BinaMaja hat geschrieben:Frage 1:
Wie hoch sollte Maja später springen dürfen? (sie wiegt 5 Kilo und ist ca 33cm hoch)
Momentan liegt die Stange auf der ersten Stufe. (ca 15cm hoch)
Trainerin 2 war der Meinung das sei schon an der Grenze.

Wie schon erwähnt wurde - dein Hund wäre nach FCI/VDH-Reglement in der Grössenklasse small - Turnierhöhe zwischen 25 und 35 cm. Standard ist 30 cm, bei Meisterschaften auch 35 cm.
Deine Hündin hat damit überhaupt keine Probleme - im Gegenteil. wie auch schon erwähnt wurde - niedrigere Sprünge bedeutet nicht automatisch auch weniger Belastung.
Frage 2:
Wenn ich mit Maja einen großen Bogen zum nächsten Gerät laufe wird sie oft langsamer oder nimmt die Abkürzung.
Habt ihr Tips wie ich dem entgegen wirken kann?
Ich verstehe nicht, was Du mit "grossem Bogen" meinst?
Normalerweise gibt es eine "Ideallinie" auf die nächsten Hindernisse. Und die sollte man laufen.
Das ist aber ein Punkt, von dem Du in der 4. Trainingseinheit noch sehr sehr weit entfernt bist. Mich wundert, dass Du nach diesem Zeitrahmen überhaupt was von "grossem Bogen" redest.
Meine Hunde sind in der 4. Trainingseinheit maximal 3 Sprünge geradeaus gelaufen.
Die Hunde müssen doch erst mal lernen, die Geräte annzunehmen.
Frage 3:
Maja ist wirklich seehr schnell liebt es zu rennen und zu springen.
Kann sie diese Freude später auch auf den agility parcour übertragen?
Wenn Du das jetzt nach dem Motto "lieber langsam und sicher" abwürgst - NEIN.
Entweder Du schaffst es jetzt von Anfang an diese Begeisterung auf's Agi zu übertragen oder Du wirst später sehr viel Mühe haben, dieses Vorwärtsgehen und diese Begeisterung zu wecken.
Frage 4:
Ist es bei euch auch so, dass viele Kinder im Kurs sind?
Teilweise erscheinen die Leute bei uns mit ihrer ganzen Familie auf dem Platz.
Nö.
Frage 5:
Was ist das im Verein anders als in einer Hundeschule?
(Mein Training findet nur in einer HS statt)
80% der Hundeschulen sind im Agi-Bereich das Geld nicht wert, dass man für's Training zahlt. Und die restlichen sind dünn gesät und idR geleitet von Trainern, die regelmässig auf Turniere gehen, häufig sogar recht bekannt sind.
Kommt natürlich auch immer darauf an, was das Ziel ist.
Etwas mit den Hunden über die Hindernisse juckeln oder Agility machen.
Was nicht heisst, dass alle Vereine wirklich gut sind - aber da zahlt man dann wenigstens nicht noch viel Geld für den Murks, den die Trainer einem dort beibringen.
Fakt ist einfach, dass weit mehr Wissen über verantwortungsbewusstes Agi-Training in den Vereinen zu finden ist. Viele Hundeschulen springen auf den Zug "Agilitytraining" auf ohne wirklich zu wissen, wie man idealerweise die Geräte antrainiert, wie man Führtraining aufbaut, überhaupt wie man führt, um die Belastung für den Hund so gering wie möglich zu halten.
Und ich wage mal zu behaupten, dass die wenigsten Hundeschulen überhaupt vernünftiges Agi-Training bieten können, selbst wenn sie wollten. Denn der Grossteil der Leute, die in Hundeschulen sind, wollen halt nicht wirklich mehr als etwas mit ihren Hunden über Geräte zu juckeln.
Wenn man da dann zielgerichtetes Zonentraining macht, bei dem Hund vielleicht nach 4 Monaten oder so das erste Mal über eine Kontaktzone überhaupt komplett drüber geht
Das ist doch viel zu langweilig, so hat man sich Agi-Training nicht vorgestellt, schon gar nicht, wenn man das mal vorher auf einem Turnier gesehen hat und da die zumindest teilweise wirklich gut ausgebildeten Hunde über die Geräte rasten - das sah doch so leicht und locker aus und so einfach.
SO hat man sich Agi vorgestellt und das soll Hund doch auch können - am besten gleich in der ersten Stunde.
Anmerkung - der letzte Teil ist allgemein gemeint, nicht auf Dich bezogen. Ist nur eine Erfahrung, die man im Laufe der Zeit macht. Ich habe in meinem alten Verein mal selbst einige Zeit lang Anfängertraining gemacht. Und auch über die Jahre das Anfängertraining immer beobachtet. Wenn es hoch kommt, sind von einer Gruppe von 8 Teams max. 4 Teams nach etwa 6-8 Monaten noch dabei. Die anderen stecken auf weil das alles nicht so schnell geht und sie sich das ganz anders vorgestellt haben.
Ausnahmen sind Gruppen, in denen verhältnismässig viele "alte Hasen" mit ihren jungen Hunden dabei sind.