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Gemein geworden

Alles rund um Probleme mit Euren Hunden.

Moderator: DF-Mods

Gemein geworden

Beitragvon Manica » 24.11.2008 10:09

Hallo!

Ich habe ein großes Problem mit meinem Bologneser Rüden. Er ist 13 Jahre alt und wir von Tag zu Tag gemeiner. Sind mit dem Latein am Ende und wissen nicht mehr was wir noch tun können.

Kurz zur Vorgeschichte. Er ist sehr anhänglich, war stubenrein und konnte auch den halben Tag allein bleiben. Die Kinder liebte er abgöttisch.
Seit etwa nem halben Jahr hat sich das Blatt gewendet und ich hab das Gefühl er wird von Tag zu Tag böswilliger.

Er geht plötzlich auf die Kinder los und beisst sie.
Oft stehen sie nur neben ihm und er flippt völlig aus.
Er pullert und kackert ständig rein, obwohl wir fast stündlich rausgehen.
Alleine bleiben ist unmöglich geworden. Er hat sich zum Kläffer entwickelt, im Haus beschweren sich schon alle. Muss morgends für 2 Stunden ins Büro das isser allein aber selbst das klappt nich.

Nichtmal auf die Toilette kann ich mehr gehen. Sobald er mich nich mehr sieht ist der Ofen aus und er fährt volles Programm. Kläffen, Pullen usw.
Das ist sehr zermürbend.
Er kommt auch ständig hinterher. Stehe ich auf, steht der Hund synchron mit auf. Und wenn ich nur in der Wohnstube vom Tisch zur Schrankwand laufe, der Hund ist neben mir. Ich werweise ihn ins Körbchen und er geht auch, aber sobald ich ihm den Rücken kehre steht er wieder neben mir.

Oft sehe ich ihn dann nicht wenn er so hinter mir ist. Da passierts schon öfter das er aus Versehen getreten, eingeklemmt oder irgendwas an den Kopf bekommt. Das ist nicht sehr schön.
Wenn ich ihn dann ins Körbchen schicke und die Tür hinter mir schließe geht das Gekläffe und gepullere von vorne los. An den Harnwegen usw ist aber alles in Ordnung.

Wenn das so weiter geht müssen wir uns wohl von ihm trennen oder einschläfern lassen.
Was kann man da noch tun? Es ist sehr belastend für uns.

Danke und LG Manica
Manica
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Beitragvon schlaubi » 24.11.2008 10:15

Hallo Manica,

es ist erschütternd, wie lieblos Du von einem Lebewesen schreibst, dass Dich sooo viele Jahre begleitet hat und nun vermutlich aufgrund Altersbeschwerden einfach schrullig wird :-/

Vielleicht lässt die Sehkraft nach, das Hörvermögen oder auch die Kontrolle der Blase. Oder er leidet unter DCS, ähnlich wie Alzheimer. Ein Tier hat im Alter oft genauso Beschwerden wie ein Mensch.

Habt Ihr ihn schon vom Tierarzt checken lassen? Vielleicht ist er krank und kann behandelt werden?

Ein Hund wird weder gemein, noch böswillig oder sonstwas in der Art.
Und ehemaliger Hund hat urplötzlich gebissen, als Kinder an ihm vorbei rannten, weil er nicht mehr gehört hat, dass sie angerannt kommen.

Wenn ein altes Lebewesen in der Familie lebt, egal ob Zwei- oder Vierbeiner, sind ALLE in der Familie gefordert, sich darauf einzustellen und darauf Rücksicht zu nehmen.

Dieses Lebewesen allein aufgrund des Alters abschieben oder gar einschläfern zu wollen, ist :zensur: !!!

schlaubi
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Beitragvon darkshadow » 24.11.2008 10:22

du denkst ans einschläfern? Oh jeee

bitte beruhige dich erstmal und versuche ruhig zu bleiben.

zuallererst solltest du abchecken lassen, das gesundheitlich alles mit ihm in Ordnung is
dann solltest du überlegen, ob es evtl. eine Veränderung bei euch gegeben hat? Jede winzig kleine Veränderung kann wichtig sein

für mich ließt sich das auch alles sehr genervt und vielleicht überträgst du das auch auf deinen Hund.

Dein Hund lebt 13 Jahre bei dir, wenn ichd as richtig verstanden habe, und nun wird er alt. Auch menschen verändern sich im Alter, und man muß lernen, damit umzugehen. Du sagst, wenn er dir hinterher kommt, bemerkst du es nicht immer und er bekommt mal was an den Kopf, wird getreten usw.

Warum achtest du nicht darauf, wenn du es doch weißt?

Bitte lass den hund erstmal untersuchen, damit du gesundheitliche Ursachen ausschließen kannst. Dann bedenke das Alter und drittens werde ruhiger, auch wenns schwer fällt.

ich finde es enorm traurig, wenn man ans einschläfern denkt, nur weil der Hund nicht mehr so funktioniert, wie man sichd as wünscht! Hier geht es schließlich um ein lebewesen und nicht um einen Teddy.

Sorry, aber für mich ließt sichd as ganze, als sei dir der Hund mittlerweile lästig. Von liebe, Sorge etc. ließt man garnichts. das is nicht böse gemeint und vielleicht bist du einfach nur so gestresst, das du so "lieblos" von deinem Hund sprichst?!
Liebe Grüße Dark

"Würde ich meinem Leithund nach dem Rennen eine Zigarette geben, bekäme ich eine Woche später mind. zehn Zigaretten zu sehen, die aus den Schnauzen anderer Hunde heraushingen!"

George Attla
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Re Gemein geworden

Beitragvon Manica » 24.11.2008 10:24

Hallo Schlaubi,

danke für deine Antwort. Ich liebe diesen Hund abgöttisch aber er macht es uns nicht leicht.
Ja beim Tierarzt waren wir. Er hat geröntgt und MRT gemacht.
Alles in Ordnung. Daher denke ich das es nur Protestpinkeln sein kann. Er trinkt und frisst ja nicht mehr sooo viel.
Er hat ein ruhiges Plätzchen wo er sich zurückziehen kann. Aber er ist eben nur dort wenn ich auch sitzen bleibe.

Was mir Angst macht, dass schon Beschwerden der anderen Mieter kommen.
Wenn ich länger weg muss und ich ihn nicht mitnehmen kann geht er zu meiner Mutter. Diese hat selbst zwei Hunde und da klappt es komischerweise auch.
Aber wir dürfen leider keinen Zweithund halten und meine Mutter kannn ihn auch nur im Notfall nehmen.

Sonst ist er ein liebendwürdiger kleiner Kerl.

Manica
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Beitragvon Noora » 24.11.2008 10:25

schlaubi hat geschrieben:es ist erschütternd, wie lieblos Du von einem Lebewesen schreibst, dass Dich sooo viele Jahre begleitet hat und nun vermutlich aufgrund Altersbeschwerden einfach schrullig wird :-/

Vielleicht lässt die Sehkraft nach, das Hörvermögen oder auch die Kontrolle der Blase. Oder er leidet unter DCS, ähnlich wie Alzheimer. Ein Tier hat im Alter oft genauso Beschwerden wie ein Mensch.

Habt Ihr ihn schon vom Tierarzt checken lassen? Vielleicht ist er krank und kann behandelt werden?

Ein Hund wird weder gemein, noch böswillig oder sonstwas in der Art.
Und ehemaliger Hund hat urplötzlich gebissen, als Kinder an ihm vorbei rannten, weil er nicht mehr gehört hat, dass sie angerannt kommen.

Wenn ein altes Lebewesen in der Familie lebt, egal ob Zwei- oder Vierbeiner, sind ALLE in der Familie gefordert, sich darauf einzustellen und darauf Rücksicht zu nehmen.

Dieses Lebewesen allein aufgrund des Alters abschieben oder gar einschläfern zu wollen, ist :zensur: !!!



Dem möchten ich mich uneingeschränkt anschließen, lasst ihn bitte beim TA gründlich durchchecken.
Gruß Noora und Jerry

EDIT:
Sorry, da war ich zu langsam. Wenn er gesund ist, sind es halt altersbedingrte "Macken", mit denen man sich arrangieren muss.
Kann er nicht öfter bei Deiner Mutter sein, damit er allein zu Hause ist?
Du schreibst doch, dass das gut klappt bei Deiner Mutter.
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Beitragvon FrogundSirius » 24.11.2008 10:32

Hallo.

dein Hund wird alt. Im Alter verschlechtern sich Hör- und Sehvermögen. Der Hund wird unsicher und weicht dir deswegen nicht mehr von der Ferse.

Ihr müsst jetzt verstärkt darauf achten, dass die Kinder ihm nicht zu nahe kommen und ihn möglicherweise erschrecken usw. Du musst ihm die Sicherheit geben, die er jetzt braucht.

Ich hoffe, dass du nicht im Ernst ans Einschläfern denkst. Genauso wie ich mit den Macken eines Welpen und Junghundes auskommen muss, muss ich mich auch auf die Probleme im Alter einstellen.

Bitte schenkt eurem Hund noch einen schönen Lebensabend und mutet ihm nicht zu, sich auf eine neue Umgebung einstellen zu müssen, weil ihr ihn nicht mehr wollt.

LG.
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Beitragvon Steffi E. » 24.11.2008 10:35

Hallo,

ich würde ihn auch vom TA durchchecken lassen. Vielleicht hat er Schmerzen und reagiert deshalb so.

Was war denn vor einem halben Jahr als es anfing?
Hat es da irgendeine Veränderung gegeben, oder ist irgendetwas vorgefallen?

Vielleicht fühlt er sich unwohl und sucht deshalb Deine Nähe. Viele Hunde, deren Sehkraft oder Hörkraft nachlässt werden unsicher und müssen sich erst an die fehlenden Sinne gewöhnen. Das macht ihnen Angst und sie suchen vermehrt den Kontakt zu ihrer Bezugsperson, da sie Schutz suchen.

Wenn wir alt werden, möchten wir auch nicht gleich abgeschoben werden und im Heim landen. Wir möchten unsere Menschen um uns haben und nicht alleine sein. Genau so geht es Deinem Hund.

Mein Onkel hatte einen Yorki und der hat mit 15 Jahren die selben Anzeichen gezeigt. Der Hund hatte einfach Probleme mit dem Sehvermögen und man kann sich als HH durchaus darauf einstellen. Zum Beispiel spricht man den Hund viel früher an wenn man noch weit genug weg ist, so dass er nicht erschrickt wenn man auf ihn zugeht.

Wenn es die Hörkraft ist, dann kann man auch in die Hände klatschen, denn viele Hunde nehmen das klatschen wahr.

Es ist ein neues Miteinander, aber mit ein bisschen Rücksicht und sich darauf einstellen, kann das sehr gut klappen.

Ich drücke Dir die Daumen und halte uns mal auf dem Laufenden. Wenn man weiss an was es liegt, dann kann man Dir hier bestimmt noch einige gezielte Ratschläge geben.

Liebe Grüße

Steffi
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Steffi E.
 
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Beitragvon Manica » 24.11.2008 10:40

Ich hab sie auch schon gefragt ob sie ihn öfter nehmen könnte. Aber das möchte und kann sie nicht. Sie hat auch eine ältere Dame (15 Jahre, Skye Terrier) die so ihre Macken hat und manchmal auch ganz schön anstengend sein kann.

Es ist nur komisch warum er das bei mir macht. Sein Kläffen ignoriere ich und streichel ihn erst wenn er aufhört. Wenn er reinmacht bestrafe ich ihn auch nicht oder sowas.
Manica
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Beitragvon chichabi » 24.11.2008 10:43

dein Hun macht das aber nicht absichtlich. Von daher bringt das nichts ih nnicht zu bestrafen und erst zu streicheln,wenn er aufhört.
Es ist wie bei einem Welpen, der körperlich nicht in der Lage ist, seine Blase zu kontrollieren. Du kannst ihm da keinen Vorwurf machen...
lg Sabrina


* "Es gibt keine Treue, die nicht schon gebrochen wurde, ausgenommen die, eines wahrhaft treuen Hundes" *
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Beitragvon rockychamp » 24.11.2008 10:55

Hi,

ich würde auch, wie Schlaubi bereits schrieb, nochmal zum TA und gezielt auf CDS untersuchen lassen.
Ich denke sein Hirn arbeitet einfach nicht mehr so wie früher und daher kann er auch nicht mehr so reagieren wie früher.
Unser alter Benji damals war taub und bekam eine Blasenschwäche die ihn durchgehen tröpfeln ließ.
Das hielten wir noch normal mit 14 aber er fing auch gleichzeitig an manchmal aufzuspringen wenn wir uns in der Wohnung bewegten und uns wie wild anzubellen um dann von einer Sekunde auf die nächste wider fröhlich zu wedeln. Es kam uns immer so vor als erkenne er uns nicht mehr obwohl Hund ja normal den Gang und die Siluette ihrer Menschen erkennen und das ja auch wenn sie nichts mehr höhren. Genauso rannte er manchmal wie verrückt von uns weg und schaute aber gleichzeitig zu uns hin. Es kam uns vor als wolle er zu uns, kapierte aber nicht das er dafür umdrehen und in die andere Richtung rennen muss. Leider kannte ich damals CDS noch nicht und der TA sagte auch nichts davon. Als er dann starb haben wir ihn nicht obduzieren lassen und so tappe ich heute noch im Denkeln was er hatte. Ich denke aber bei all seinen Sympthomen wird es wirklich CDS gewesen sein.
Aber niemals habe ich auch nur eine Sekunde daran gedacht diesen Hund abzugeben oder ihn einschläfern zu lassen. Ein so alter Hund finden auch kein neues Zuhause mehr und der seelische Schmerz den man ihm damit antut ist sicher nicht ohne.

Bitte kläre das nochmal mit deinem TA ab denn deine Beschreibung klingt nicht nach einem gesunden Hund.
Liebe Grüße von Saskia und Chili der Boxerschnute

chili-kleine-boxerschnute-t131901.html

Sternenhund Rocky 23.11.1997 - 18.05.2011
Sternenhund Benji 30.04.1985 - 05.05.1999
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