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Erwartungshaltung an den eigenen Hund

Alles rund um Haltung & Ausbildung & Erziehung.

Moderator: DF-Mods

Beitragvon Jeany1983 » 11.03.2010 13:46

@brush: :gut: schön geschrieben

und das hier
LaBellaStella hat geschrieben:einen hund, der mich als befehlsgeber braucht weil er "ohne mich" nicht wirklich weiss, was er machen soll.


find ich auch :gut:
Jeanine mit Joker
________________________________________
Wenn man kritisiert wird, dann muss man irgendetwas richtig gemacht haben.
Denn es wird immer nur derjenige angegriffen,
der den Ball hat!

Fotothread von Joker
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Jeany1983
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Beitragvon Murmelchen » 11.03.2010 13:50

Sie sollen jederzeit ansprechbar sein und meine Grenzen/Regeln ohne wenn und aber akzeptieren. Dadurch ergibt sich, das sie kein Kommando brauchen um problemlos im Alltag zu sein. Kommandos sind Tricks und nicht nötig um entspannt mit seinem Hund leben zu können...

So jetzt kann jeder rein interpretieren, was er will ;D
Wir sind zusammen an Grenzen gegangen nur um diese um ein unendliches zu erweitern.
(©Lockenwolf)
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Murmelchen
 
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Beitragvon Lucy_Lou » 11.03.2010 13:51

Quebec hat geschrieben:Ich erwarte:

- Leinenführigkeit, bei der Größe meiner Hunde ein "Muß"
- gute Abrufbarkeit
- guten Grundgehorsam
- gutes Benehmen in der Öffentlichkeit, damit meine ich z. B., daß nicht jeder Mensch, der uns begegnet, beschnüffelt wird


Was ich nicht erwarte:

- Kadavergehorsam
- daß sie mich wegen jeglichem Tun um Erlaubnis fragen
- daß meine Hunde aufspringen, wenn sie in Türrahmen liegen, ich steige rüber
- die Aufgabe ihrer Selbständigkeit, sie dürfen sich im ganzen Haus frei bewegen, suchen sich ihre Plätze
- daß sie bei unseren Spaziergängen an meiner Seite kleben, sie dürfen sich in einem gewissen Radius um mich herum bewegen
- Zurückhaltung, sie dürfen mich auffordern mit ihnen zu spielen, zu schmusen, zu streicheln



ist hier genauso :smile:

Wobei meine Hunde vermutlich von Natur aus eher mehr an mir kleben, bzw. vermutlich eher nicht soo selbständig sind...

Auf Bett und Sofa dürfen sie nicht. In größerem Radius quer durch den Wald toben auch nicht.
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Lucy_Lou
 
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Beitragvon BigJoy » 11.03.2010 16:48

Ich hab ein Problem mit dem Wort "Erwartung".... :???:
Also ich erwarte, dass sie wie immer ihr Fressen mag und wäre erstaunt, wenn sie es nicht fressen würde.
Erwarten heißt doch, dass man das Verhalten seines Hundes einschätzen kann, oder? Also dass man denkt zu wissen, wie er sich verhält.

Von den Kommandos, die ich gebe, gehe ich aus, dass mein Hund sie befolgt. Sonst trainiere ich weiter, öfter oder anders.
Ich würde meinen Hund zB für verkehrssicher halten, also dass sie auf dem Gehweg bleibt und nicht eigenmächtig die Straße überquert. Aber ich ERWARTE das nicht, sondern hab immer ein Auge auf sie.

Unsere Kommandos (falls es darum ging), auch auf Distanz:
- Rückruf in zwei Varianten: Einfaches Kommen und weiterlaufen oder Vorsitz ("Hierher")
- Leinenführigkeit
- Sitz
- leg dich hin (= Platz)
- Halt! (Notfallkommando) und warte (normales stehen bleiben)
- Bleib (in Kombi mit sitz, platz, warte/Halt)
- langsam (= soll näher bei mir bleiben, kleineren Umkreis wählen)
- halbwegs Fuß (vernachlässige ich meist sträflich beim Training :hust: )
- Schau bzw Anschauen auf ihren Namen
- ins Auto rein/raus auf Kommando
- unten bleiben, wenn ich auf dem Sofa esse
Im Aufbau:
- "Geh auf deinen Platz" (brauchten wir bisher einfach nicht)
Kleine Spleen-"Befehle" meinerseits:
- Ich sag: "Der Hund wartet", wenn sie mal nicht mitdarf. Dann trollt sie sich vom Flur zurück ins Zimmer.
- "Wo ist..." (dann sucht sie nach der Person, dessen Namen ich nenne)

Mehr fällt mir gerade nicht ein. Ich wünsche mir ein friedliches Zusammenleben mit meinem Hund, unter diesem Motto stehen auch die Kommandos. Ich brauche die Kommandos für einen entspannten Alltag mit Hund (in der Stadt).

Was ich mal ein superpraktisches Kommando fand, war von einem Doggenbesitzer: "Geh Mund abwischen!" - dann ist die Dogge zu ihrer Decke und hat dort den Schlonz abgerieben :gut:
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Beitragvon Nine&Tim » 12.03.2010 12:45

BigJoy hat geschrieben: Unsere Kommandos (falls es darum ging), auch auf Distanz:
- Rückruf in zwei Varianten: Einfaches Kommen "Komm" und weiterlaufen oder Vorsitz ("Hierher")
- Leinenführigkeit
- Sitz
- Platz
- Stopp(Notfallkommando) und warte (normales stehen bleiben)
- Bleib (in allen Situationen)
- langsam (langsamer laufen)
- Fuß
- Schau
- ins Auto rein/raus auf Kommando
- Auf den Platz schicken und dort bleiben
- Nein
- Aus


War mal so frei zu Zitieren und etwas abzuändern *g*
LG von Nine, den 68 Pfoten und unzähligen Flossen ;o)
Tim, ein kurioser Mix aus Rußland.
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Beitragvon Indianheart » 12.03.2010 12:53

Hi,

von meiner Lady erwarte ich, dass sie immer ein Ohr für mich hat ( sie muss mich aber nicht anhimmeln und mir ständig um die Beine wuseln und permanent abfragen !!! Sowas nervt mich ), sprich, ich muss erkennen können, dass sie bereit ist, mir zuzuhören.

Dass sie sich anderen Hunden gegenüber anständig verhält und wenn sie nicht klarkommt, lieber sich auf mich besinnt als auf Dummheiten.

Ich erwarte, dass sie kommt, wenn ich sie rufe.

Und ich erwarte, dass sie einem nicht auf die Nerven geht.

Ansonsten darf sie schlafen wo sie will ( im Bett schläft sie eh nicht sobald wir drin liegen ).

Wartet eh immer, bis ihr Futter bereit steht un dich weggehe.

Auf Spaziergängen darf sie nach Herzenslust Zeitung lesen und relaxen.

Ach ja: relaxtes Laufen an der Leine, sie muss nicht FUSS laufen ( kann sie aber auf Wunsch ;-) ).

Ich möchte und brauche einen Hund, der auch auf Distanz sinnige und selbständige Entscheidungen treffen kann und mich an den Schafen auch insofern unterstützt, dass sie Situationen lösen kann, wo ich ihr nicht helfen kann oder nicht da bin.

Und das erreich man meiner meinung nach nicht durch eine Kadaver-Gehorsams-Ausbildung.

Also ein gutes Mittelmass an Selbständigkeit, Kooperationsbereitschaft und Vertrauen.

Sie läuft gut 90 % der Zeit ohne Leine. Sie interessiert sich eher selten für andere Hunde und macht auch um Menschen immer einen respektvollen Bogen.

Liebe Grüße
Alexandra
Ein Border Collie ist erst am Vieh richtig schön
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Beitragvon BigJoy » 12.03.2010 12:55

Hab noch ein Joy-Spezialkommando vergessen:
"Lauf vor"

Das ist nötig, weil Madame erwartungsgemäß sonst ALLES frisst, was sie hinter mir her trabend findet... (sie frisst es nicht, wenn sie sieht, dass ich es sehe - deshalb lässt sie sich gerne "unauffällig" zurückfallen)
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Beitragvon Artisae » 12.03.2010 13:03

Murmelchen hat geschrieben:Sie sollen jederzeit ansprechbar sein und meine Grenzen/Regeln ohne wenn und aber akzeptieren. Dadurch ergibt sich, das sie kein Kommando brauchen um problemlos im Alltag zu sein. Kommandos sind Tricks und nicht nötig um entspannt mit seinem Hund leben zu können...

So jetzt kann jeder rein interpretieren, was er will ;D


Prinzipiell stimme ich da zu, allerdings muessen meine auf Grund des Jagdtriebes vom Abruf her perfekt funktionieren. Ansonsten schliesse ich mich dem an.
You know the black bits in bananas, are they tarantulas' eggs?
(Vince Noir, The Mighty Boosh)
********************************
Alexandra
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Beitragvon bolli » 12.03.2010 13:15

tja, was heißt erwarten? ich sag mal so, ich kann nur das retour bekommen was ich reinsteck.l

wenn ich möchte, das die wuffis an sich arbeiten um ein für beide seiten angenehmes zusammenleben zu gewährleisten, dann muß ich an mir arbeiten, um letztendlich gemeinsam arbeiten zu können.

deswegen:

ich wünsche mir mehr konsequenz meinerseits und die wuffis nicht zu sehr zu vermenschlichen. das fällt mir beides nicht immer leicht.

als gemeinsame ziele sehe ich:

hunde die sich an meine regeln halten und trotzdem hund sein dürfen.
Ilona, mit bolli und chini



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Beitragvon *Sascha* » 12.03.2010 13:40

Ich erwarte
- dass er ein gegebenes Kommando befolgt
- dass er die von mir grundlegend gesetzten Grenzen akzeptiert
- dass er nicht nervt

Was ich nicht erwarte
- dass er sein Leben nach mir richtet
- dass ich sein einziger "Fixstern" bin
- dass er an den gleichen Dingen Spaß hat wie ich
- dass er keine schlechten Tage hat
- dass er alle Dinge die ich erwarte, befolgt ;)
LG, Jana und Sascha

„Ethik ist nicht nur ein Verhalten zum Nebenmenschen im Hinblick auf die Ermöglichung einer möglichst geordneten und glücklichen menschlichen Gesellschaft, sondern ein aus innerer Nötigung kommendes Erleben der Verantwortung gegen alles Lebendige.“
(Albert Schweitzer)
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