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GIARDIEN: Chemiekeule vs. Kräuterbuttermilch/Aushungern

Alles rund um die Gesundheit Eurer Hunde.

Diese Rubrik ersetzt nicht den Tierarzt oder einen Besuch bei dem Selbigen.

Moderator: DF-Mods

GIARDIEN: Chemiekeule vs. Kräuterbuttermilch/Aushungern

Beitragvon BestFriend » 19.10.2011 09:27

Jetzt isses amtlich (nach nem Schnelltest)....meine Maus hat Giardien (wer weiß wie lange schon :tropf: ...)

Die Symptome waren eher unspezifisch, also kein superschlimmer Durchfall, sondern immerwieder mal aus völlig unersichtlichen Gründen total weicher, gelblicher, schleimiger Kot, der dann auch genauso schnell wieder weg war, aber in den letzten 2 Wochen hatte sie das 4 mal, mein TA schlug dann mal einen Giardientest vor.
Ich habe gesagt, das ich mich erstnochmal über Behandlungsmöglichkeiten informieren möchte und mich dann melde (er behandelt immer mit Panacur).

Da Sie sowieso schon sehr Magendarm empfindlich ist bin ich gerade total verunsichert und habe wirklich Angst ihren Darm komplett zu ruinieren :sad2:

Könnt Ihr mir helfen abzuwägen welches Mittel das schonenste sein könnte (das nach Chemie bzw. sowieso ne Darmsanierung ansteht ist klar).

An Chemie gibts wohl:

-Panacur: Hat wohl bei vielen absult nix geholfen, im Gegenteil, oft blutiger Durchfall und nach wochenlangem Behandeln immer noch positive Tests.
-Metradinazol: Habe auch gemischte Meinungen gelesen
-Spatrix (eigentlich für Brieftauben): Klang bisher am besten, aber wie komme ich daran wenns mein TA nicht hat, woher weiß ich wenn die Dosierung und es wird doch einen Grunf haben das es für Hunde/Katzen nicht zugelassen ist (wenns so toll helfen soll) ?

Viele bei denen ewige Panacur Kuren, Putzen usw nix geholfen hat und deren Hunde schon komplett auf dem Zahnflsch gingen berichten das eine Kräuterbuttermilch mit Oregano, Thymian und Majoran geholfen hat bzw. Monatelanger kompletter Kohlehydratentzug....das wäre zu schön um war zu sein.

Zu fressen bekommt sie Reinfleischdosen mit Olewo Karotten, Reis, Kräutern, Eierschalenmehl, Lebertran etc . Habe heute Morgen und gestern schon die Reisflocken weg gelassen und die Trofu Leckerlie verbannt


Es wäre toll wenn ihr mir helfen könnt ! Klingt vieleicht übertieben, aber ich habe wirklich richtig Angst jetzt mit der Wahl des Falschen Mittels dauerhaft die (Darm) Gesundheit meines Hundes zu schädigen (das berichten auch viele über die Panacur Gaben), allerdings geht der Darm von den Giardien auch kaputt. Ich muss handeln.
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Re: GIARDIEN: Chemiekeule vs. Kräuterbuttermilch/Aushungern

Beitragvon Murmelchen » 19.10.2011 09:45

Ich bin kein Fan davon, den Hund staendig mit 'Chemie' vollzustopfen. Allerdings gibt es fuer mich Dinge, wo sowas einfach her muss und Giardien fallen da drunter! Wir haben Giardien im Verdacht, etwas mit Peppers Erkrankung zu tun gehabt zu haben und ich wuerde die Gefahr einer Darmschaedigung durch die Giardien, weil ich den Hund mit seltsamen Hausmittelchen behandle, nicht in Kauf nehmen :nixweiss:

Pepper hat immer Metradinazol bekommen.

Wichtiger als irgendwelche Mittelchen gegen die Giardien zu geben, empfinde ich den Aufbau des Immunsystems und des Darm nach der Gabe von Metradinazol o.ae.
Wir sind zusammen an Grenzen gegangen nur um diese um ein unendliches zu erweitern.
(©Lockenwolf)



The next generation
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Re: GIARDIEN: Chemiekeule vs. Kräuterbuttermilch/Aushungern

Beitragvon Abessinierin » 19.10.2011 09:48

Seh ich ähnlich wie Kathrin. Ich würd auch die Medis nehmen bevor ich mit zweifelhaften Hausmitteln iwas versuche.
Kein Russell wird als Kalle geboren.

Und ja, der Russell hat Jagdtrieb

Und Nein, nach einer Kastration verträgt er sich nicht mit jedem anderen Hund.

Und: Er spürt den Schmerz genau wie Du- Nur im Gegensatz zu Dir beißt er dann zu!
Abessinierin
 
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Re: GIARDIEN: Chemiekeule vs. Kräuterbuttermilch/Aushungern

Beitragvon Dicke » 19.10.2011 09:51

Als meine Maus mit 7,5 Monaten bei mir eingezogen ist, hatte sie auch Giardien und Panacur hat nicht geholfen. Muß aber dazu sagen, daß sie auch eine Futterunverträglichkeit hat (hatte :D ) und zudem auch noch ihre erst Läufigkeit kam. Das Immunsystem war also völlig am Ende. Letztendlich habe ich mit der Kräuterbuttermilch und Propolis das ganz in den griff bekommen. Anstelle von Buttermilch, habe ich aber Minus-L Joghurt genommen, geht auch. Gleichzeit habe ich Orijen Fisch gefüttert, weil es sehr wenig Kohlenhydrate hat. Und ansonsten, keinerlei Leckerchen wo Reis/Kartoffen/Mehl oder Bananen drin sind. Nichts dergleichen. Achso. Im Putzwahn war ich nicht. Habe Roxy halt, da sie sehr viel Beinkleid hat, öfter mal "unten rum" abgeduscht...äh abduschen müssen :roll: Aber sonst nichts mit Dampf gereinigt oder Decken gewaschen. Meine andere Hündin hat sich auch nicht angesteckt. Nach der Kräuterbuttermilch hab ich noch ein paar Wochen Symbiopet gegeben.
Liebe Grüße von
Freßmaschine Amalita
Psycho Roxy
die tanzenden Erdnuss Zoe
& Beate ;-)
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Re: GIARDIEN: Chemiekeule vs. Kräuterbuttermilch/Aushungern

Beitragvon The007Gretchen » 19.10.2011 09:55

auch ich versuche chemiebomben sogut wie möglich zu vermeiden. allerdings würde ich bei giarien keine experimente machen.
du könntest einfach symbiopet (wahlweise symbioflor für den menschen) zufüttern. bekommst du rezeptfrei in der apotheke, musst es nur bestellen!

gute besserung
Diejenigen von uns, die nie die kleine Seele unserer treuen Vierbeiner zu entdecken vermochten, können uns nicht verstehen. Das ist schade für sie.
(Verfasser unbekannt)

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Re: GIARDIEN: Chemiekeule vs. Kräuterbuttermilch/Aushungern

Beitragvon Buddy-Joy » 19.10.2011 09:59

lso ich bin schon n Hausmittelchenfan und nutze die auch viel und gerne aber man kann alles übertrieben ;)
UNd diese Sache gehört für mich absolut zu übertreibungen, den Biestern kommt man mit Chemie einfach am besten "!bei"
Et Grüsst Manu mit

Buddy (dem alten Sack)
Mäx ( dem Knallfrosch)
Lills ( der Tussi)
Joy (Der Diva)

AVF-Member XD
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Re: GIARDIEN: Chemiekeule vs. Kräuterbuttermilch/Aushungern

Beitragvon Chris2406 » 19.10.2011 10:02

Hallo,
bei uns sind die Giardien nun fast ein Jahr her.

Wir sind sie erfolgreich los geworden - mit Panacur, aber vor allem, mit einer Kombination aus wirklich umfangreichen Hygienemaßnahmen und ausführlicher Darmsanierung/Immunkur.

Bei uns stand die Frage, ob Chemie oder nicht, gar nicht gross im Raum, denn hier leben 8 Vierbeiner, die sich hätten infizieren können. Obwohl wir 14 Tage Giardien im Bestand hatten, ohne es erstmal zu ahnen, hat sich allerdings nur unser Hunde-Senior angesteckt. Deshalb denke ich, dass die Voraussetzung für eine Infektion eine eh schon gestörte Darmflora/geschwächtes Immunsystem ist.

Was mich von einer möglicherweise monatelanger "Giardien-Hungerkur" abhalten würde, wäre die ständige Verteilung von Giardien/ihren Oozyten in meiner Umgebung, bzw. der der Vierbeiner. Diese schleimigen Durchfälle lassen sich so schwer wegkratzen - da ist die Reinfektionsgefahr für den eigenen und die Neu-Infektion von fremden Hunden/Katzen und Wildtieren, wie Mardern einfach riesengroß. Und dann hat man selbst vielleicht alles im Griff, aber der Nachbar nicht - und so entsteht ein Teufelskreis.

Ob nun die Schädigung der Darmschleimhaut durch Chemie oder durch längerfristigen Giardien-Befall größer ist - ich weiss es nicht.

Ich zitier mich mal aus einem alten Thread, wie wir vorgegangen sind:

Hallo Ihr Giardiatoren, :D

wir haben das auch grad hinter uns, ich schreib Euch mal auf, was wir unternommen haben und wie wir die Biester losgeworden sind:

- absolut penible "Häufchen-Hygiene" drinnen (bei Welpen) und draussen, alles einsammeln, im eigenen Garten die Stellen regelmäßig kalken

- dem Hund nach dem Kotabsatz den Hintern abwischen - sonst nimmt er naturgemäß sein Zungenklopapier zur Hilfe und infiziert sich an sich selbst immer wieder neu, die Mistbiester bleiben nämlich gern in der Luken-Umgebung im Fell hängen...

- Liegeplätze mit alten Handtüchern und Laken bedecken und täglich austauschen, bei etwa 60 ° waschen (es gibt nachvollziehbare Thesen, dass auch 40° Grad reichen, da ja nicht nur die Temperaturen, sondern auch die mechanische Reinigung eine Rolle spielt)

- die Sache mit dem DAmpfreiniger - sie kursiert überall, aber komischerweise kann einem niemand so wirklich sagen, wie lange der Dampf auf eine Stelle einwirken soll. Wir haben ihn zum Schluß nicht mehr für die Bodenreinigung eingesetzt sondern für die Hunde-Couch und da ziemlich lange "draufgehalten"

- es gibt tatsächlich ein Desinfektionsmittel, das in 2-%-iger Lösung und bei einer Einwirkzeit von 20 Minuten gegen Giardien und ihre Oozyten wirkt, das Desifin Animal,(einfach nach-gockeln...) das Gutachten dazu ist beim Hersteller zu erfragen - 20 Minuten Einwirkzeit bedeutet, dass man sehr sehr naß wischen muss, sonst ists nur ein gutes Gefühl...aber ohne Wirkung

- eine Darmsanierung für den Hund, Hunde mit gesunder Darmflora stecken sich nämlich gar nicht so schnell an und der erkrankte Hund braucht nach Panacur und Metronidazol Nachhilfe, damit der Darm sich regenerieren kann; dazu gehören besonders bei Durchfall, aber auch nur "pro-Darm" Olewo-Karottenpellets, Heilerde, probiotischer Joghurt, Aloe Vera Saft (etwas teuer, aber hilfreich, 1ml/kg/KG am Tag), Bierhefe, die eine gute Umgebung für normale Darmbakterien schafft - zusätzlich gibt es noch diverse Präparate - Symbiopet, Produkte von cd-vet - die den Aufbau der normalen Darmflora unterstützen.

- alle Tiere eines Bestandes (andere Hunde, Katzen, Frettchen, etc.) müssen mitbehandelt werden

- Näpfe, besonders die Wassernäpfe, am besten mehrmals täglich mit kochendem Wasser ausspülen (ZUngenklopapier....) und ausserdem mögen Giardien eine feuchte Umgebung

- Hunden mit langem Fell die "Output-Luke" frei schneiden und drum rum häufiger waschen

- Giardien durch eine Kohlenhydrat-freie Kost "aushungern" - gerne mit Barf, denn das wirkt durch die Erhöhung des pH-WErtes der MAgensäure auch gleich mit und macht die kohlenhydratfreie Ernährung leichter (als Barfanfänger sollte der Hund die ersten 4 - 6 Wochen noch kein Geflügelfleisch kriegen - die Magensäure muss sich erst anpassen und bis dahin sind die Wauzis durchaus noch empfindlich, was Salmonellen angeht, die bei unbedachtem Umgang mit rohem Geflügel durchaus eine Rolle spielen - Rind für den Anfang, Kaninchen, etc.)

Los, macht sie fertig -

LG, Chris


Im Aussenbereich haben wir es so gehalten, dass die Hundis in der Zeit grundsätzlich ihren Kotabsatz nur im Hundegarten getätigt haben. Dort konnten wir unter den Matsche-Häufchen die Erde teilweise mit wegkratzen, ohne dass es wen gestört hätte. Ausserdem haben wir nach jedem Kotentfernen die betroffene Stelle mit einer Kalkmilch-Lösung zum Desinfizieren abgeduscht. Das liess sich im Hundegarten besser realisieren, als mit Giesskanne, Kratzwerkzeug, tütchen und 5 Hundis unterwegs zu sein.

In der Zeit lief eigentlich 24/7 die Waschmaschine und wetterbedingt dementsprechend auch der Trockner - so viele Decken für all diese Hunde hat man auch nicht in Reserve. Ich war - zumindest für einige Wochen, sonst eher nicht so :lachtot: - vermutlich die Hausfrau des Jahres 2010....und habe, durch unsere Schweinehaltung haben wir auch Desinfektionsmatten - wirklich penibelste Hygiene betrieben, um jegliches Verschleppen von Oozyten zu verhindern.

Alle Hunde und Katzen des Bestandes haben jeweils nach den - insgesamt waren es 3 Runden Panacur in kurzem Abstand - Panacur-Gaben eine Darmsanierung und durchgehend eine homöopathische Immunkur bekommen, unterstützt durch Propolis/Aloe Vera und andere Produkte.

Übrigens haben auffällig viele Hunde/Katzen nach Giardienbefall plötzlich Probleme mit Futtermittelallergien/-unverträglichkeiten, die im Vorfeld so nicht bekannt waren. Die Biester mischen sich also auch heftig ins Immunsystem ein - auch das wäre für mich ein Grund, nicht lange rumzuprobieren. Naturheilkunde immer dann, wenn machbar, aber manchmal brauchts die Chemiekeule.

Wie auch immer - mach die Biester fertig!

LG, chris
Die Vierbeiner der Wild-Bunch-Ranch

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Re: GIARDIEN: Chemiekeule vs. Kräuterbuttermilch/Aushungern

Beitragvon AndreaAnna » 19.10.2011 10:04

Ich kann mich auch nur den Ausführungen vom Murmelchen anschließen.

Leider hatte unser Dusty vor einigen Jahren sehr oft Giardien, der hat sie wohl leider magisch angezogen. Im Akutfall half dann wirklich nur Metronitazol. Unsere neue Hünding Ronja hat diese auch gleich aus dem Tierheim mitgebracht und es half nichts anderes.
Wenn dann die Stuhlprobe wieder ohne Befund ist, kann man die Darmflora sowie das Immunsystem aufbauen.
Habe da auch schon einiges über Propolis gelesen und ich mache z. zt. ne Kur mit Chlorella-Algen für beide Wuffels.

Ich bin auch gegen zuviel Chemie und lasse erstmal Kot untersuchen als lieber schnell ne Wurmkur einzuflösen, aber diese blöden Giardien lassen einem wohl keine andere Wahl.

Toitoitoi für Euch!
Es gibt Freundschaften, die werden im Himmel beschlossen und auf Erden vollzogen!
Ewig im Herzen - Sandy (+ 29.8.11)
Unvergessen - Dusty (13.02.1997 - 7.2.2013)
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Re: GIARDIEN: Chemiekeule vs. Kräuterbuttermilch/Aushungern

Beitragvon BestFriend » 19.10.2011 10:49

Ich bin eigentlich auch immer der Meinung wenn nicht anders geht muss Chemie ran...nur bin ich beim Thema Hundedarm etwas sensibel geworden.

Da ihr euch fast alle einig seid und besonders auch Murmelchen der Meinung ist, das es hier mal ohne Chemie nicht geht werd ich nachher Panacur kaufen gehen :verzweifelt:
Mein TA meint 50mg/Kg KG, das wären bei 16 kg 800mg täglich . Die Tabletten haben ja 500 mg und somit sind 800mg schlecht abmessbar, tuen es wohl auch 750 mg (1 1/2 Tabletten) oder würdet ihr dann 1000 mg geben.
Ich werd den TA natürlich auch nochmal fragen, aber da er generell eher zuviel als zu wenig nimmt kenne ich seine Antwort schon :| . Wie sind da eure Erfahrungen ?

Er schlagt das Intervall 5 tage Panacur - 5 Tage Pause - 5 Tage Panacur vor, es gibt wohl Schemas mit weniger Pause dazwischen oder kürzeren Einnahmezeiten ?

Ich habe noch nen Link mit Fütterungempfehlungen bekommen, danach werde ich dann Kohlehydrate erstmal komplett streichen und weiterhin täglich 2 mal füttern, allerdings nur Fleischdose, Olewo, Eierschalen, etwas Beeren und ein bischen Schwarztee vom 2. Aufguss dazu um die Darmpassage etwas zu verlängern und den Medikamenten somit etwas mehr Wirkzeit zu geben (hoffe das funktioniert wirklich).

Danke Chris für die Auflistung der Hygienmaßnahmen, geht nachher los, nur nen Dampfreininger hab ich nicht, ist der so wichtig !?

Wie sieht es eig. mit Hundekontakt aus, sollte ich den generell vermeiden ? Wie das immer so ist, haben wir eigentlich am Samstag unsere erste Therapiehundeprüfung, aber das fällt dann besser flach oder ?
BestFriend
 

Re: GIARDIEN: Chemiekeule vs. Kräuterbuttermilch/Aushungern

Beitragvon Chris2406 » 19.10.2011 11:52

Hallo nochmal,
die Sache mit dem Dampfreiniger ist so ein Ding - das kursiert halt überall und man kann es sich auch vorstellen, dass die Biester und ihre Oozyten dadurch zerstört werden, aber Du wirst nirgends was dazu finden, wie lange Du den Dampfreiniger auf eine Stelle halten musst, damit der Dampf wirkt. Normal damit durch die Bude "huschen" wird nicht genügen. Deshalb kann man vermutlich getrost auf die extra Anschaffung verzichten. Wir haben den Dampf nur genutzt, um damit die zahlreichen Liegeplätze abzudampfen - Hunde-Couch und Hunde-Matratzen halt.

Hier sind noch ein paar interessante Links zum Einlesen:
http://www.vizslanews.de/Formulare/DHM_0309_06_15.pdf

http://www.tierklinik-ingolstadt.de/pdf ... tervet.pdf

Und die Seite der Spitzliebhaber ist blöderweise gerade im Umbau - aber grundsätzlich finden sich dort 2 großartige Artikel - einmal zum Thema Giardien an sich und einmal zum Thema Ernährung bei/nach Giardienbefall. Einfach immer mal nachsehen, ob die Seite wieder steht:
http://www.deutsche-spitze-liebhaber.de/

Zum Thema Hundekontakt - grundsätzlich besteht beim Beschnuppern der Analregion Ansteckungsgefahr. Die Oozyten, die unter widrigsten Bedingungen überleben können, bleiben dort gern kleben und würden durch den Nasenkontakt übernommen werden. Dann einmal über die Nase geleckt und schlimmstenfalls hat der Hund sich angesteckt
Wie groß diese Ansteckungsgefahr an sich ist, kann ich Dir auch nicht sagen - bei uns war ja mit den anderen Hunden in der Richtung nix passiert bis auf den Senior, allerdings hauen sich Hunde, die gemeinsam in einer Gruppe leben nicht so oft die Nasen gegenseitig in den Hintern wie bei der Begrüßng unter Fremdhunden, dafür aber teilen sie sich Liegeplätze und Wassernäpfe und laufen dieselben Strecken....sicherlich kann man die Ansteckungsgefahr durch eine gründliche "output-Luken"-Wäsche im Vorfeld gering halten und vielleicht auch die Hundebegrüßungen eher kurz halten - jedenfalls solltest Du offen mit den anderen HH reden, damit die sich ggf. selbst ihre Meinung bilden können. Ich würds eher nicht drauf ankommen lassen - bei mehreren Vierbeinern daheim wird das nämlich ein teurer Spass...und wer weiss schon, welcher entgegenkommende Hund grad ein geschwächtes Immunsystem hat.

Das 5/5-Schema mit dem Panacur hatten wir auch - allerdings mit der Ansage, dass beim betroffenen Hund der typische Giardien-Durchfall in der Pause sofort Anlass zu der nächsten Runde gewesen wäre. Also nach Absetzen des Panacurs auch schon am 3. Pausentag, z. B., sobald halt Durchfall wieder da war.

HTH,
Chris
Die Vierbeiner der Wild-Bunch-Ranch

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