrücke zurücklassen mussten
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Wenn ein Beagle immer hören würde, wäre es kein Beagle
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Beitragvon Mone2801 » 08.09.2010 21:28

Wenn´s den Hund nicht interessiert, ist es definitiv das falsche für den Aufbau von nem Superpfiff ;) Dann nimm lieber was anderes als den Dummy...oder du packst eben was rein, von dem du weißt, dass der Hund total drauf abfährt. Darum geht es ja beim Superpfiff: Hund soll verknüpfen: "Wenn ich den Pfiff höre, gibt´s bei Frauchen was, worauf ich totaaal scharf bin!" Er soll dafür ja quasi alles andere stehen und liegen lassen - was genau das bei deinem Hund ist, musst du herausfinden - das lässt sich nicht pauschal auf jeden Hund übertragen. Der eine steht auf Trockenpansen, der andere auf Katzenfutter, wieder der nächste auf ein Zerrspiel oder den fliegenden Dummy...
"An eye for an eye leaves the whole world blind..."

Viele Grüße von Mone mit
Amigo, Gremlin und Kira!
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Beitragvon DSH Bauer » 08.09.2010 21:37

Es geht auch mit hundetypischen Spielen. Wenn ein Hund einen anderen auflauert, dann geht er ins Down, drückt sich mit jeder Faser seines Körpers praktisch in den Boden.

Hieraus lassen sich Spiele ableiten wie das Auflauern von Mitspielern (Menschen und/oder Hunde). Aber auch das Stürmen einer Stellung.

Stürmen einer Stellung geht so:
Voraussetzung ist, dass der/die mitspielende(n) Hund(e) zumindest das Platz kennen.
Dann werden zwei Gruppen gebildet, man braucht ebensoviele Menschen wie Hunde, mindestens aber 2 Menschen. Eine Gruppe geht hinter einem Hügel (oben), einem Baumstamm oder einer Senke in Stellung. Das sind die Verteidiger. Die Angreifer gehen so 10 - 20 m entfernt von den Verteidigern ins Down.

Die Angreifer machen auf "Sprung auf" zwei, drei Schritte, dann kommt "Down" und die Angreifer liegen so schnell wie möglich flach am Boden. Einen Wimpernschlag nach dem Down werfen die Verteidiger mit einem Gummiball auf die Angreifer (Hunde), wenn diese nicht korrekt liegen. Die mitstürmenden Menschen dürfen Anfangs jedoch ihren Hunden durch Handauflegen Hilfestellung geben. Umgekehrt verhält es sich ebenso, d.h., die Verteidiger (Hunde) müssen, wenn die Angreifer aufspringen ganz schnell ihre Köpfe in Deckung bringen (Down), sonst "setzt" es einen Ball.

Die Bälle werden nicht wie Kanonenkugeln gegen den Hund geknallt, sondern sie sollen nur eine Erinnerung sein, dass da was war. Alternativ sind auch Kienäppel, Eicheln usw. möglich.

Haben nun die Angreifer die Stellung fast erreicht, nehmen sie im letzten Sturm die Stellung, aus der sich die Verteidiger retten, indem sie gleichzeitig auf die Ausgangsposition der Angreifer laufen. Hunde ablegen (Platz reicht), Bleib und die Menschen können sich erst einmal wieder aufmunitionieren ehe es mit vertauschten Rollen weitergeht.

Futter? Nö, wird erst zur normalen Zeit aus der Schüssel am gewohnten Ort gegeben. Sonstige Belohnung? Wofür, das Spiel macht doch Spaß! Und weil die Menschen aktiv mitspielen, ist es noch viiiel toller.
Do wat du wullt, de Lüt schnack doch
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Beitragvon Trillian » 09.09.2010 16:41

Tja, die Antwort kam ja im Prinzip schon, jeder muss für seinen Hund herausfinden, was die tollste Belohnung von Welt ist...

Für Lotte sind es - wie geschrieben - Tennisbälle oder Quietschetiere, für andere Hunde könnte es auch Katzen-dosenfutter sein oder Pansen im Mauseloch oder oder oder (Irgendwo hab ich mal von einer Hündin gelesen, für die es das Größte war, Welpen abschlecken zu dürfen...)

Für Lotte muss ich nicht weit werfen, ihr reicht es im grunde auch, wenn ich so einen Ball am Tau vor ihr hin und her zerre. (So ähnlich wie an einer Reizangel) Sie will halt hetzen...
Trillian,

mit Lotte Lotterleben, Dr. Dibs, dem kleinen Chinesen und den Katern Moses und Nathan

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Beitragvon Stresskeks » 09.09.2010 21:01

Hach, ich weiß nicht, was Barni mag... Ich dachte Pansen wäre gut, aber den spukt er immer wieder aus... Er steht auf Nassfutter, aber das ist leider so unpraktisch zum mitnehmen und er verträgt es auch nicht gut :sad2:
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Beitragvon Trillian » 10.09.2010 07:44

Stresskeks hat geschrieben:Hach, ich weiß nicht, was Barni mag... Ich dachte Pansen wäre gut, aber den spukt er immer wieder aus... Er steht auf Nassfutter, aber das ist leider so unpraktisch zum mitnehmen und er verträgt es auch nicht gut :sad2:


Spielt er denn gern? Es muss ja nicht zwingend etwas zu fressen sein.

Ich habe für einen Hund mal dieses Katzenfutter genommen, dass in diesen kleinen dosen mit Abziehdeckel gibt. Weißt Du, was ich meine? Das war unterwegs sehr praktisch und die Mengen relativ winzig.

Trockenfisch soll bei vielen Hunden auch gut funktionieren.
Trillian,

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Beitragvon soffi66 » 10.09.2010 07:51

Ich habe eine Futtertube gefüllt mit Leberwurst dabei.
Das ist was ganz besonderes.
GLG Soffi
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Beitragvon asterix99 » 10.09.2010 08:07

:jump: @wildsurf hatte mal diese Video eingestellt:
http://www.youtube.com/watch?v=OKaMnmLOolQ

Den Aufbau finde ich auch sehr genial!!

Viele Grüße
Bibi

PS: Danke für die Erklärung @Trillian
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Beitragvon soffi66 » 10.09.2010 10:19

Das Video ist echt klasse.
Vielen Dank
GLG Soffi
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