redborder hat geschrieben:Zum Alleinlassen: toll ist das nicht, wenn der Hund so lange allein ist. Dieses "Schicksal" haben hunderttausende Hunde auf der Welt. Ich finde es vermessen zu sagen, daß nur derjenige einen Hund halten sollte, der nicht berufstätig ist oder zu Haus arbeitet.
Huhu Sanny!
Ich finde es nicht vermessen und ich schrieb ja auch nur von mir persönlich. Ich weiß, wie der Boxer meiner Tante gelitten hat...! Als ich einzog und der Hund täglich statt 8 Stunden nur noch 4-6 Stunden alleine war ging es ihr (der Boxerhündin) deutlich besser! Ich für mich würde keinen Hund ins Haus holen mit dem Wissen, dass er 8 Stunden oder länger allein bleiben müsste! Aber das kann jeder für sich handhaben. Ich kenne auch Hunde, die mitunter 12 Stunden allein daheim sind und nichts anstellen! Aber ist das richtig? Ich persönlich bin da ganz und gar dagegen und würde zum Wohl des Hundes keinen haben wollen unter solchen Umständen...!
Dass es für den Hund schön ist einen Kumpel zu haben steht wohl außer Frage! In meinem Fall allerdings nicht unbedingt... Ronja hasst es, wenn andere Hunde in ihrer Wohnung sind. Für sie ist es schwer - weiß ich auch, weil sie bereits mit zwei anderen Hunden zusammen gewohnt hat!
Außerdem geh ich jetzt mal davon aus, dass man den Hund mit etwas beschäftigt, dass einen selbst auch fordert. In Ronja's Fall die Rettungshundearbeit. (Bei Bordern ist das wieder etwas anders mit dem Hüten, da ist es nicht so problematisch mit zwei oder mehr Hunden gleichzeitig, wie ich das sehe!)
Wenn ich nun soetwas mit dem Hund mache (meinetwegen auch Agility, Flyball oder sonstiges...) kann immer nur ein Hund die volle Aufmerksamkeit haben und der andere steht hinten an. Wenn man genügend Zeit hat - kein Thema! Jetzt geh ich aber davon aus, dass die Threadstarterin in spätestens ein paar Jahren arbeiten wird und wie bereits geschrieben ich mir nicht vorstellen kann, dass man da sonderlich viel Zeit für nur einen Hund hat. Ich hätte es nicht gehabt - ist ja nicht so, dass ich immer schon von daheim gearbeitet hab oder den Hund mitnehmen hätte können!
Wenn Ronja einen Hundekumpel haben wollte, dann hätte sie bereits einen super-lieben Collie-Mix-Rüden-Kumpel bekommen. Findet sie aber doof bei sich daheim!

Hat also in meinem Falle durchaus nichts mit Egoismus zu tun!
Wenn der Hund also beschäftigt sein soll (wie sie schreibt mit Dummytraining, Agi etc.) dann wird wohl für den anderen Hund - so befürchte ich - nicht mehr viel Zeit bleiben. Und ich denke doch, dass das Hund-Mensch-Team unter solchen Umständen leidet (nicht unbedingt unter der Tatsache, dass da ein zweiter Hund ist. Sondern in diesem speziellen Fall, dass da einfach zu wenig Zeit bleibt)
LG murmel