Evemary_Pablo hat geschrieben:Zwocki hat geschrieben:Ja, das funktioniert auch andersrum. Wie gesagt, Luke hat sein Verhalten nach der TK mir gegenüber von einem auf den anderen Tag geändert.
magst du da mal ein wenig mehr erzählen? inwiefern hat luke sein verhalten geändert?
Luke ist ein Hund aus Vermehrerzucht, der dann anschließend auf einem Bauernhof an der Kette gehalten und misshandelt wurde. Als er dann immer noch nicht funktioniert hat, wurde er ausgesetzt und irgendwann aufgegriffen und ins Tierheim gebracht. Da war er ca. 1,5 Jahre, galt als unvermittelbar.
Er hat ca. 9 Monate bei mir gelebt, wurde etwas sicherer und weniger ängstlich. Aber so richtig eine Bindung hat er zu mir nicht aufgebaut. Heißt, er hat nie gezeigt, daß er sich wohl fühlt, mich mag, wie auch immer man das nennen möchte. Dann gab es eine sehr unschöne Situation, hervorgerufen durch einen doofen Fehler von mir. Ich hab mit einer (damals) sehr sehr flüchtigen Bekannten gesprochen, weil wir von Ihr Bachblüten bekommen haben, um seine Ängste und Unsicherheiten zu reduzieren. Sie meinte das könnte die Erstverschlimmerung sein und hat angeboten, daß sie mit ihm Kontakt aufnimmt.
Ich war und bin immer noch skeptisch TK gegenüber, das vorausgeschickt, aber mein Denken war: Wenn es nicht funktioniert, kann es auch nicht schaden. Also was solls und ich hab meine Einwilligung dazu gegeben. Wir hatten uns damals 2 mal sehr kurz vor diesem Angebot unterhalten, mehr war da nicht.
Ich erzähle das jetzt hier in meinen Worten, nicht daß gleich wieder Törötörö kommt:
Sie hat mir Dinge aus dem *Gespräch* mit Luke berichtet, die sie nicht wissen konnte, die aber gestimmt haben. Das konnte sie nicht ahnen, raten oder was auch immer. Zudem kam raus, daß Luke sich meiner nicht sicher war, daß er all das hier zu schön findet, um es als sein Zuhause anzusehen, daß er hierbleiben darf und deshalb auch mehr als sparsam mit Zuneigungsbekundungen ist, weil er Angst hat, all das zerplatzt wieder wie eine Seifenblase. Er hat soviel Schlimmes erlebt, daß er es nicht glauben konnte, daß das jetzt wirklich seins ist und auch bleiben soll. Die TK hat ihm versichert, daß ich ihn sehr liebe und er für immer bei mir bleiben kann, daß ich aber auch Zeichen von ihm möchte, damit ich merke, daß er sich hier wohlfühlt.
Soweit der erste Kontakt in
meinen Worten. Ich kam an diesem Abend nach Hause, Luke stand hinter der Tür und hat mich zum ersten Mal begrüßt, mir zum ersten Mal die Hand geleckt und wollte nicht mehr aufhören damit.
Nun mag das alles Zufall sein, aber seit diesem Tag geht es täglich voran mit ihm. Er kann Enge und Bedrängt sein nicht abhaben, trotzdem legt er sich mittlerweile zu mir unter den Schreibtisch, nur um bei mir zu sein.
Ich bin nach wie vor skeptisch, was das Thema angeht, aber irgendwas muss da gewesen sein. Der Hund, den es 9 Monate überhaupt nicht gejuckt hat, ob ich da bin oder nicht, der ändert sein Verhalten nicht dermaßen innerhalb von ein paar Stunden.