SineundAmy hat geschrieben:ich glaub ich muss da mal strenger werden, allerdings habe ich angst das es unser tolles verhältnis zerstört =(
Nein, das wird es nicht, glaub mir.
Irgendwann in der Pubertät fing Maja auch an manche anderen kleineren Hunde zu unterwerfen. Dann war sie, während ich in die Klinik musste letzten Sommer, insgesamt 4 Monate von mir getrennt und in Hundepensionen. Als ich sie wieder holte, hatte ich einen Hund der erst gut mit anderen klar kam und nach ein paar Tagen direkt bis zum beißen überging. Einmal die Schwelle überschritten, kanns jetzt immer bis zum äußersten gehen. Aber ich weiß, wann es umschlägt und kann, wenn ich aufmerksam dabei bin, es auch rechtzeitig stoppen. Dafür ist aber sehr wichtig, dass ich streng und eindeutig bei meinen Kommandos und meiner Körperhaltung bin. Sie muss wissen, dass ich meine, was ich sage. So bin ich stärker und sie überläßt mir die Führung und muss nicht mehr angst-aggressiv reagieren. Wenn ich nicht konsequent bin, verhalte ich mich ja unberechenbar und sie regelt die Dinge dann im Zweifelsfalle lieber selbst, weil sie ja nicht weiß, ob sie sich jetzt gerade auf mich verlassen kann.
Bei "dominaten" Hunden rät man ja unberechenbarer für den Hund zu werden. Bei ängstlichen / angstaggressiven Hunden ist Berechenbarkeit, also Verläßlichkeit, Konsequenz und Struktur denke ich sehr wichtig.
Maja hört schon besser und es hat unser Verhältnis nur besser gemacht. Aber es ist noch ein langer weg. Jetzt wird der Abruf aus dem Spiel erstmal mit der Schlepp geübt (sonst klappt er gut). Dann kommen fremde (also für sie potenziell gefährliche) Hunde dazu. Aber erstmal muss sie sich halt auch unter positiver Ablenkung verläßlich abrufen lassen.
Ich werde sie wohl auch an den Maulkorb gewöhnen und dann kommt auch Abruf mit Maulkorb aus dem Spiel. Dann wird mit Schlepp und Maulkorb mit anderen Hunden geübt.
Ich habe mich erst immer gefragt, warum sie das macht und was ich falsch mache. Aber ich weiß halt leider nicht, was sie in den 4 Monaten erlebt hat. Ich kann sie nur so annehmen, wie sie gerade ist und mit dem Ist-Zustand arbeiten. In der Hundeschule werde ich auch von außen korrigiert und z.B. auf widersprüchliche Körpersprache aufmerksam gemacht.
Je sicherer ich werde (und das wäre ich bei anderen Hunden, wenn sie durch Maulkorb und Schlepp gesichert ist), desto mehr vertraut mir Maja und desto mehr überläßt sie mir die Reaktion.
Das wird schon bei euch Sine.

Aber es wäre gut, jetzt konsequent einzugreifen und es nicht noch schlimmer werden zu lassen. Du wirst merken, wenn ihr erstmal mehr an eurem Verhalten arbeitet, wird eure Beziehung zueinander noch besser. Also frohen Mutes ran an die Herausforderung und Spaß haben.

LG Sarah & Maja (*15.04.08 ) & Stubentiger Urmel (*05.09.09) & Snuggles (*24.03.10)
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Maja und Urmel, ein Dreamteam.