Also ich finde das Gespräch echt interessant. Vor allem wundert mich wo die ganzen Leute bleiben, die einem hier im Forum sonst bei jedem falschen Furz des Hundes raten etwas an der Rangordnung zu ändern...
Inhaltlich möchte ich mich an JasminuMerlins Meinung anschließen.
Ich denke nicht das Dominanz und dominant sein eine feste Charaktereigenschaft ist. Weder im guten noch im schlechten Sinne.
Ein Hund, der äußerst souverän und vorausschauend handelt, der ist eben besonders souverän, aber nicht als dominanter Hund zu bezeichnen.
Dominanz ist in meinen Augen eine situationsbezogene Verhaltensweise und das Beispiel mit der Ressourcenknappheit finde ich sehr schön.
Ein souveräner Hund hat es nicht immer nötig sich aufzuspielen, sollte allerdings die Nahrung knapp werden, so beansprucht er in diesem Fall das Futter eben für sich. Und diese momentane Beanspruchung kann unter anderem durch Dominanz klargemacht werden, welche als Verhaltensweise allerdings nicht länger andauert als in dieser Situation.
Puh hoffe ich hab das irgendwie nachvollziehbar ausgedrückt. Das war auch nur EIN Beispiel, weil ich selbst die Situation mit der Ressourcenknappheit gut nachvollziehbar finde. Das soll nicht heißen, das dominantes Verhalten sich nur auf Ressourcen verteilt.
Noch mal zusammenfassend: Dominanz ist keine Charaktereigenschaft, sondern immer situationsabhängig.
Ein besonders gelassener, unprovozierbarar Hund ist souverän, nicht dominant.
Er kann in gewissen Situationen dominant reagieren, aber das kann ein schüchterner oder ängstlicher Hund auch.
Es liegt nur an der Art wie er es dem anderen Hunde "vermittelt".
Eben souverän oder unsicher.
Der unsichere wird schneller provoziert sein, als der der es nicht nötig hat sich provozieren zu lassen.
Viel zu viel geschrieben...

Bei Unklarheiten fragt bitte nach und nicht direkt loshacken. Ich hab ja schließlich nur MEINE Meinung gesagt.
Es gilt, was gefällt.
