honey-bunny hat geschrieben:Ich hab mal noch ne Frage:
Ich werde sobald Kajas TroFu leer ist, wieder barfen. Ich hab gelesen, dass in Schweine- und Rinderpansen das Enzym drin ist für die Bauchspeicheldrüse. Was ja wiederrum bedeuten würde, dass sie dieses Pulver nicht braucht (eventuell).
Aber wie ist denn das jetzt mit rohem Schwein??? Kann ich ihr dann rohen Schweinemagen (Pangreas) geben??? Oder muss ich das dann kochen? :???:
Ich bekomm eh schon wieder Panik wenn ich ans Barfen denk. Hab einfach so viel Angst was falsch zu machen...
Meine bekommt kein rohes Schwein, allerdings gilt in Deutschland die Pseudowut / der Aujeszkysche Virus als ausgestorben. Ob Du das riskieren willst, musst Du selbst entscheiden. Problematischer am Schweinefleisch finde ich die oft hohe Belastung mit Antibiotika und für einen EPI-Hund das Fett.
Das Enzym im Pansen dient der Verdauung des Mageninhaltes des Rindes. Auf diese Weise kann ein Hund auch pflanzliche Nahrung verwerten, da sie bereits vorverdaut ist. Pansen wird aber hier eingefroren und zudem oft gewaschen. Damit würde die Menge an Verdauungsenzymen nicht ausreichen, um ein Medikament zu substituieren ... jedenfalls nicht bei einer ausgewogenen Barf-Ernährung. Pansen sollte der Hund auch nicht jeden Tag bekommen.
Bei EPI-Hunden empfiehlt es sich mehrfach (3x) kleinere Mengen zu füttern. Das Fleisch sollte fettarm sein, dafür aber hochwertige Öle den Speiseplan bereichern. Bei einem EPI-Hund kann es dazu kommen, dass die 'normale' Menge nicht ausreichend erscheint (wird ja nicht alles verdaut).
Sind denn alle anderen Ursachen ausgeschlossen? Kann dein Hund wirklich keine Giardien haben?
Falls es eine echte EPI ist und Du das Enzym übers Futter geben musst (egal ob Barf oder Trofu), denke daran, es ca. 30min vor der Fütterung unterzumengen und gut zu verrühren. Das Enzym sorgt dafür, dass die Nahrung vorverdaut wird. Es stinkt aber wie die Hölle. Falls es dein Hund nicht mag, dann gibt es das auch als Kapsel.
Lies dich doch nochmal in das Thema BARF ein und überlege, ob Du es dir zutraust einen ausgewogenen Futterplan zu erstellen, der die speziellen Bedürfnisse deines Hundes berücksichtigt. Falls nicht, ab zum Spezialisten.
Nicht so viele Sorgen machen und evl. anfänglich auf Leichtverdauliches ausweichen. Das wird schon!