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Erblindender Hund im Alltag - Erfahrungen gesucht

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Moderator: DF-Mods

Erblindender Hund im Alltag - Erfahrungen gesucht

Beitragvon Murmelchen » 28.04.2009 15:12

:winken:

So ihr Lieben, ich brauch mal Erfahrungen.. Ich suche Leute, die einen Hund haben der blind wird/wurde und die mir ihre Erfahrungen dazu schreiben. Ich meine keine Kommandos, sondern das drumherum (Bahnfahren, die Stadt kennenlernen usw).

Was ich bisher habe, ist da z.B. ein Glöckchen am Halsband des anderen Hundes und ein Fußkettchen beim Menschen hilfreich sind. Infos/Tipps zur Integration ins Rudel hab ich schon gefunden (ich hab schon einige Seiten ergooglet), aber ich würde einfach noch mehr lesen.

Also her mit allen Erfahrungen, die ihr gemacht habt!

Was absolut klasse wäre, wäre auch die Erfahrung bei einem blinden Hund auf dem Hundeplatz, aber das muß nicht sein =)
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Beitragvon agil » 28.04.2009 15:16

Wir haben bei unserem damaligen Rentern nix verändert sondern einfach so weitergemacht wie sonst auch - klar es wurde mehr über die Stimme aber halt kein Aufsehen drum herum gemacht.
Ich denke, wenn wir so normal wie möglich damit umgehen, wird es für den Hund einfacher als wenn wir es so hervorheben.

Bei unserem Rentern kam später dann noch Taubheit dazu, zum Glück war er da aber nicht mehr so schnell, dass wir ihn dann halt angetippt haben, wenn wir was von ihm wollten oder haben ihn in die Richtung gedreht, in die er Laufen sollte :D
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Beitragvon Allegro » 28.04.2009 15:19

hmm also mein Hund ist ja von Geburt an blind...

geht das auch? :???:
Wenn ja dann berichte ich gerne ;)

Kann auch ein Forum speziell für behinderte Hunde aller Art (blind, von geburt an oder mit dem Alter blind werdend, Taub usw) sehr empfehlen. Will hier keine Werbung machen aber man findet sehr viele "seinesgleichen" :D
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Beitragvon Murmelchen » 28.04.2009 15:21

Unser alter Hund wurde ja im Alter auch blind (danach auch taub) und wir haben auch gar nichts groß geändert, nur eben die Stimme mehr eingesetzt.

Demnächst wird aber wohl ein junger blinder Rüde hier einziehen (Pflegestelle) und ich weiß nicht, was der kleine schon alles kennt. Wie ich einen sehenden Hund z.B. an eine S-Bahn gewöhne weiß ich (bzw. ich mach es halt). Ich weiß nur nicht, ob ich bei einem blinden Hund etwas besonderes beachten muß o.ä.


Allegro: Klar zählt das auch =)
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Beitragvon Allegro » 28.04.2009 15:26

ok also der Hund ist schon blind?

Also worauf du natürlich achten musst (aber das wirst du wissen) dass der arme Kerl beim Gassi gehen in der Stadt nirgends dagegen läuft. Ist mir am ersten Tag passiert :roll: armer Kerl..

Im Prinzip machst du es mit einem blinden Hund nicht anders wie mit einem sehenden.
Würde ihn deshalb auch nicht extra verhätscheln *g* Denn für den Hund ist es ja "normal" nichts zu sehen. Vor allem wenn er es nicht anders kennt.
Musst halt immer vorausschauend denken.

Meiner läuft auch viel ohne Leine. Muss dann immer schauen ob er (eher in unbekanntem Gelände) irgendwo dagegen läuft. Sollte er kurz davor sein gegen einen Baum zu rennen dann rufe ich laut "Vorsicht!" und er bleibt stehen.
Nachdem ich 2x Vorsicht gerufen hatte und Apollo dann voll irgendwo dagegen gerannt ist hatte er das Kommando intus ;)


Finde es übrigens super dass du einem blinden Hund eine chance gibst :gut: Wenn auch nur als Pflegestelle!!!
Woher bekommst du ihn?

Kann dir auch diese Seite sehr ans Herz legen: http://www.dreamdogs-trio.de/
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Beitragvon Murmelchen » 28.04.2009 15:32

Er sieht wohl noch 10%. Ob eine OP möglich und sinnvoll ist, werden wir abklären lassen. Er kam also wohl sehend auf die Welt und wurde dann immer blinder (er hat grauen Star). Ich glaube das ist wohl der Unterschied zu deinem!?

Also das mit "Vorsicht" usw. weiß ich. Hab ich bei unserem Rüden auch gemacht. Bei unserem Hund war es gar kein Thema, denn er kannte uns ja schon und er kannte auch alle Kommandos aus der früheren Zeit. Vielleicht denke ich auch, der Unterschied ist größer, als es in Wirklichkeit ist =)

Die Seite hab ich schon gefunden, danke!!

Er kommt aus der Notvermittlung des "ACD-Club Deutschland" ;)
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Beitragvon Allegro » 28.04.2009 15:40

Glaube mal gelesen zu haben dass man bei Grauem Star noch was machen kann. Aber das ist sicherlich nochmal davon abhängig wie es sich beim jeweiligen Hund entwickelt hat.

Mein Hund ist von Geburt an blind. Seine Sehnerven sind zu klein. Die Tierärztin sprach von einer "Zentralen Blindheit". Machen kann man bei ihm leider nichts mehr.
Möcht es aber in den nächsten 1-2 Monaten nochmal untersuchen lassen. Den Augendruck muss ich nicht messen lassen da die Erblindung nicht direkt vom Auge her kommt.
Dadurch dass ich ihn als Welpe bekommen hab war alles recht "einfach". Klar es war ein wenig anders wie bei andren Hunden..
also die Sichtzeichen fallen schonmal weg.. :D


Das mit dem Glöckchen habe ich am Anfang auch gemacht. Habe mir eins an den Schuh gebunden (war grad Osterzeit und ich hab die Lindt-Glöckchen letztes Jahr gemopst :hust: )
Habe es dann aber nur 3-4 Wochen dran gehabt und gemerkt dass es auch ohne geht.

hmmm ACD-Club sagt mir nix. Muss ich mal schauen. Was ists denn für einer und wie alt? :)

EDIT: Zwecks OP.. das ist immer so eine Sache find ich. Wenn man weiß dass dem Hund dadurch geholfen werden kann find ich das sinnvoll.. Wenns in den Sternen steht bin ich der Meinung lass ich es lieber so, wie es ist wenn der Hund klar kommt.. und unsere blinden Freunde kommen damit besser klar als man denkt. Meist denkt man nämlich zu menschlich.
Mir glauben die wenigsten dass mein Hund blind ist. Eigentlich auch ein gutes Zeichen... uuund er hört besser als der Nachbarshund. :D (Gehorsamsmäßig! :D )
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Beitragvon Murmelchen » 28.04.2009 15:45

Ob es jemals eine OP gibt, wird sich zeigen. Wir werden ihn am WE erstmal holen und dann schauen wir weiter. Sollte eine OP helfen, bekommt er sie, aber das wird sich erst beim TA zeigen =)
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Beitragvon Allegro » 28.04.2009 15:51

meine Güte so ein hübsches Tier. Bin ja ganz verlieb :liebhab:

Kenne auch einen "behinderten" CD.
Bin mir aber grad nicht sicher ob blind oder taub. Ich werds mal in Erfahrung bringen. Ist auch eine online-Bekanntschaft :D

aber echt toll dass er bei dir einziehen darf :) Das freut mich.
Ich bitte dann um einen Fotothread und Erfahrungsberichte usw wie es mit ihm weitergeht :)
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Beitragvon IlonaundCo » 28.04.2009 18:57

Quintus sieht auch nicht mehr allzuviel. Er hat PRA.

Ich lebe im Wald, mitten im Naturschutzgebiet. Hier ist keine Geräuschkulisse die ihn bei der Orientierung stören könnte. Mein Haus ist ebenerdig, er kann also nirgendwo runter fallen.

Für einen blinden Hund sicher optimale Bedingungen.


Er läuft nach wie vor immer frei, ist sehr gut orientiert. Letzdens hat er so intensiv an einer Stelle geschnüffelt das er vergessen hatte wo ich stand und ist in die falsche Richtung gelaufen. Auf Ruf hat er sofort umgedreht, kein Problem.
Die Wege im Wald haben einen starken Randbewuchs so das er nicht vom Weg abkommt.
Wenn jemand nicht weiss das er nahezu Blind ist würde er es nicht merken. Bewegungen und Vermutlich die Umrisse sieht er z.Z. noch, zumindest bei Helligkeit. Bei schlechten Lichtverhältnissen sieht das dann schon anders aus, das stösst er auch schon mal an.
Als ich die Gartenmöbel und die Blumenkübel auf die Terasse gestellt habe, hab ich sie ihm gezeigt damit er beim Abendlichen Pipimachen nicht davor läuft. Auch so Sachen wie Putzeimer stelle ich nicht mitten in den Raum sondern an den Rand.

Nach der Diagnose hab ich mir große Sorgen gemacht wie er damit zurecht kommt. Mittlerweile bin ich da völlig entspannt, er kommt super klar.
Liebe Grüße

Ilona

mit
Murphy (Großpudel, 7 Jahre) und
Quintus (Lakelandterrier, 12 Jahre)
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