Mara2011 hat geschrieben:Ich finde es sehr schade, dass man so gar keinen Unterschied macht zwischen Polen-Tschechien-Kofferraum-Vermehrer und den anderen, die zwar auch vermehren (wenn auch nur einmal), aber wenigstens daraus für die Hunde das beste machen.
Weil es zu 98 % keinen Unterschied gibt!
Die Hunde in den Tierheimen kommen zu 98 % von solchen Vermehreren und somit sind solche Leute - egal, ob sie im dunklen Keller vermehren oder die Hündin einmal werfen lassen - eben alles andere als seriös.
Denn es ist schon komisch. Da wird ein Wurf produziert, die Welpen eines angeblichen Einmalwurfes vornehmlich an Familie, Freunde, Bekannte, Nachbarn abgegeben ... natürlich günstig, man ist ja froh, den Nachwuchs schnell los zu werden, da ist es letztlich auch egal, wer die Welpen nimmt. Das ist die eine Sorte der Welpenproduzenten, naiv.
Die andere Sorte der Welpenproduzenten ist berechnend. Sie vermehren absichtlich, stellen es aber als Unfallwurf da. NATÜRLICH soll die Hündin nach dem Unfallwurf kastriert werden. Die Welpen sind - wie alle Welpen - überaus drollig und man kassiert gutes Geld dafür. 400 Euro pro Welpe, bei 10 Welpen. Aufwand gering. Hey, guter Nebenverdienst. Das machen wir gleich nochmal und wieder und wieder.
Beides aber Vermehrung ohne jeglichen Sinn!Dann stellen sich die Abnehmer spätestens in der Jugend-Proll-Hund-Zeit als ungeeignet heraus. Oder der ehemalig ach so süße Nachbarswelpe wird später schwer krank. Welcher dieser Welpenproduzenten fühlt sich denn ein Leben lang für seine Hunde verantwortlich. Die wenigsten. Und das kann man klar daran sehen, dass genau solche Hunde im Tierheim sitzen.
Allein aus diesem Grund, unabhängig von fehlenden Untersuchungen usw., sollte man so vernünftig sein und diese Art der Welpenproduktion nicht unterstützen.Da tut auch nichts zur Sache, ob im VDH alles perfekt läuft. Denn nur, weil woanders Fehler gemacht werden heißt das nicht, dass man die eigenen Fehler damit wegargumentieren kann.
Und natürlich weiß ein Interessent, der sich einen Hund aus dem Tierheim holt, nie, ob dieser Hund lebenslang gesund bleibt. Aber die, die ich kenne, holen sich den Hund nicht, weil er günstig ist, sondern weil sie sich bewusst dafür entscheiden, einem Hund, der sonst weiterhin im Zwinger sein Dasein fristen müsste, ein Zuhause zu geben. Dafür nehmen diese Leute auch gerne das Risiko in Kauf, einen nicht ganz so einfachen oder auch einen kranken Hund zu bekommen.
Welch ein Glück, dass es immer mehr solcher Leute gibt, die den Verstand einschalten und diese Art der "Hundebeschaffung" wählen - das Tierheim -, statt unsinnige Vermehrerei jeglicher Form zu unterstützen.Viele Grüße
Doris