tamara80 hat geschrieben:Padua hat geschrieben:Nur dass die auch nicht alles bezahlen
Jetzt wird es aber richtig theoretisch.
Aber ich denke in diesem Falle wird einen kein anständiger Tierarzt nach Hause schicken, ohne den Hund zu behandeln, und das finanzielle irgendwie zu aller Zufriedenheit zu lösen.
Das ist aber gar nicht das Thema
.
Und ich rede nicht von Wühltisch-Polen-Welpen. Sondern von Welpen oder Hunden aus nicht VDH-Zucht. (nein, nicht von Vermehrern).
Mhm, so theoretisch ist das Szenario gar nicht, würd ich sagen.
Eine sehr gute Freundin hat letztes Jahr ähnliches erlebt. Sie hat sich eine Labrador-Hündin zugelegt. Zugegeben, sie war was Zuchtverbände bei Hunden angeht eher unerfahren...sie hat halt angenommen, dass ein Hund, der Papiere hat und einen gewissen Betrag kostet von einem seriösen Züchter stammt und gesund ist.
Sie hat den "Züchter" ihrer kleinen Hündin durch eine Zeitungsanzeige o.ä. gefunden, ist zu ihm gefahren, um sich die Welpen anzusehen. Der Mann war auch total freundlich, hatte nicht viele Hunde, die Welpen waren im Haus, eine offensichtlich laktierende Mutterhündin war auch dabei, alles prima.
Sie hat dann etwas später ihre kleine Hündin mitgenommen...für 900 €, mit Papieren, geimpft, gechipt, entwurmt.
Tja, gut 2 Wochen später war ihre Kleine dann tot. Es fing nach ein paar Tagen mit schwerem Durchfall an, der nach Behandlung zunächst auch besser wurde. Dann bekam sie wieder Durchfall, die Hündin musste in die Klinik. Dort wurde seitens der Ärzte schon vermutet, dass hinsichtlich der Herkunft der kleinen Hündin gemauschelt worden sein könnte. Nach ein oder zwei Tagen ist der Welpe gestorben. Die Behandlungskosten beliefen sich insgesamt auf ca. 700 €.
Wie sich bei genauerem Studium der "Papiere" und Recherche dann herausstellte, kam ihr Welpe von einem Vermehrer irgendwo aus dem Ausland. Den "Zuchtverband" hatte der Züchter nämlich selbst gegründet und der Tierarzt, der die Welpen (angeblich) geimpft und untersucht hatte, war als Vorstand des Verbandes angegeben. Der Tierarzt gab dann auch zu, dass der "Züchter" seine eigenen Würfe mit zukauften Welpen aufstockt und den Leuten dann mit im Prinzip völlig bedeutungslosen Papieren unterjubelt.
Auf den Kosten ist meine Freundin dann größtenteils sitzengeblieben...einen Teil des Kaufpreises hat sie vom Züchter wohl wiederbekommen, aber das wiegt den Schaden ja auch nicht auf. Schließlich hatte sie ihren Hund ja lieb gewonnen.
Ihren nächsten Retriever hat sie dann für 1200 € aus einer VDH-Zucht geholt und die Hündin ist bisher topfit.
Ihr Fall ist auch kein Einzelfall. Anscheinend gibt es einige "Züchter", die sich ihre eigenen Zuchtverbände zaubern und dann kranke Welpen für teueres Geld an Ahnungslose verkaufen. Einer ist vor einiger Zeit hier in der Gegend aufgefallen, weil er wahnsinnig viele Hunde in wenigen Jahren verkauft hat und sehr, sehr viele der Tiere schwer krank waren bzw. geworden sind. Das führte dann natürlich zu Beschwerden, was dann aufgefallen ist.
Ich kann daher wirklich nur raten, einen Hund vom VDH-Züchter zu kaufen. Möglicherweise erwischt man auch bei einem VDH-Züchter mal ein schwarzes Schaf, das ist klar.
Aber bei einem "Züchter", der nicht dem VDH angeschlossen ist, gehört es anscheinend eher zur Ausnahme, dass man an ein weißes Schaf gerät. Das wäre mir wirklich zu riskant!
LG,Christiane