von tamora » 09.01.2007 16:35
Ich vergesse in kritischen Situationen häufig,daß ich meinem Hund Kommandos beigebracht habe,bzw. vergesse diese selbst.Sehr gerne vergesse ich,daß der Hund auf "Hier" hört.
Typisches Beispiel hatte ich letzte Woche.
Ein Dalmatiner kam angelaufen.Ich habe Lucky schön Sitz und Schau machen lassen.Der Dalmatiner gab aber wider Erwarten nochmal Gas,rennt auf meinen Hund zu und bremste ca. 50cm vor seiner Nase.
Lucky rastet aus,Dalmatiner tritt die Flucht an.In dem Moment macht Lucky eine Rückwärtsbewegung,bei der er es schafft,sich aus dem Brustgeschirr zu winden.
Tja,da steh ich nun,Leine in der Hand mit baumelndem Brustgeschirr dran,Lucky rennt wütend hinter dem flüchtenden Dalmatiner her und ich steh da und mir fällt nichts besseres ein,als "Lucky!LUCKY,KOMM HER!!LUCKY!!!" zu rufen.Pfeife usw. hatte ich nicht dabei,schließlich wollte ich nur mal schnell zur Videothek gehen...
Lucky kam dann doch wieder fröhlich zurück getrabt,aber nicht aufgrund meiner präzisen Kommandos,sondern weil er den Dalmatiner eingeholt hatte,welcher sich anscheinend beeindruckt von Luckys Gebaren zeigte und Lucky außerdem feststellte,daß es sich um eine Dame handelte.
Mensch,was war das peinlich!!
Ähnliches passiert mir auch gerne,wenn ich irgendetwas mit Lucky besonders gut machen will,z.B. wenn ich mit Muttern und ihren Hunden spazieren gehe.
Schließlich bezahlen mir meine Eltern fleißig die Hundeschule,da muß man Ergebnisse sehen,außerdem nörgele ich gerne an ihrem Hundetrainer rum (und das zurecht,nebenbei gesagt).
Weil ich also von dem unbestimmten Gefühl besessen bin,etwas beweisen zu müssen,gerate ich in eine nervöse Grundstimmung.
Das wiederum hat zur Folge,daß ich viel zu viel mit dem Hund brabbel,ehe ich mal mit dem Kommando rausrücke und wenn ich dann mein Anliegen mal konkret vorbringe,dann in einer völlig anderen Tonlage als gewohnt.
Ich rechne es dem Hund wirklich hoch an,daß er dann trotzdem meist auf meine Kommandos hört.
LG,
Christiane