Ich finde den Wach und Schutztrieb, die Reserviertheit und die Herrchen oder Frauchenfixierung ueberhaupt nicht negativ. Vieles bekommt man sehr gut unter Kontrolle, bei manchem muss man halt schneller sein als sein Hund, und mit manchem muss man dann einfach auch bereit sein zu leben.
Ich muss ganz ehrlich sagen, ich kenne einige Aussies, die ich nicht geschenkt haben will. Vielen ist z.B. auch mein Hudson deutlich zu triebig und zu schwierig. Dabei ist der wirklich einer der einfacheren Kanditaten. Nur sein Trieb, seine Power und sein Toughes Wesen, ist fuer viele einfach zuviel. Er ist ein Aussie wie er im Buche steht, trotzdem muss man genau wissen was man wann tut. Wenn ich zoegere habe ich verloren und er macht was er fuer richtig empfindet.
Ich liebe meinen Hund genauso und ich liebe diesen Arbeitstrieb bis zur Selbstaufgabe, Hudson wuerde Arbeiten bis er tot umfaellt.
Und das meine ich ernst. Von selber hoert der nicht auf und er kennt auch seine koerperlichen und geistigen Grenzen nicht.
Heute haben Jenny und ich ein paar Tricks drausen gemacht, lustig wars, dann wollten wir weiter gehen und Hudson hat staendig nachgefragt, ob wir nciht doch weitermachen koennten, denn er koenne noch.
Nach wegschicken meiner seits und generve seinerseits, habe ich ihm deutlicher gemacht, das er aufhoeren soll um mich rum zu huepfen und endlcih von uns weg gehen soll.
Das ist typisch, die anderen Hunde sind froh, Hudson wird gerade erst warm und wuerde stundenlang arbeiten.
Bela's Ding hingegen ist der Schutz seines Frauchens. Das ist Belas selbstgesuchte Aufgabe, die Jenny staendig versucht, ihm wieder auszureden. Anderes Problem, auch ein Aussie.
Beide sind sowas von unterschiedlich, Bela arbeitet auch gerne mit, braucht ein bisschen motivation und arbeitet dann gerne, Hudson braucht null motivation und gibt immer alles. Irgendwas halb machen, kennt der nciht. Dafuer hat Hudson es nicht so wirklich mit dem beschuetzen und verteidigen. Das ist eher Belas Lieblingsaufgabe.
Hudson ist ein Hund, der keine anderen Hunde in seinem Leben brauchen wuerde, Frauchen alleine reicht ihm. Bela liebt das spiel mit anderen Hunden total (solange es keine unkastrierten rueden sind) und er braucht das auch. Wirkt dabei total gluecklich.
Hudson ist meist in meiner Naehe, weiter weg, ist nicht seins, dafuer hat Hudson null Probleme mit anderen Hunden, der mag einfach jeden und wen er nicht mag, ignoriert er einfach. Bela hat da schon immer mal wieder mit Probleme mit unkastrierten Rueden.
Dafuer ist Bela ein duetlich sensiblerer Hund, der sehr auf sein Frauchen eingeht, Hudson ist ein tougher Kerl, der sowas von selbstsicher ist und teilweise schwierig zu erschuettern denn Hudson ist einfach cool.
Bela ist schnell beeindruckt, Hudson's Welt muss man erst in den Grundfesten erschuettern, bevor der wirklich seine Position ueberdenkt.
Dafuer hat Hudson mehr "Will to please" er moechte frauchen gar nicht auf die Palme bringen, sondern will lieber versuchen ihr jeden Wunsch von den Augen abzulesen. Ob er dabei nervt oder nicht, ist ihm egal.

Und sowas kann nerven. Bela ist hingegen, der etwas unsichere Hund, der immer ein bisschen schwankt zwischen, : "Hilfe, Mami, da ist ein Monster!" und "Ach Mami, ich erledige das schon fuer dich!" Das ist fuer ihn und Jenny nciht immer ganz einfach. Mal ist Bela die Mimose und dann wieder ist er der Macho von Welt. Ein Hund zwischen und in den Extremen. Hudson ist immer gleichbleibend gefestigt. Den erschuettert einfach nichts, wirklich. (Ausser Frauchen wird wirklich boese)
Ich habe das jetzt mal so aufgeschrieben um dir bzw. euch z.B. auch mal die Unterschiede zwischen zwei Aussies aufzuzeigen und zu verdeutlichen. Weiss nicht ob das alles so klar ist, aber es gibt kaum eine andere Rasse, bei denen die einzelnen Vertreter sooooooo unterschiedlich sein koennen.
Echt unglaublich.
LG
Gammur