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Moderator: DF-Mods
pelian_the_alien hat geschrieben:Nein, die Hunde sind nicht das größte Problem !
Athene hat geschrieben:Ich bin per zufall zu diesem Thema gekommen und habe auch den anderen Thread gelesen
Ich weiß das der Landwirt nicht Besitzer oder Pächter des Grundstückes ist.
Das Grundstück ist im Privatbesitz.
Meine Eigentliche Frage ist
muss ich jetzt erstmal die Wiese meiden oder darf mein Hund und meine Kinder noch auf dieser Wiese toben?
und wofür wird den der Kalk genau verwendet ( habe ja gelesen das es hier auch Landwirte gibt)
Chris2406 hat geschrieben:Athene hat geschrieben:Ich bin per zufall zu diesem Thema gekommen und habe auch den anderen Thread gelesen
Ich weiß das der Landwirt nicht Besitzer oder Pächter des Grundstückes ist.
Das Grundstück ist im Privatbesitz.
Meine Eigentliche Frage ist
muss ich jetzt erstmal die Wiese meiden oder darf mein Hund und meine Kinder noch auf dieser Wiese toben?
und wofür wird den der Kalk genau verwendet ( habe ja gelesen das es hier auch Landwirte gibt)
Den Satz mit dem "nicht Besitzer oder Pächter" versteh ich nicht... wenn der Landwirt die Grünfläche nutzt und nicht der Grundstückseigentümer ist, wird er wohl schon der Pächter sein? Oder ist er lediglich Lohnunternehmer und kalkt im Auftrag des Besitzers? Ist für DICH aber im Grunde auch völlig egal - Fakt ist, das Grünland wird genutzt und gehört nicht Dir.
(Dumpfer gutmütiger Neid an die, die jetzt schon kalken können...hier sind minus 18°)
Gekalkt wird aus mehreren Gründen - zur Regulierung des pH-Wertes nach Bodenanalyse und durchaus auch als milde Bodendesinfektion (z. B. wenn extrem viele Hundehaufen anfallenoder die Fläche von Weidetieren betreten wird, die dort ja auch misten), zum besseren Aufschluss von Mineralstoffen für die Pflanzenverfügbarkeit, zur Auflockerung des Bodens, zur Erwärmung des Bodens, etc. - man kann nicht immer nur dem Boden entnehmen, man muss auch angemessen etwas zurückführen. Und da ist Kalk zusammen mit organischem Dünger eine der besten und natürlichsten Möglichkeiten.
Direkt "giftig" ist Kalk nicht - es gibt ja auch Futterkalk und auch Stallungen werden noch mit Kalkmilch desinfizierend gestrichen - aber natürlich kann es aufgrund des pH-Wertes (Lauge) zu Hautreizungen kommen, gerade im Zusammenhang mit Feuchtigkeit.
Direkt nach dem Kalken einer Grünfläche sollte man also vor dem drauf Rumkugeln möglichst ein, zwei ausgiebige Niederschläge abwarten. Kalk in Pulverform wird in der Regel schneller vom Bodenleben aufgenommen, als Kalk in Kügelchen, die extra dazu gedacht sind, erst allmählich an den Boden abgegeben zu werden. Die sieht man aber auch von Tag zu Tag allmählich kleiner werden.Kalk essen und sich Kalk in die Augen schmieren, sollte man sicherheitshalber nicht. Deshalb ist bei Kindern und Tieren sicher mehr Obacht geboten, als beim blossen Drüberlatschen.
Aus Gründen des Respekts für die Arbeit anderer, sollte man Grünflächen in der Wachstumsphase ab einem Aufwuchs von ca. 10 cm nicht mehr betreten. Selbst im freigeistigen Bayern "gehört" das Grünland in den Vegetationsphasen nur den Landwirten.
HTH,
LG, Chris
Athene hat geschrieben:
Leider betrifft es mich doch![]()
der Landwirt hat meinen Garten gekalkt (ohne Rücksprache mit uns).
Ah, ok, das konnte man Deinem Post so nicht entnehmen.
Da hat der Mensch nicht aufgepasst.
Und als ich ihn wegen dem Kalk gefragt habe und ihn mal darauf hingewiesen habe das es mein Grundstück ist hat er sich umgedreht und ist gegangen.
Blöde Reaktion - wenns ein Lohnunternehmer ist, würde ich mal mit dem Eigentümer sprechen - läßt sich bei der Gemeinde oder Landwirten im Ort erfragen, und darauf drängen, dass da vermehrt drauf geachtet wird. Manchmal, wenn man nach Bio-Richtlinien wirtschaftet z. B. und die Kollegen übers Ziel hinaus arbeiten, kann so eine Mit-Düngung/-Spritzung schon recht heftige wirtschaftliche Folgen haben - und in meinem Gemüsegarten hätte ich so was auch nicht gern. JETZT könntest entweder Du selbst oder das vom Landwirt "erbitten", das Gelumpe zusammenfegen/harken (falls Du keinen 5 ha-Garten hast) und bei -13° ein wenig Wasser drüber rieseln lassen, dann ist das restliche Zeugs unter einer Eisschicht erst mal aus dem Weg. So als Not-Hilfe, damit Ihr Euren Garten wieder nutzen könnt.
Soviel ich weiß wurden keine Bodenproben entnommen.
Wir machen das im Herbst und passen die Frühjahrsdüngung an die Analysen an.
ich bin halt verunsichert wegen dem Kalk.
Zumal unser Kindergarten auch auf dieser Wiese mit den Kids spielt.
So richtig versteh ich das immer noch nicht - der hat jetzt gekalkt, aber nur Euren Garten oder grenzt Euer Garten direkt an eine Grünlandfläche an und der hat über die (unsichtbare/unmarkierte?) Grenze hinweg gekalkt? Hier sind alle paar hundert Meter Grenzsteine/Pfosten, an denen man sich bei nebeneinander liegenden Grünflächen beim Arbeiten orientiert. Da landet auf 2 - 3 Meter auch mal ein fremdes Düngekorn bei uns, da wird aber i. d. R. drüber hinweg gesehen, da man sich gegenseitig auch die Bewirtschaftung bis zum Grundstücksrand ermöglichen muss - mit ein Grund, warum unser Koppelzaun mit 2 Metern Bewirtschaftungsabstand zum Nachbar-Feld steht. Die maschinelle Bearbeitung muss dem Nachbarn bis zur Grundstücksgrenze möglich sein
Momentan sieht es halt überall so aus (Bild ist von heute morgen)
Wenn ich es richtig verstehe sollte ich mit dem Toben dort warten bis es geregnet hat.
Das kann ja noch dauern.
Ich würds zumindest in meinem Garten einfach zusammen"fegen". Wenn Dein Hund bei Frost da rüber saust und keine besonders empfindlichen Pfoten hat, gehts sicher auch so
Ich danke dir aber für die Ausführliche Antwort.
Ach so hier sind es -13°C und die Aussage vom Landwirt war das sie nur bei dem Wetter streuen können da der Boden dann fest ist
Ja, im Gegensatz zu sonstigen Düngemitteln ist Kalken bei Bodenfrost (ohne Schnee, wie grad bei uns) durchaus eine gängige, erlaubte Praxis, weil die Befahrbarkeit der Flächen im zeitigen Frühjahr oft sehr eingeschränkt ist und Kalk dem Bodenleben und den Pflanzen recht früh zur Verfügung stehen soll.
Ich würde erst mal das Gespräch suchen - so, wie viele HH nur wenig Erfahrung mit landwirtschaftlichen Belangen haben und sich wünschen, statt gleich dem grossen "Anschiss" erst mal eine kurze, nette Aufklärung zu bekommen, denkt nicht jeder Landwirt automatisch an die Belange anderer Nutzer und reagiert zukünftig sicher verständnisvoller, wenn man ihn beim ersten Gespräch nett drauf hinweist.
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